Zehnter Punkt für 1860

0:0 in Braunschweig: "Uns fehlt der Killerinstinkt!"

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Der Löwe Maximilian Wittek wurde schon früh in der Partie für Richard Neudecker eingewechselt.

Braunschweig - In einem zähen Spiel erkämpfen sich selbstbewusste Löwen einen Punkt bei der Eintracht aus Braunschweig. 

Kaum ist der November ein paar Tage ins Land gezogen, schon können die Löwen auf ein zweistelliges Punktekonto verweisen. Spaß beiseite: Das 0:0 am Sonntag in Braunschweig war Punkt zehn in dieser Saison und mehr als verdient. Denn in der zweiten Hälfte dominierten die Löwen die Partie beim Aufstiegsaspiranten, und der unglücklichste Mensch an diesem Nachmittag dürfte wahrscheinlich Daylon Claasen gewesen sein, der in der 59. Minute die Riesenchance zum Sieg ausließ. Wunderbar freigespielt von Marius Wolf, scheiterte der Südafrikaner mutterseelenallein vor Torhüter ­Gikiewicz. „Uns fehlt vorn einfach der Killerinstinkt“, ärgerte sich Trainer Benno Möhlmann.

Das wär’s gewesen, wenn Claasen ihn gehabt hätte. Dann hätten die Löwen in den vergangenen zwei Spielen sechs Punkte geholt, genauso viele wie an den zwölf Spieltagen zuvor.

So sind es jetzt vier Zähler, zählt man den Pokalsieg in Mainz mit dazu, dann haben die Sechziger seit drei Spielen nicht mehr verloren. Dass es mühsam sein wird, sich aus dem Abstiegsschlamassel herauszuarbeiten, hatte Benno Möhlmann aber schon kurz nach seinem Antritt angekündigt: „Es wird ein langer Weg für uns.“

Drei Zweier und drei Vierer beim Kreuzer-Debüt: Bilder

Nach wir vor sind es fünf Punkte Rückstand ans rettende Ufer, weil Paderborn und Union Berlin ebenfalls unentschieden spielten. Und in den ersten 45 Minuten sah es auch alles andere als danach aus, dass man Braunschweig wenigstens einigermaßen zufrieden wieder verlassen würde.

Da überließ man der Eintracht mehr oder weniger das Geschehen und hatte Glück, dass Baffos Kopfball nur knapp am Pfosten vorbeistrich, und Vitus Eicher großartig nach einem Schuss von Ofosu-Ayeh reagierte.

„Vor der Pause haben wir auch etwas mutlos gespielt“, kritisierte Möhlmann, „nach der Pause haben wir aber auch viele Dinge richtig gemacht.“ Vor allem besannen sich die Löwen endlich auch darauf, den Weg vors gegnerische Tor zu suchen. „Wir haben immer wieder Nadelstiche gesetzt“, sagte Daniel Adlung, „und hätten am Ende durchaus gewinnen können. In der Defensive sind wir sowieso gut gestanden.“

Vor allem Christopher Schindler und Sertan Yegenoglu in der Innenverteidigung. Schindler sah „eine sehr positive Entwicklung in den letzten Spielen, wies aber gleich darauf hin, „dass der Rückstand nach wie vor groß ist. Diese Lücke gilt es bis Weihnachten zu schließen“.

Ein gebrauchter Tag war es für Richard Neudecker. Der 19-Jährige hatte große Mühe als linker Verteidiger gegen Khelifi, war gelbvorbelastet und wurde nach 32. Minuten gegen Wittek ausgewechselt. Aber so etwas gehört halt auch zum Lernprozess eines jungen Spielers...

Die Partie im Ticker zum Nachlesen!

tz, ju

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