Münchner Wirt will 1860-Präsident werden

Werner Hochreiter: Ein neuer Wildmoser?

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Werner Hochreiter vor seinem Zelt auf der Wiesn.

München - Da war doch schon mal was... Ein Münchner Wirt will 1860-Präsident werden. Werner Hochreiter wirft seinen Hut in den weiß-blauen Ring. Da liegen Vergleiche mit dem verstorbenen Ex-Präsidenten nahe.

Dem Mann ist weder langweilig, noch ist er masochistisch veranlagt und es gehe ihm auch nicht drum, seinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen. Der 47-Jährige ist nur eins: „sauer!“ Über das, was er als Jahreskarteninhaber (Businessclub) seit Jahren in der Allianz Arena geboten bekommt, garniert mit ganz schwer verdaulichen Handlungen der jeweiligen Führungspersonen. Vor allem die letzten beiden Jahre liegen Hochreiter im Magen. Und er sagt zur tz: „Wenn sogar ein Gerhard Mayrhofer als Präsident möglich war, dann muss man was tun. Allein schon wegen der Außendarstellung.“

Wenn sich der am 12. Juli neu zu wählende Verwaltungsrat danach auf Präsidentensuche begibt, dann könne der sich ruhig an ihn wenden, sagt Hochreiter: „Man weiß jetzt von meinem Interesse an diesem Amt, und ich stehe gern zu Gesprächen zur Verfügung.“

Mit einem Münchner Wirt als Präsident hat der TSV 1860 einst nicht die allerschlechtesten Erfahrungen gemacht. Jedenfalls, was die ersten zehn seiner zwölf Amtsjahre betraf: Karl-Heinz Wildmoser. Hochreiter, der neben dem Biergarten am Viktualienmarkt auch den Steirer am Markt besitzt und auch auf der Wiesn ein Zelt (Zur Bratwurst) führt, kennt Wildmoser aus gemeinsamen Tagen auf dem Oktoberfest: „Wir waren in der Vereinigung der kleinen Wiesnwirte, deren Sprecher Wildmoser damals war.“ Ist der vor fünf Jahren verstorbene Ex-Präsident ein Vorbild für ihn? Hochreiter: „Nein. Wildmoser war eher ein Diktator. Ich bin schon diplomatischer.“

Der neue Kandidat, der Anfang der achtziger Jahre in der Bayernliga mit dem weiß-blauen Virus infiziert wurde, bezog gegenüber der tz auch schon Stellung zu den wichtigsten Themen, die dem TSV 1860 aktuell auf den Nägeln brennen. Hochreiter über:

Hasan Ismaik: „Ein großes Problem, auch wenn man dankbar sein muss, dass er 1860 damals geholfen hat. Aber er ist an München einfach nicht nah genug dran, ein neuer Investor würde die Lage sehr beruhigen.“

Felix Magath: „Das wäre ein Mann mit Sachverstand.“

Sportliche Zukunft: „Allein, wie viele Fans 1860 gegen Nürnberg und Kiel mobilisieren konnte, zeigt, dass in diesem Verein immer noch sehr vieles möglich ist.“

cm

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