Veränderte Vorzeichen im Derby

1. FC GAP: Saller-Elf kämpft um „Vorherrschaft im Oberland“

Wieder an Bord beim FC ist der zuletzt angeschlagene Maximilian Heringer. 
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Wieder an Bord beim FC ist der zuletzt angeschlagene Maximilian Heringer. 

Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen reist am Sonntag zum Auswärtsspiel beim SV Bad Heilbrunn. Coach Saller kann im Duell um die „Vorherrschaft im Oberland“ wieder auf Maxi Heringer bauen.

Garmisch-Partenkirchen – Über weite Strecken ähnelte es einem entspannten Spaziergang im Spätsommer. Locker flockig fertigte der 1. FC Garmisch-Partenkirchen im September des Vorjahres einen heillos überforderten SV Bad Heilbrunn mit 4:0 ab. Für den Aufsteiger vom Krebsenbach war die fußballerische Qualität der Landesliga zu diesem Zeitpunkt schlicht eine Nummer zu groß. Inzwischen aber hat sich viel getan. Coach Walter Lang schaffte es, aus dem vorhandenen Spielermaterial eine konkurrenzfähige Einheit zu formen. Längst ist der Status vom sicheren Fixabsteiger passé, Bad Heilbrunn hat sich intensiv in den Kampf um den Klassenerhalt eingeschaltet.

Veränderungen, auf die das Team von Christoph Saller beim Rückspiel am morgigen Sonntag (14.15 Uhr) zwingend vorbereitet sein sollte. Der FC-Coach geht sogar noch einen Schritt weiter, thematisiert den Derbyfaktor, der seiner Meinung nach einen „gewissen Reiz“ versprühe. Weil der 1. FC und Bad Heilbrunn neben der TuS Geretsried die Aushängeschilder der Metropolregion München sind, geht es für Saller um die „Vorherrschaft im Oberland“. Gut, hierfür müssen sich die Bad Heilbrunner mächtig ins Zeug legen, waren sie mit dem Hinspielergebnis noch relativ gut bedient. Doch genau darin sieht der FC-Trainer den Motivationsantrieb für die Gastgeber. „Das 4:0 wird seinen Teil dazu beitragen.“ Die Lang-Elf habe sich gefangen und werde vermutlich „viel über Kampf und Physis“ kommen.

1. FC Garmisch-Partenkirchen braucht Geduld beim SV Bad Heilbrunn

Im Hinblick auf die Partie ließ Saller während der Woche viel auf engen Raum und den entsprechenden Körperkontakten üben. Generell werden Zweikämpfe nicht zu verhindern sein, und sie gehören für den 46-Jährigen auch essenziell dazu. Nur sollte dem Gegner nicht die Möglichkeit eröffnet werden, durch gelungene Tacklings sukzessive an Selbstvertrauen zu gewinnen. Aufgrund der unterschiedlichen Charakteristik lässt sich das Illertissen-Spiel vom vergangenen Samstag nicht als Maßstab zum Verdeutlichen von falschen Entscheidungen heranziehen. Doch betont Saller, wie sehr man von einer Mannschaft wie Illertissen lernen könne, deren fußballerische und taktische Ausbildung bereits in jungen Jahren derart fortgeschritten ist. Gerade was die Bereiche Pass-Spiel und variables Freilaufen angeht.

In Bad Heilbrunn wird zunächst einmal Geduld gefragt sein. Die FC-Mannschaft solle den Gegner auf sich ziehen, dadurch Freiräume schaffen und ihm ihr Spiel aufzwingen. Keinesfalls aber Räume bespielen, in denen die Bad Heilbrunner Überzahl schaffen können.

1. FC Garmisch-Partenkirchen: Heringer und Diaby einsatzbereit gegen SV Bad Heilbrunn

In personeller Hinsicht hat Saller weiterhin die Qual der Wahl. Selbst Maximilian Heringer, zuletzt gegen Illertissen mit verdrehtem Knie vor der Pause ausgetauscht, meldete sich rechtzeitig einsatzbereit. Und auch bei Mouhammadou Diaby, der beim Spiel der Zweiten Mannschaft in Unterammergau vom Platz flog, hat die Gelb-Rote Karte keinerlei negativen Auswirkungen. Auch er wird dem Team am Samstag helfen können.

(Oliver Rabuser)

Quelle: Merkur.de

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