Mayerhofers Pläne

Zweite Liga im Grünwalder: Kommentar

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München - Die Löwen könnten auch in der zweiten Liga nach Giesing heimkehren. Das ist absolut richtig. Aber leider nur eine charmante Zwischenlösung, kommentiert Merkur-Redakteur Felix Müller.

Der FC St. Pauli ist ein solcher Verein. Der FC Union Berlin. Sportlich müssen die Anhänger viel ertragen. Aber das ist gar nicht so schlimm. Die kleinen Stadien, die besondere Atmosphäre, die Tradition im Stadtteil machen die Fans stolz. Viele 1860-Fans wollen auch wieder einen solchen Verein haben. Doch auch für die, denen es zuallererst um den sportlichen Erfolg geht, sind die Signale Richtung Grünwalder Stadion eine gute Nachricht.

Die Arena macht den TSV kaputt. Sie ist zu teuer, zu groß, zu steril – und zu verbunden mit der Weltmarke FC Bayern, zu dem man doch wieder eine münchnerische Alternative werden muss. Dass Gerhard Mayerhofer sich jetzt so deutlich zur Giesinger Heimat bekennt wie seit Jahrzehnten kein Präsident mehr, ist richtig. Auch im Rathaus gibt es plötzlich wieder Unterstützung für den Deutschen Meister von 1966.

Ob die Sechzger wirklich heimkehren, ist aber unklar. Der Riesen-Polizei-Einsatz rund ums Amateur-Derby war überzogen. Die Löwen-Fans haben sich anständig verhalten. Sympathien bei Anwohnern wurden durch die Aufregung aber verloren. Ob die Stadt eine Kapazität genehmigt, mit der Sechzig leben kann, ist offen. Große Ausbauten wird es sowieso nicht geben. Das Grünwalder kommt jetzt genau richtig. Die große Antwort auf die bange Frage nach der Zukunft des TSV ist es nicht. Sondern leider nur eine charmante Zwischenlösung.

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