Nicht alle zeigen beim 1. FC II Motivation

1. FC Garmisch-Partenkirchen II: Mangelware Teamgeist

+
Durch seinen Einsatz hat sich Christoph Lössl (r.) zum Führungsspieler entwickelt.

Die Mannschaft hätte durchmarschieren können. Erst der Aufstieg in die Kreisklasse, dann gleich weiter in die Kreisliga. Lange spielte der 1. FC Garmisch-Partenkirchen II in der vergangenen Saison oben mit.

Garmisch-Partenkirchen– Dann kamen die Probleme, das Team rutschte ab. Das lag keineswegs an zu wenig Talent oder Erfahrung. Vielmehr präsentierte sich die Reserve nicht als Einheit – eine Stamm-Elf gab es quasi nicht. Entsprechend konnte Trainer Marcel Wollenberg nicht strikt trennen zwischen willigen Kickern und Schönwetter-Fußballern. Ein Thema, das die Verantwortlichen in der Sommerpause intensiv diskutierten. Nach Änderungen im Kader der Landesliga- und der Kreisklassen-Mannschaft glaubten sie an Kontinuität und Fortschritt. Die Realität sieht anders aus.

Der 1. FC II steht vor dem Kellerduell beim FSV Höhenrain vor einer ungeklärten Zukunft. Auch wenn sich Wollenberg nach außen stets positiv gibt – mittlerweile merkt man dem 34-Jährigen die Resignation an. Seine düstere Prognose: „Schlimmstenfalls wird es ein x zu null.“ Einmal mehr fehlen ihm viele Spieler. Krankheiten, Urlaube, berufliche Belange – alles dabei. Absagen mangels Einstellung oder Gemeinschaftssinn erinnern ans Vorjahr. Wollenberg hebt die hervor, auf die er sich verlassen kann: „Es gibt Leute, die reißen sich den Arsch auf, spielen verletzt und schauen, dass der Laden läuft.“ Exemplarisch nennt er VTA-Neuzugang Dorel Rotaru, der durch Trainingsfleiß und Willen sofort zum Leistungsträger wurde. Oder Christoph Lössl. Sein Einsatz in dieser Saison macht ihn zum Führungsspieler. Auch Kapitän Koray Etekli zählt in diese Kategorie, wenngleich der neue Abwehrchef beruflich stark eingespannt ist.

Soweit das Positive. „Und dann gibt es die, die kommen und gehen, wann sie wollen.“ Der krasse Gegensatz. Von Vereinsseite auf sie einzuwirken, sei schwierig, sagt Wollenberg. Sanktionsmöglichkeiten fehlen. „Man kann ihnen ins Gewissen reden, aber das ist nach einem Tag vergessen.“ Doppelt ärgerlich, da der Verein von oben „solide durchstrukturiert“ sei. „Aber wir bekommen es in der Kreisklasse nicht gebacken, weil einigen Spielern die Motivation fehlt“.

In Höhenrain fehlen dem Coach mit Maximilian Heringer und Michel Naber – sie helfen in der Landesliga – wohl zwei Akteure, die der Reserve vergangene Woche den Punkt gerettet haben. Keine rosigen Aussichten.

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

TSV Zorneding: Festakt zum 100-jährigen Bestehen abgesagt
TSV Zorneding: Festakt zum 100-jährigen Bestehen abgesagt
Schwabl: „Wir werden noch verstärkter in das NLZ investieren“
Schwabl: „Wir werden noch verstärkter in das NLZ investieren“
BFV-Präsident Koch: „Abbruch ist allerletzte Option“
BFV-Präsident Koch: „Abbruch ist allerletzte Option“
Dachauer Jugendtrainer: „Die sozialen Kontakte fehlen allen sehr“
Dachauer Jugendtrainer: „Die sozialen Kontakte fehlen allen sehr“

Kommentare