"Sehr bitter und auch nicht verdient"

Vitus Eicher: Der Beste musste nicht Rot tragen

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Der Mann in Grün war der Beste auf dem Platz: Vitus Eicher (r.) kann den Ärger seiner Mitspieler verstehen. Am Samstag will sein Team die Scharte wieder auswetzten.

Erding - Dass er der beste Löwe auf dem Platz war, ist für Vitus Eicher ein schwacher Trost. Die 0:1-Niederlage wurmt ihn - und auch die Rote-Stutzen-Affäre, obwohl er selbst grün trug.

Warum die Löwen am Sonntag beim FC Heidenheim 0:1 verloren haben? Weil sie rote Stutzen tragen mussten, behaupten einige Fans. Und sie haben einen Beleg dafür: Torwart Vitus Eicher war der beste Spieler auf dem Platz, und der durfte schließlich in Grün spielen.

Auch die Medien feierten die Leistung des 24-jährigen Langengeislingers, der bis zur 86. Minute seinen Kasten sauber gehalten hatte. Speziell in der Schlussviertelstunde hatte er mächtig zu tun. 77. Minute: Glanztat erst gegen Andreas Voglsammer, den Nachschuss von Marc Schnatterer lenkt er zur Ecke. Keine 60 Sekunden später steht erneut Schnatterer vor ihm, wieder klärt der Löwen-Keeper. Auch einen Voglsammer-Schuss aus 20 Metern fischt Eicher aus dem langen Eck. Gegen den Kopfball-Hammer von Kevin Kraus aus wenigen Metern ist aber selbst Eicher machtlos.

Eine 0:1-Pleite so kurz vor Schluss - „das ist schon sehr sehr bitter“, sagt Eicher, „und auch nicht verdient. Es war ja nicht so, dass wir komplett unterlegen gewesen sind“. Das Team habe gefightet und lange Zeit eine ordentliche Leistung geboten. Aber freilich gebe es noch einiges zu verbessern. „Wir haben zum Beispiel zu viele Standards zugelassen“, kritisiert er.

Und die Sache mit den roten Stutzen wurmt Eicher schon. Wie berichtet, wollte der Schiedsrichter die Partie nicht anpfeifen, weil sich die hellblauen Löwen-Stutzen schlecht von den blauen der Heidenheimer unterscheiden ließen. Daraufhin stellte der Gastgeber Ersatz zur Verfügung: in Rot.

Eicher, als Torwart in seiner grünen Kluft davon nicht betroffen, bezeichnet die Entscheidung des Schiedsrichters als „nicht allzu glücklich“. Die Mannschaft habe sofort gewusst, dass dies die Fans überhaupt nicht tolerieren würden. Das habe das Team in seiner Vorbereitung aufs Spiel durchaus beeinflusst, sagt der Keeper. „Das war schon ein Thema und zumindest nicht in dieser Situation förderlich.“

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In wieweit die Geschichte noch ein Thema für Lutz Fröhling war, wollte Eicher nicht verraten. Der Coach habe beim Montagstraining genau analysiert, was am Sonntag gut und schlecht war. Das bleibe aber in der Mannschaft.

Und ab dem heutigen Dienstag ist die Rote-Stutzen-Affäre ohnehin schon Geschichte. „Da interessiert nur noch der nächste Gegner“, sagt Eicher. Am kommenden Samstag empfängt der TSV 1860 München den SC Freiburg. Rot trägt dann defintiv der Gegner.

pir

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