Garmischer beenden Hinrunde auf Platz vier

1. FC Garmisch-Partenkirchen: Jubel trotz Niederlage

Feierbiester: Das Team des 1. FC Garmisch-Partenkirchen lässt sich von der Niederlage in Gundelfingen nicht die Laune verderben. Die Freude über eine starke Hinrunde und Rang vier überwiegt deutlich.
+
Feierbiester: Das Team des 1. FC Garmisch-Partenkirchen lässt sich von der Niederlage in Gundelfingen nicht die Laune verderben. Die Freude über eine starke Hinrunde und Rang vier überwiegt deutlich.

Jubelnde Spieler mit Bierflaschen in der Hand, ein Trainer, der die Siegerfaust ballt – das Gruppenbild aus dem Mannschaftsbus, das der 1. FC Garmisch-Partenkirchen am Samstagabend über die Sozialen Medien im Internet verbreitet hat, passt auf den ersten Blick nicht so recht zum Ergebnis.

VON OLIVER RABUSER

Gundelfingen– 1:3 verloren die Werdenfelser nämlich in Gundelfingen. Über die Niederlage freut sich beim 1. FC freilich niemand. Das Foto soll vielmehr etwas anderes ausdrücken: Zufriedenheit über eine starke Hinserie, die der Landesligist auf Platz vier abschließt.

Auch passte der Auftritt beim Tabellenführer. Über weite Strecken boten die Werdenfelser den Schwaben Paroli. Christoph Saller spricht von einem „Duell auf Augenhöhe“. Dass dieses zuungunsten seiner Elf endete, macht der Coach an zwei wesentlichen Faktoren fest: zum einen an der Anfangsphase. Schon nach acht Minuten lagen die Garmisch-Partenkirchner 0:2 zurück. Ein klassischer Fehlstart. Eigentlich hatten die Gäste aber recht gefällig ins Spiel gefunden. Nur ließen sie sich in zwei maßgeblichen Situationen von der unnachgiebigen Zweikampfhärte der Gastgeber beeindrucken. Beide Szene führten zu Torabschlüssen, die Stefan Schwinghammer zunächst vereiteln konnte, beim jeweiligen Nachsetzen aber machtlos war. „Da arbeiten wir nicht sauber gegen den Mann“, moniert Saller.

Wohl auch, weil sich seine Schützlinge anfänglich „den Schneid abkaufen“ ließen. Kurzzeitig befürchtete der Coach eine deutliche Abfuhr. Doch der 1. FC fing sich und zeigte eine gefällige Reaktion. Die Hypothek des 0:2-Rückstands war eingedenk eines Gegners mit einstelliger Gegentorzahl hoch. Aber die Gäste versuchten wenigstens, noch einmal heranzukommen. Und das trotz der Ampelkarte für Christoph Schmidt nach zwei „ungestümen Fouls“ an der Seitenlinie. Zweiter bedauerlicher Umstand war für Saller die fehlende Linie des Unparteiischen. Als ein Gundelfinger Michael Rauch in die Hacken lief, bestätigte Schiedsrichter Florian Ziegler zwar den Kontakt, hielt ihn jedoch nicht für sanktionswürdig. „Klarer Elfer“, versichert Saller. Auf der Gegenseite traf Maxi Heringer zunächst den Ball, dann streifte er noch einen Gundelfinger. Jetzt deutete Ziegler auf den Punkt. „0:3, statt 1:2“, nörgelt Saller.

Am Spielleiter allein wollte der 45-Jährige den Misserfolg nicht festmachen. Als aber Ziegler FC-Kapitän Florian Scheck ungebührlich und mit grenzwertiger Wortwahl über den Mund fuhr, reichte es Saller. „Dieses arrogante Aufspielen hat nicht zum Spiel gepasst.“ Immerhin bekam der 1. FC nach einem Vergehen an Moritz Müller doch noch einen Strafstoß zugesprochen, den Dominik Schubert zum Ehrentreffer versenkte. Dass es nicht noch mehr wurde, lag an verpassten Großchancen von Jonas Schrimpf und Florian Langenegger, sowie am Innenpfostentreffer von Heringer.

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Der „Chef“ übernimmt die Führung
Der „Chef“ übernimmt die Führung
Für alle Exoten-Fans: You never zitter alone
Für alle Exoten-Fans: You never zitter alone
Deißenböck: Liga-Pokal für TSV Dorfen eine „Mega-Chance“
Deißenböck: Liga-Pokal für TSV Dorfen eine „Mega-Chance“
T-Shirt-Ärmel als Orientierung beim Handspiel
T-Shirt-Ärmel als Orientierung beim Handspiel

Kommentare