Grünwalder Stadion: Nun ist klar, wie viele Zuschauer maximal reinpassen könnten

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Es geht nur ums Drinbleiben

Neue Ära mit jungem Kader beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen

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Das Team für die Saison 2019/20 : (h.v.l.) Stefan Durr, Jonas Poniewaz, Stefan Lorenz, Momo Diaby, Josip Radusin, Luka Strahonja, Maximilian Heringer, Robin Reiter, Christoph Schmidt, (m.v.l.) Christoph Saller, Stephan Benz, Leon Brudy, Florian Langenegger, Peter Auer, Lukas Kunzendorf, Julian Bittner, Josef Zech, (v.v.l.) Florian Scheck, Dominik Schubert, Jonas Schrimpf, Andreas von Mücke, Lukas Gerhauser, Christoph Lößl, Moritz Müller und Michael Rauch.

Saison zwei in der Landesliga beginnt für den 1. FC Garmisch-Partenkirchen an diesem Samstag mit dem Heimspiel gegen Olching.

Sich in der Klasse zu etablieren, dürfte für das sehr junge Team eine große Herausforderung werden. Das Gesicht der Mannschaft hat sich vor allem in der Offensive verändert. Tagblatt-Mitarbeiter Oliver Rabuser hat die Situation vor dem Start analysiert.

KOMMEN UND GEHEN

Der Abschied von Maximilian Berwein schmerzt fraglos. Dadurch fehlen der Offensive Hochgeschwindigkeit und nebenbei 25 Tore. Franz Fischer glänzte nach anfänglicher Treffsicherheit später vor allem als Allzweckwaffe. Mit ihm fällt ein Stück Routine weg. Sandu Poplacean spielte in der Landesliga-Elf kaum eine Rolle. Ersatz kam in Form einer Horde Abiturienten aus der Landesliga-A-Jugend des TuS Geretsried. Dort spielten sie nicht ausnahmslos in der Ersten Mannschaft – zu hohe Erwartungen also verbieten sich. Anders sieht es bei Jonas Schrimpf und Christoph Schmidt aus, die ihr bei Wacker Innsbruck entwickeltes Potenzial voll einbringen sollen. Maximilian Heringer aus Oberhausen ist eine Alternative als Außenverteidiger. Markus Steindls Engagement am Gröben währte dagegen nur kurz. Noch vor dem Saisonstart ist er nach Uffing zurückgekehrt.

TRAINER

Christoph Saller geht in seine sechste Saison als Coach. Das Gefahrenpotenzial der Abnutzung ist durch die vielen Neuzugänge überschaubar. Allerdings musste sich der Klub im Frühjahr eingestehen, auf mögliche Konflikte nicht vorbereitet gewesen zu sein. Deswegen handelte man nach dem Prinzip Hoffnung. Saller blieb. An seiner Seite hat er Beqir Loshi und neuerdings Stephan Benz. Josef Zech muss als Torwarttrainer umsichtig mit vier Keepern umgehen, von denen sicher drei den Anspruch haben, als Nummer eins aufzulaufen.

VORBEREITUNG

Kurz war die Testphase und deswegen ist sie längst nicht abgeschlossen, suboptimal, weil etliche Spieler urlaubsbedingt nur einen Teil mitgemacht haben. Einige Kicker nutzten diesen Umstand, um durch Trainingsfleiß und auffällige Leistungen in den Fokus zu rücken. Saller hatte kein Problem damit, auf die junge Garde zu setzen; immer wieder nahm er sogar Kicker aus der A-Jugend zu den Testspielen mit. Die Integration der zahlreichen Neuzugänge wird in jedem Fall noch einige Zeit andauern, wodurch der Kampf um die Stammplätze längst nicht abgeschlossen ist. Andreas von Mücke steht bei den Torhütern aktuell auf der Poleposition, da Stefan Schwinghammer wegen seiner Abschlussprüfungen die Vorbereitung und die ersten Spiele verpasst.

FAZIT UND PROGNOSE

Der 1. FC hat aus seiner geografischen Not eine Tugend gemacht, die im Grunde ohne Alternative ist. Gestandene Kicker mit Landesliga-Format waren nicht zu haben oder nicht erschwinglich. Die vielen Talente kommen aus klassischen Nachwuchsschmieden und bauen auf dem soliden Fundament einer hervorragenden Ausbildung auf, stammen zudem aus der Region. Der Kader wurde bewusst breiter angelegt. Zunächst aber bleiben Fragen offen: Welche Spieler sorgen für die nötigen Treffer? Kann die Defensive die Gegentorflut aus dem Vorjahr signifikant eindämmen? Wie schnell passen sich die Talente den körperlichen Erfordernissen an? Bei einigen Kickern ist ein Leistungssprung unerlässlich. Momo Diaby darf nicht nur in der Relegation glänzen, Stefan Lorenz muss seine Tempodribblings öfter mit Torerfolgen krönen. Im Endeffekt aber ist aber ein kontinuierlicher Entwicklungsprozess über die gesamte Spielzeit vonnöten. Ein wesentlicher Grund, warum es für den 1. FC vom ersten Spieltag weg einzig und allein um das neuerliche Drinbleiben geht.

MÖGLICHE ELFZU SAISONBEGINN

Von Mücke

Heringer, Scheck, Schmidt, Brudy

Rauch, Diaby, Durr

Müller, Schrimpf (Poniewaz), Lorenz

Quelle: Merkur.de

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