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Trauer um Halama: Der 1860-Trainer des Völler-Teams ist tot

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Von: Armin Gibis

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Wenzel Halama
Wenzel Halama war in den 80er-Jahren Trainer des TSV 1860. © imago

Wenzel Halama coachte die Löwen Anfang der 80er-Jahre und hatte ein paar richtige Granaten in seinem Kader. Jetzt ist der Tscheche im Alter von 76 Jahren gestorben.

München – Mit Wenzel Halama verbindet sich in der Historie des TSV 1860 eine Saison der lange erfüllten Hoffnung – und letztlich des tiefen Falls. 1981/82 war das, als der Tscheche eine hochbegabte Löwen-Mannschaft befehligte. In seinem Kader standen fünf Spieler, die mit der U 18 Europameister geworden waren. Darunter befand sich auch der damals 18-jährige Herbert Waas. Der Passauer sollte es später bis zum Nationalstürmer bringen. Star der blauen Offensive (87 Saisontore) war allerdings sein Nebenmann: die spätere Fußballlegende Rudi Völler – der 21-Jährige wurde damals mit 37 Treffern Zweitliga-Torschützenkönig.

Halama war der väterliche Coach dieses juvenilen, angriffslustigen Teams, das bis zum 25. Spieltag auf einem Aufstiegsplatz lag. Doch parallel zur sich abzeichnenden Finanzkrise setzte es drei Niederlagen. Der zuvor gefeierte Halama musste nach 27 Spieltagen weichen, die Löwen wurden letztlich Vierter. Einige Wochen später erfolgte der Zwangsabstieg in die Bayernliga. Die Mannschaft, die vor einer goldenen Zukunft zu stehen schien, zerfiel. Halama kehrte noch einmal zu 1860 zurück (1984 – 1986), als Trainer in der Bayernliga blieb er aber glücklos.

Am Mittwoch ist Wenzel Halama nach langer Krankheit im Alter von 76 Jahren gestorben.

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