Der umworbene Löwe nimmt Stellung

Stark im tz-Interview: "Darmstadt kam auf mich zu"

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Yannick Stark mit seinem Vater ­Jürgen (56 Jahre, links).

München - Jetzt spricht Yannick Stark! Im tz-Interview nimmt der umworbene Löwe Stellung zu den Wechsel-Gerüchten. Und spricht über seinen Vater, einen Darmstadt-Fan.

Herr Stark, 1860 gegen Darmstadt – für welchen dieser Klubs spielen Sie am Sonntag in der Allianz Arena?

Stark: Für 1860.

Und danach? Bis zum 2. September ist das Transferfenster noch offen, und Sie wurden mit etlichen anderen Klubs in Verbindung gebracht. Vor allem mit Ihrem Heimatverein Darmstadt 98.

Stark: Nachdem ich in den ersten Spielen nicht in der Anfangself stand und dann noch die Geschichte mit meiner Suspendierung dazukam, dachten viele Klubs wohl, sie könnten mit mir ein Schnäppchen machen. Und dass vor allem Darmstadt so offensiv mit dem Thema umgeht, war auf jeden Fall überraschend.

Darmstadts Trainer Dirk Schuster hat sich dabei weit aus dem Fenster gelehnt. Hatten Sie denn bereits Kontakt zu Ihrem Ex-Verein?

Stark: 98 ist auf mich zugekommen. Ich habe ein Gespräch geführt, aber da ging es um nichts Konkretes.

Würden Sie denn wechseln wollen?

Stark: Dazu müssten sich die beiden Vereine einig sein. Aber dass ich nicht richtig zufrieden bin mit meiner jetzigen Situation, habe ich ja bereits gesagt. Ich will natürlich spielen. Und das in erster Linie beim TSV 1860.

Als Sie vor einem Jahr verpflichtet wurden, da wurde dieser Transfer sehr gelobt. Sind Sie überrascht, dass Sie in dieser Saison bisher kein Stammspieler sind?

Stark: Das hat sich schon in der Vorbereitung abgezeichnet, wie sich der Trainer die Mittelfeldbesetzung vorstellt. Da muss man realistisch sein. Der Trainer stellt sich etwas vor, dann ist das so.

Einer würde sich über Ihre Rückkehr sicher freuen, Ihr Vater Jürgen, ein glühender Darmstadt-Fan…

Stark: Er denkt da nicht unbedingt als Fan. Für ihn ist wichtig, dass ich entscheide, was ich will. Das hat mit der Sympathie zum Verein nichts zu tun.

Am Sonntag sitzt er sicherlich in der Arena. Zu wem hält Ihr Vater?

Stark: Die ganze Familie kommt. Meine Mutter, meine Schwester, deren Freund. Die machen sich auch ein paar schöne Tage in München. Ich kann gar nicht sagen, zu wem mein Vater hält. Eigentlich schon zu mir, aber wenn ich nicht spiele, könnte es auch anders sein. Er hat bisher auch immer darauf verzichtet, sich Darmstadt anzusehen, wenn ein Spiel mit mir gleichzeitig im Fernsehen kam.

Hat Ihr Vater daheim Wimpel, Schals usw. in der Wohnung hängen?

Stark (lacht): Nein, da würde ihm meine Mutter aufs Dach steigen.

Was sagen Sie eigentlich zum tollen Start des Aufsteigers?

Stark: Nach vielen enttäuschenden Jahren ist die Stadt in Sachen Fußball wieder erwacht. Und die Mannschaft wird von der Euphorie getragen. Es läuft einfach.

tz

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