„Jetzt wissen wir, wo wir stehen“

1. FC Penzberg dreht Partie gegen BCF Wolfratshausen nach der Pause

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Er drehte in der zweiten Hälfte mächtig auf: Penzbergs Kapitän Maximilian Kalus (Mitte) sorgte mit seinen beiden Treffern für die Wende zu Gunsten seiner Mannschaft. 

Zunächst hatten sie noch gehörigen Respekt vor dem Gegner und gerieten in Rückstand. Nach dem Wechsel drehten die Fußballer des FC Penzberg die Bezirksliga-Partie beim favorisierten BCF Wolfratshausen jedoch. Am Ende hatten sie den Titelanwärter mit 3:1 (0:1) besiegt.

VON ROLAND HALMEL

Penzberg – „Über 90 Minuten war unser Sieg aber durchaus verdient“, urteilte Penzbergs Trainer Thomas Dötsch. „Jetzt wissen wir, wo wir stehen“, zeigte sich Dötsch mit der Leistung seiner Elf zufrieden. Allerdings fanden die Penzberger nur schwer in die Partie. Möglicherweise waren es die Nachwirkungen der schweren Knieverletzung von Franz Fischer unter der Woche beim Pokalspiel in Bad Kohlgrub oder der Respekt vor dem Gegner – jedenfalls brauchten die Penzberger einige Zeit, um auf Touren zu kommen. „Wir hatten zu viel Respekt“, erkannte Dötsch. Der BCF hingegen gab gleich Vollgas und kam zu zwei dicken Möglichkeiten. Anthony Graham traf den Pfosten (13.), beim Schuss von Sebastian Schnabel zeigte FCP-Torhüter David Salcher eine starke Parade (15.). Die Penzberger ließen ihre Klasse kurz aufblitzen, als der enorm lauffreudige Samir Neziri aus 18 Metern gegen die Latte schoss (18.). Wenig später starteten die Gastgeber einen mustergültigen Konter, den Torjäger Mirca Dzafic nach Zuspiel von Schnabel per Kopf zur BCF-Führung vollendete (21.). Wenig später wäre Dzafic fast sein zweiter Treffer gelungen. Nach einem Distanzschuss des BCF-Torjägers prallte der Ball in Billardmanier vom Pfosten an die Latte, ehe ihn Salcher noch vor der Linie zu fassen bekam. Ab der Chance von Hannes Huber, der BCF-Torhüter Armin Herbert aus 18 Metern prüfte, hatten die Penzberger dann den Respekt vor dem Gegner abgelegt. Kurz vor der Pause tankte sich Maximlian Kalus bis zur Grundlinie durch, nach dessen Pass in die Mitte rettete BCF-Spielertrainer Mitch Rödl in höchster Not.

Der zur Pause einsetzende Regen schien die guten Ansätze der Penzberger jedoch weggespült zu haben. Der BCF gab nach dem Wechsel wieder den Ton an. Bei guten Chancen von Jona Lehr (54., 56.) und Dzafic (58.) hatte Salcher aber das Glück des Tüchtigen. Nach einer guten Stunde befreiten sich die Gäste dann vom gegnerischen Druck. Der eifrige Sandu Poplacean, der auf der rechten Angriffsseite des FCP für viel Betrieb sorgte, leitete den Ausgleich ein. Seine Flanke landete am Arm von BCF-Abwehrchef Mustafa Kantar, der Schiedsrichter entschied sofort auf Elfmeter. Huber trat an und traf mit Glück zum 1:1 (63.): Sein Schuss prallte vom Innenpfosten ins Tor. Dieser Treffer zeigte beim BCF deutlich Wirkung. In der Folge ging die zuvor gezeigte Souveränität flöten und die Fehler häuften sich. Bei einem Freistoß in der eigenen Hälfte unterlief den Hausherren ein Fehlpass, sodass Kalus freie Bahn hatte und zum 2:1 für die Penzberger vollstreckte (68.). Die Wolfratshausener zeigten sich geschockt. Ihnen gelang in der Folge nichts mehr. Sepp Siegert verpasste bei einem Freistoß das dritte Tor noch knapp (78.). Das markierte dann aber Kalus, als seine Flanke immer länger wurde und zum 3:1 ins Kreuzeck fiel (83.). „Der Sieg ist vielleicht ein Tor zu hoch ausgefallen“, bekannte Dötsch.

Statistik

BCF Wolfratshausen – FC Penzberg 1:3 (1:0)

FC Penzberg: Salcher – Wiedenhofer, Samir Neziri, Huber (ab 70. Wirtl), Panholzer, M. Kalus (ab 88. Dzambas), Poplacean (ab 90.+3 Himmelstoß), Buchner, Krämer, Siegert, Hiry

Tore: 1:0 (21.) Dzafic, 1:1 (63.) Huber (Handelfmeter), 1:2 (68.) M. Kalus, 1:3 (83.) M. Kalus. 

Gelb-rote Karte: Wolfratshausen: Lehr (90.+4). 

Schiedsrichter: Alexander Schkarlat (SV Wielenbach). 

Zuschauer: 170

Quelle: Merkur.de

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