Tipps vom Torjäger

SV Zukunft! Ex-Löwe Bernhard Winkler engagiert sich für Jugendliche

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Für den SV Zukunft im Einsatz sind Birgit Mooser-Niefanger (l.), Bernhard Winkler (3. v. r.) und Werner Tschurtschenthaler (4. v. r.). Gemeinsam mit Christina Rothbauer vom Jobcenter Aruso (4. v. l.) helfen sie Jugendlichen wie (v. l.) Axel Stiffel, Marvjn Trocha, Katie Serenfry und Adrian Strehler.

TSV 1860 München - Ex-Löwe Bernhard Winkler kümmert sich um Jugendliche mit schlechten Berufsaussichten. Er engagiert sich für das Projekt "SV Zukunft".

Bernhard Winkler steht in der ewigen Bundesliga-Torschützenliste des TSV 1860 München auf Platz zwei. Und dennoch sagt er: „Bei mir ist auch nicht alles immer in eine Richtung gelaufen. Der Weg zum Erfolg war holprig.“ Das ist seine Botschaft an die Jugend.

Der ehemalige Torjäger im Einsatz für den SV Zukunft war am ersten Trainingstag im Jobcenter Aruso in Altenerding zu Gast. In den kommenden Wochen folgen Einzelberatungen für die Jugendlichen, die ihren Platz im Berufsleben noch nicht gefunden haben. Der SVZ versucht, mit Hilfe von Profisportlern und Managment-Trainern bei Jugendlichen mit schwieriger Perspektivlage die „Koordination und Konzentration zu fördern, damit sie Stress abbauen und somit bessere Aussichten im Beruf haben“, erklärt Birgit Mooser-Niefanger, die Initiatorin des SVZ.

Mit seinem Programm ist der Verein seit der Gründung im Jahr 2007 quer durch Deutschland unterwegs und besucht Schulen, unter anderem auch die Mittelschule am Lodererplatz. „Wir können uns vor Anfragen kaum retten. Vor allem, wenn Sportler dabei sind, ist die Wirksamkeit der Übungen sehr hoch. Viele Schüler melden sich danach häufiger und erledigen selbstständig ihre Sachen“, sagt Mooser-Niefanger. Finanziert wird der SVZ über Zuschüsse vom Kultusministerium und durch Stiftungen wie zum Beispiel der „Tribute-to-Bambi-Initiative“.

Nachdem das Jobcenter Aruso in einem Testlauf vor zwei Jahren gute Erfahrungen mit dem SVZ gemacht hat, haben sich die Stellen in Erding und Freising erneut zu einer Zusammenarbeit entschlossen. „Die wirklichen Probleme der Jugendlichen werden oft erst im Einzelgespräch erkannt“, sagt Christina Rothbauer vom Jobcenter.

Um die Leistungsstärke der jugendlichen Teilnehmer zu erhöhen, versucht Winkler, sie in eine neue Trainingsform einzuführen – die „Life Kinetik“. „Hierbei wird das Gehirn auf spielerische Form trainiert. Wissenschaftliche Erhebungen haben bewiesen, dass man flexibler und leistungsfähiger wird“, erklärt er.

Das Gehirntraining befasst sich mit Koordination und Konzentration – zwei Komponenten, die eng miteinander verbunden sind. Winkler führte mit den Jugendlichen mehrere Koordinationsübungen durch. Mooser-Niefanger erzählte von einem Schüler, der einfach nicht stillsitzen konnte. Er bekam die Hausaufgabe, jeden Tag 30 Sekunden auf einem Bein zu stehen und die Balance zu halten. Das habe zu einer erheblichen Besserung geführt.

Ihre neu erworbenen Fähigkeiten können sich die Jugendlichen im späteren Arbeitsleben zunutze machen. „Es fehlt oft nicht viel für den auslösenden Moment, der ihnen Stabilität im weiteren Leben gibt“, meint Manager Werner Tschurtschenthaler. Dieser ist neu beim SVZ ehrenamtlich tätig, um den Teilnehmern Unternehmergeist zu vermitteln. Diszplin und Wille sind laut Winkler die wichtigsten Eigenschaften, um das Talent zu fördern.

Text: Sebastian Hartinger

Quelle: fussball-vorort.de

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