Der FC sichert sich den bayerischen Hallentitel

Berwein schießt FC Penzberg zum Titel

Jubel, Trubel, Heiterkeit: Lautstark bejubelten Penzberger Spieler und Fans den erstmaligen Gewinn des bayerischen Hallentitels. Eine eingeübte Standardsituation bringt Penzberg im Finale das entscheidende Tor
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Jubel, Trubel, Heiterkeit: Lautstark bejubelten Penzberger Spieler und Fans den erstmaligen Gewinn des bayerischen Hallentitels. Eine eingeübte Standardsituation bringt Penzberg im Finale das entscheidende Tor

Vor 900 Zuschauern besiegte der Bezirksligist im Endspiel den FC Eintracht Landshut und sicherte sich erstmals in der Vereinsgeschichte den bayerischen Hallentitel.

VON ROLAND HALMEL

Penzberg – Vor vier Jahren verhinderte eine denkbar knappe Finalniederlage nach Sechsmeterschießen gegen den Bayernligisten 1. FC Sand den Triumph auf Landesebene. Versäumtes holte der FC Penzberg jetzt bei den 38. bayerischen Hallenmeisterschaften in Dingolfing nach. Vor 900 Zuschauern besiegte der Bezirksligist im Endspiel den FC Eintracht Landshut mit 1:0 und sicherte sich damit erstmals in der Vereinsgeschichte den bayerischen Hallentitel in Bayern. „Das ist der Wahnsinn“, jubelte FCP-Kapitän Maximilian Kalus, ehe er sich mit seinem Teamkollegen zur Titelfeier verabschiedete. Die Penzberger sind nach dem SC Fürstenfeldbruck (1984, 1999) und dem FC Deisenhofen (2015) der dritte Verein aus dem Kreis Zugspitze, der den bayerischen Titel in der Halle gewann. Rekordsieger auf Bayern-Ebene ist der TSV Schwaben Augsburg, der den Titel insgesamt dreimal gewann (1988, 1989, 1998). Im vergangenen Jahr setzte sich der FC Grün-Weiß Ingolstadt (Kreisliga) durch.

„Das Niveau des Turniers war echt gut. Wir haben eine richtige Hammergruppe erwischt“, berichtete Sepp Siegert, Sportlicher Leiter beim FC. Ein großes Lob gab es auch für den Veranstalter: „Die Dingolfinger haben das super organisiert“, so Siegert, dessen Team im Endspiel auf die als Geheimfavorit gehandelten Landshuter traf.

„Eine harte, aber vertretbare Entscheidung“

Das Finale gegen den Kreisligisten begann mit einem Paukenschlag, da Landshuts Dario Vidovic nach einem Foulspiel an Christian Wiedenhofer, mit dem er eine klare Torchance verhinderte, früh die rote Karte sah (2.). „Eine harte, aber vertretbare Entscheidung“, urteilte Siegert. Sein Team wusste aus der anschließenden Überzahl aber kein Kapital zu schlagen. Die Penzberger blieben in der Folge spielbestimmend, sie ließen jedoch einige gute Chancen ungenutzt. Die Landshuter verzeichneten mit einem Freistoß, der an die Latte klatschte, allerdings auch eine hochkarätige Möglichkeit. In den letzten Minuten entwickelte sich dann ein offener Schlagabtausch mit dem glücklichen Ende für den FCP. 43 Sekunden vor der Sirene gelang Maximilian Berwein nach einem Einkick mit einem satten Schuss aus zwölf Metern der umjubelte Siegtreffer. „Da hat es sich ausgezahlt, dass wir am Tag zuvor noch Standards geübt haben“, freute sich Siegert über den Meisterschuss durch Berwein, der dem Team nachgereist war und erst ab dem dritten Gruppenspiel mitwirken konnte.

90 Sekunden vor Abpfiff fällt der Ausgleich

Im Halbfinale gegen den gastgebenden FC Dingolfing bestimmten die Penzberger in der Anfangsphase das Geschehen. Den Führungstreffer erzielten aber die Niederbayern (4.). Dem Rückstand rannte der FCP dann bis in die Schlussphase vergeblich hinterher. Erst 90 Sekunden vor dem Ende glich Marco Hiry mit einem Zehn-Meter-Strafschuss aus. Kurz danach bekamen die Penzberger nach einem Foul des Gegners einen weiteren Zehn-Meter-Strafschuss zugesprochen. Hiry traf erneut von der Linie und schoss den FCP in Front. Berwein besorgte wenig später mit einem Kontertor den 3:1-Endstand.

In der Gruppenphase blieben die Penzberger trotz starker Konkurrenz unbesiegt. Gegen den hoch gehandelten FC Gundelfingen (Tabellenführer der Landesliga Südwest) gewann der FCP nach einem Rückstand noch mit 2:1 (Tore: Sepp Siegert jun., Kalus). Danach spielten sie gegen Landshut, das sich später im Halbfinale gegen die SpVgg Weiden mit 2:0 durchsetzte, 1:1-Unentschieden. Die Führung der Niederbayern glich Siegert aus. Gegen den Mitfavoriten Türkspor/Cagrispor Nürnberg gewannen die Penzberger das letzte Gruppenspiel mit 3:0, womit sie sich Platz eins sicherten. Freuen durften sich am Ende auch noch Berwein und Siegert jun., die mit je drei Treffern gemeinsam die Torjägerkrone des Turniers eroberten (Ergebnisse siehe Sport in Zahlen).

Eine eingeübte Standardsituation bringt Penzberg im Finale das entscheidende Tor

Quelle: Merkur.de

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