Historisches Spiel in der Regionalliga

Vor Rekord-Kulisse: FCA verdirbt Löwen die Herbstmeisterschaft

Vorzeitige Herbstmeisterschaft? Perfekte Einstimmung aufs Derby gegen den FC Bayern II am kommenden Sonntag? Nix davon!

Mit dem 2:3 (0:1) bei der Augsburger Regionalliga-Reserve kassierten die Löwen am Sonntag nach dem 0:1 in Buchbach die zweite Saisonpleite. Der Vorsprung auf Verfolger Ingolstadt II schmolz auf elf Punkte. Ärgerlicher war die schwache Defensivleistung und der Pyro-Vorfall.

Eiskalt! Der FCA bestraft kämpfende Löwen vor Rekordkulisse - Keine Note 1 oder 2 

„Drei Gegentore sind untypisch für uns, das müssen wir analysieren“, sagte Trainer Daniel Bierofka. „Aber wir haben immer noch einen komfortablen Vorsprung und wie die Mannschaft gefightet hat, stimmt mich positiv.“

Löwen-Fans brechen Zuschauerrekord

Der Andrang war gewaltig in Augsburg, auf den Zubringerstraßen zum Stadion staute sich der Verkehr. Auch der Mannschaftsbus aus München war Teil der Blechlawine. Erst um 14 Uhr erreichten die Löwen die WWK-Arena, der Anpfiff musste um eine Viertelstunde auf 15.15 Uhr verschoben werden.

21219 Zuschauer pulverisierten den bisherigen Regionalliga-Rekord aus dem Jahr 2015 (Regensburg-Bayern II, 15000). Auch die Lautstärke hatte Bundesliga-Niveau. Von der Südtribüne schrien die Löwenfans, aus dem Norden konterten die FCA-Ultras. Solche Dezibelstärken hatte die Regionalliga-Bayern bislang noch nicht erlebt.

Hochklassiges Derby

Rein sportlich war's gehobene Viertliga-Kost, die die Zuschauer geboten bekamen. Die Löwen, bei denen neben Jan Mauersberger (muskuläre Probleme) kurzfristig auch Nico Karger hatte passen müssen, erarbeiteten sich nach ausgeglichener Anfangsphase ein optisches Übergewicht, auch Augsburg suchte zumeist spielerische Lösungen. Die erste Chance für Sechzig bot sich Kindsvater, der ehemalige Burghauser scheiterte mit seinem Flachschuss an Keeper Fabian Giefer (13.). Auch beim Kopfball von Sascha Mölders (35.) war der Ex-Schalker auf dem Posten, lenkte den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte. Auf der anderen Seite hatte zuvor Marco Hiller bei einem Alleingang von Richter seine Reaktionsschnelligkeit gezeigt, als er den Chip-Versuch mit dem linken Arm klärte (25.).

Schock kurz vor der Pause

Den einzigen Aussetzer der Löwen in der ersten Halbzeit nutzten die Gastgeber zur Führung. Richter hatte sich nach der Auswechlung von Hursan (Gesichtsverletzung) gegen Koussou durchgesetzt, die flache Hereingabe konnte Bekiroglu unbehelligt am Fünfmeterraum einnetzen (42.). Dass das 1:0 auch zur Pause bestand hatte, verdankten die Augsburger Schiedsrichter Markus Pflaum, der nach Ziereis' Kopfball ein klares Handspiel übersah. „Den Elfer kann man geben“, sagte auch Sünder Kilian Jakob.

Effektivität bewies Augsburg im zweiten Durchgang. Mergel im Nachschuss (61.) und erneut Bekiroglu (65.) erhöhten auf 3:1, zwischendurch hatte Ziereis nach Flanke von Kindsvater eingeköpft (64.). Helmbrechts wunderschöner Fernschuss-Treffer (82.) war zu wenig, um die zweite Saisonniederlage zu verhindern. Das Fazit von Markus Ziereis; „Eigentlich haben wir ein gutes Spiel gemacht, aber vor den Gegentoren naiv verteidigt. Das müssen wir nächste Woche gegen Bayern besser machen.“

Die Partie können Sie in unserem Ticker nachlesen.

lk, ffu, Video: Glomex

Rubriklistenbild: © sampics / Stefan Matzke

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