Kampf um den 3. Liga-Aufstieg

Schweinfurt will Türgücü-Ataspor trotzen: „Die Meisterschaft ist das Ziel“

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Timo Wenzel (li.) und Björn Schlicke wollen mit Schweinfurt in die 3. Liga.

Der 1. FC Schweinfurt befindet sich derzeit im Umbruch. Im kommenden Sommer soll der Aufstieg in die 3. Liga gelingen. 

Die Chancen auf den Aufstieg in die 3. Liga sind für den 1. FC Schweinfurt in der kommenden Spielzeit so groß wie lange nicht. Nachdem die kleinen Bayern vor wenigen Wochen im Relegations-Krimi gegen den VfL Wolfsburg den Sprung nach oben gepackt haben, möchte der ehemalige Zweitligist im Sommer 2020 nachziehen. Dieser Traum könnte aber auch in dieser Saison zerplatzen.

Die vergangene Saison verlief - vorsichtig ausgedrückt - ernüchternd für den 1. FC Schweinfurt. 18 Punkte trennten die Schnüdel am Ende vom angestrebten Tabellenplatz eins. Auch deshalb haben die Verantwortlichen der Unterfranken einen Umbruch eingeläutet. Dieser fällt allerdings größer aus als ursprünglich geplant: „Wir mussten uns auf einigen Positionen verändern, teils ging das vom Verein aus, teils von den Spielern. Dass der Umbruch so groß ausfällt, war aber nicht geplant“, so Schweinfurts Sportlicher Leiter Björn Schlicke gegenüber dem Kicker. Bereits elf externe Neuzugänge konnte der Verein vermelden.  

Konkurrent Türkgücü-Ataspor setzt auf große Namen

Das alles klingt danach, als könnte der 1. FC Schweinfurt endlich seiner selbstgewählten Favoritenrolle gerecht werden. Wäre da nicht der SV Türkgücü-Ataspor München. Der Bayernliga-Meister ist kein normaler Aufsteiger. Die Regionalliga soll nur ein kleiner Zwischenschritt beim Durchmarsch in den Profifußball sein. Den Aufsteiger sieht auch Schlicke als größten Rivalen, nimmt deren Transferpolitik aber eher gelassen hin: „Wir und die Münchner sind derzeit allgegenwärtig, weil wir uns die letzten Tage ja in Sachen Neuverpflichtungen fast täglich gebattelt haben. Die haben da schon ein ambitioniertes Ziel, von der Bayernliga vielleicht gleich noch weiter hochzukommen als Regionalliga.“ 

Das untermauert der Umbruch, der um einiges größer als bei Schweinfurt ausfällt. Bis auf wenige Ausnahmen wird der komplette Kader ausgetauscht. Mit Reiner Maurer sitzt in der kommenden Saison ein prominenter Name auf der Trainerbank. Auch auf dem Platz werden einige bekannte Gesichter stehen. Dazu gehören unter anderem Patrick Hasenhüttl, Sohn von Southampton-Coach Ralph, und Karl-Heinz Lappe, der mehrere Jahre für die Bayern Amateure in der Regionalliga Bayern stürmte und zuvor auch für den FC Ingolstadt in der 2. Bundesliga aktiv war. 

Trotz der großen Namen und der finanziellen Möglichkeiten gibt sich Schlicke selbstgewusst: „Wir wollen oben mitspielen. Die Meisterschaft ist das Ziel.“

Auch andere Teams schielen in Richtung 3. Liga

Auch Schweinfurts Neuzugang Awata ist sich sicher, dass im Aufstiegskampf alles über die Unterfranken und den Aufsteiger laufen wird. „Schweinfurt ist ein sehr guter Verein und ich glaube, sie werden im nächsten Jahr mit Türkgücü-Ataspor um den Aufstieg in die 3. Liga kämpfen.“

Neben den beiden Topfavoriten werden aber noch andere Mannschaften im Meisterschaftskampf mitmischen, glaubt Schlicke: „Ich denke, dass auch noch ein paar andere Teams, die oben mitspielen wollen, nachrüsten werden.“ Damit dürften unter anderem der FC Memmingen und die SpVgg Bayreuth gemeint sein. Schon in der vergangenen Spielzeit gab es eine faustdicke Überraschung. Der VfB Eichstätt wollte zwar nicht aufsteigen, kämpfte aber dennoch bis kurz vor Schluss um den Meistertitel in der Regionalliga Bayern zog stattdessen in den DFB-Pokal ein. 

Neben den üblichen Verdächtigen gibt es noch die Wundertüten aus Nürnberg, Augsburg und Fürth. Die Reserve-Teams der beiden fränkischen Zweitligisten könnten aber nur dann aufsteigen, wenn die Profis den Sprung ins Oberhaus schaffen. Augsburgs erste Mannschaft müsste die Klasse halten, damit die U23 überhaupt in die 3. Liga aufsteigen könnte. 

Quelle: Merkur.de

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