1. FC Penzberg durch Sieg gegen SV Ohlstadt im Pokal-Halbfinale

Siegert zufrieden mit seinem FC Penzberg: „Spielerisch überzeugend“

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Torjubel als Familiensache: Penzbergs Youngster Samir Neziri bejubelte seinen Treffer zum 4:2-Endstand im Pokalspiel gegen den SV Ohlstadt mit seinem Vater. 

Der FC Penzberg hat im Pokal weiter die BFV-Hauptrunde im Blick: Beim Kreisligisten SV Ohlstadt gewann der Bezirksligist das Gruppenfinale Mitte – auch, weil er rechtzeitig wieder in die Spur fand.

Ohlstadt Der 1. FC Penzberg gehört der vom Aussterben bedrohten Art der Pokal-Liebhaber an. Während sich viele Klubs den ganzen Stress in der Vorbereitung nicht mehr antun, meldet Josef Siegert sein Team Jahr für Jahr wieder an. Im Gegensatz zum Gros der unterklassigen Teams, die oft nur als Sparringpartner dienen, gibt es für den FCP wirklich etwas zu gewinnen: ein Ticket in der BFV-Hauptrunde des Toto-Pokals. „Absolut attraktiv“ findet das der sportliche Leiter. Vor allem die finanzielle Komponente. Ein Heimspiel gegen einen Bayern- oder Regionalligisten (die Kreissieger können sich nach einem Losverfahren ihre Gegner wählen) lockt dann doch mehr Zuschauer an als ein Bezirksliga-Spiel gegen Herakles München und Konsorten. Von diesem Preis sind die Penzberger nur noch zwei Siege entfernt. Mit einem 4:2 (2:1)-Erfolg am Dienstagabend bei Kreisligist SV Ohlstadt gewannen sie die Gruppe Mitte. Nächster Gegner ist am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) die SG Hausham (Sieger der Spielgruppe Ost). Dann mit neuem Trainer – Interimscoach Siegert präsentiert seinen Nachfolger am morgigen Freitag.

In Ohlstadt zeigte sich schön, was die Bezirks- von der Kreisliga unterscheidet. Das Mehr an Qualität auf allen Positionen entschied zugunsten des FCP. Während sich Ohlstadt in der zweiten Hälfte 30 Minuten bis zum Ausgleich mühte, reichte den Gästen direkt im Anschluss an das 2:2 (77.) eine Aktion, ein kleiner Fehler der Hausherren, für den entscheidenden Treffer von Maximilian Kalus zum 3:2 (80.). Der SVO stelle eine „gute Mannschaft mit guten Kickern“, lobte Siegert. Sein Team beging in der ersten Halbzeit gleich zwei Fehler: Zunächst baute Penzberg den Gegner durch das frühe 0:1 (6.) unnötigerweise auf. Nachdem der FC die Partie durch Treffer von Josef Siegert junior (21.) sowie Maximilian Panholzer (28./Elfmeter) gedreht hatte, schlich sich auch noch Selbstzufriedenheit ein. „Wir dachten, alles geht von alleine“, so Siegert. Eigentlich hätten die Gäste nur so weitermachen müssen wie in der halben Stunde nach dem 0:1. Der Ball lief, Ohlstadt rannte hinterher. „Spielerisch überzeugend“, befand Siegert.

Doch nach dem Wechsel passte nicht mehr viel zusammen. Nur gut, dass der FCP nach dem Ausgleich rechtzeitig aufwachte. In der Schlussphase gelang Talent Samir Neziri – der Bursche ist erst 17 Jahre und kickt mit Sondergenehmigung – das 4:2. Auf der linken Bahn hatte er sich ein schön feuriges Duell mit Levent Karaca geliefert. Entsprechend enthusiastisch fiel sein Jubel aus. Er rannte über das ganze Feld in die Arme seines Papas.

„Für Samir freut’s mich besonders“, betonte Siegert. „Der ackert, werkelt und bleibt am Boden.“ Erfreulich endete der Abend auch für Fazlican Verep. Im ersten Spiel nach seiner Knie-Operation unterlief ihm zwar ein Fehler, am Schluss war nur wichtig, dass der 23-Jährige wieder Fußball spielen kann.

Statistik

SV Ohlstadt 2
FC Penzberg 4

FC Penzberg: Salcher – Dzambas (46. Hiry), Wiedenhofer, Samir Neziri (74. Sabir Neziri), Panholzer, F. Verep, M. Kalus, Buchner, Krämer (46. Himmelstoß), Simic, Siegert. Tore: 1:0 (6.) Zach, 1:1 (21.) Siegert, 1:2 (28.) Panholzer (Elfmeter), 2:2 (77.) Schwinghammer, 2:3 (80.) M. Kalus, 2:4 (86.) Samir Neziri. Schiedsrichter: Rupert Schneider (SpFrd Bichl). Zuschauer: 220.

Quelle: Merkur.de

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