Garmisch-Partenkirchen kickt wieder auf Rasen

Saller: „Wir wissen um die Situation“

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Alternative für außen? Florian Scheck (l.) könnte eine neue Aufgabe bekommen.

Acht Partien hat der 1. FC Garmisch-Partenkirchen noch zu absolvieren. Deren fünf werden im Stadion am Gröben ausgetragen. Am Samstag kommt der SV Egg an der Günz. 

Garmisch-Partenkirchen – Dort fühlt sich der Aufsteiger wohl, 19 seiner bislang 26 Zähler hat er auf der heimischen Anlage erwirtschaftet. Auch die nächsten zwei Begegnungen in der Landesliga Südwest trägt der 1. FC daheim aus, und wegweisend sind sie allemal. Egg an der Günz und Gilching heißen die Kontrahenten, zwei, aus der direkten Nachbarschaft, zwei, die für die Werdenfelser in der Tabelle nicht unerreichbar wären – mit einem guten Schlussspurt.

Trainer Christoph Saller wählt für die Beschreibung der Situation eine abstrakte Darstellung. „Wer nur ein wenig vom Fußball versteht, weiß, dass wir nur mit Punkten da unten raus kommen.“ Keine bahnbrechende Erkenntnis. Vielleicht möchte der Coach mit derlei Sprüchen ein wenig ablenken, um Druck von der Mannschaft zu nehmen. „Wir haben eine gute Stimmung, wissen um die Situation“, betont er. „Auch solche Phasen muss man im Sport annehmen.“ Er appelliert an den Gemeinsinn – und macht deutlich: „Auch das habe seinen Reiz.“

Viel Theorie für eine recht simple Formel, die da lautet: Schafft es der 1. FC, in beiden Partien voll zu punkten, ist das Schlimmste erst einmal abgewendet. Übertragen in die Praxis heißt das: „An das anknüpfen, was wir in den beiden vergangenen Spielen schon besser gemacht haben.“ Saller erinnert noch einmal an die unglücklichen Vorkommnisse in der Nachspielzeit gegen Illertissen. Oder an die guten Phasen in Neuburg. „Uns fehlt das nötige Spielglück“, meint er. „So ist es halt, wenn man hinten steht; auch wenn es platt klingt.“

Erstmals in 2019 empfängt der 1. FC einen Gegner auf Rasen. Für Saller ein nicht unwesentlicher Vorteil. Es bleibe seinen Spielern „etwas mehr Raum und Zeit“, um die Aktionen zu koordinieren. Zudem fühle sich das Team im Ambiente des weiten Stadions wohler. „So schön der Kunstrasen ist – er ist ein Nebenplatz.“ Vor der großen Tribüne sieht sich die Mannschaft besser aufgehoben und unterstützt. Als „Komponente für den Kopf“ bezeichnet er den Spielfeldwechsel.

Stichwort Wechsel. Die wird es auch in der Startelf geben. Zum einen, weil Maximilian Berwein wieder an Bord ist. Das ist freilich positiv. Dagegen beschäftigt Saller die Planstelle des Rechtsverteidigers. Andreas Grasegger scheint noch zu sehr angeschlagen zu sein, Jonas Reitel weilt beruflich im Ausland, den kopfballstarken Florian Langenegger möchte der Coach innen belassen. Improvisieren ist angesagt. Eine Möglichkeit: Florian Scheck rückt nach außen, Dominik Schubert zurück ins Abwehrzentrum. Wäre vertretbar, da mit dem begnadigten Momo Diaby ein Kämpfer für das Mittelfeld bereitsteht.

Egal, wofür sich Saller entscheidet: Ans Hinspiel sollte niemand denken. Der verlor der 1. FC nach zweimaliger Führung noch mit 2:4, schoss die Gegentore „fast schon selbst“. Egg vereine Kampfstärke und gute Einzelspieler, präsentiere dadurch einen „nicht alltäglichen“ Fußball. Passt vielleicht ganz gut zur Situation am Gröben.

Quelle: Merkur.de

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