Ehrenpräsident Haja geht auf SCF-Bosse los

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"Henry" grummelt: Ehrenpräsident Herbert Haja schimpft über seine Nachfolger.

SC Fürstenfeldbruck – Ohne Präsidiums-Beteiligung des gastgebenden SC Fürstenfeldbruck hat die Landesliga-Tagung zur Saisonhalbzeit traditionell in der Sportgaststätte des Vereins stattgefunden.

Die beiden amtsmüden Vereinsbosse Sigi Müller und Eckard Lutzeier hatten zu dem „Heimspiel“ lediglich Abteilungsleiter Alfred Thurner entsandt.

 „Wir konnten beide aus beruflichen Gründen nicht teilnehmen“, begründet Müller die Absagen. Das wiederum bringt einen der drei Ehrenpräsidenten des Vereins auf die Palme: „Eine Schande. Das hat es noch nie gegeben, dass sich der Verband selber begrüßen muss. Die sollten sich schämen“, wettert Herbert „Henry“ Haja vom Krankenbett aus.

Der Ex-Vize und Geldgeber, der 61 der mittlerweile 93 Vereinsjahre aktiv miterlebt hat, wird zurzeit im Kreisklinikum behandelt und dort „täglich von Mitpatienten auf die Zustände in meinem Club“ angesprochen. „Ich war bisher ruhig, aber jetzt reicht’s mir mit dem Saustall. Den Leuten geht’s nur noch ums Geschäft und nicht um den Verein.“

Gerüchteküche brodelt weiter

Christian Schmid hat sich mit dem Verein geeinigt.

Unterdessen kocht weiter die Gerüchteküche, wonach ehemalige Spieler aus finanziellen Gründen mit dem SCF im Clinch liegen. Einer davon ist Christian Schmid. Der Stürmer wird nach seiner schweren Verletzung vor mittlerweile eineinhalb Jahren wohl nie mehr Fußball spielen können. Müller bestätigt nun, dass es Unstimmigkeiten über die Auszahlung einer Sportinvaliden-Versicherung gegeben habe. Demnach habe ein Schriftstück gefehlt. „Das hat mündliche Nachverhandlungen mit Schmid nötig gemacht.“ Dies sei mittlerweile geschehen, das Thema damit ausgeräumt. Nach Tagblatt-Informationen waren sich Spieler und Verein uneins, wem der Versicherungsbetrag in angeblich fünfstelliger Höhe zusteht.

Ex-Kicker Janis Crone fordert 3.000 €

Janis Crone will noch 3.000 € Gehalt haben.

Während mit dem einen Ex-Spieler offenbar Einigkeit besteht, fordert der mittlerweile beim SC Oberweikertshofen tätige Janis Crone vom SCF noch ausstehende Gehaltszahlungen in Höhe von 3.000 Euro. Wie der Manager des Bezirksligisten, Brucks Ex-Präsident Uli Bergmann, dem Tagblatt sagte, habe Crone seine vertraglich zugesicherte Forderung per SMS an Müller und Lutzeier geschickt, bislang aber noch keine Antwort erhalten.

Ein weiterer noch offener Nebenkriegsschauplatz ist die Auseinandersetzung mit Vereinswirt Vassily Papatzelos. Ihm wurde vor seinem Weihnachtsurlaub in der griechischen Heimat ein Schreiben vom Rechtsanwalt des Vereins zugestellt. In dem wurden dem Gastronom 10 000 Euro angeboten, wenn er die Lokalität sofort und ohne Gerichtstermin räumen würde. Papatzelos lehnte ab. Weiterhin mit Spannung erwartet wird unterdessen die Jahreshauptversammlung, bei der nach Bilanz-Offenbarung und Entlastung die Präsidiums-Neuwahlen anstehen würden. Nachdem Müller und Lutzeier ihren Verzicht auf eine erneute Kandidatur erklärt hatten, haben aber bislang alle diskutierten Nachfolge-Kandidaten Absagen erteilt. Ein genauer Versammlungstermin steht immer noch nicht fest. „Voraussichtlich Anfang März“ will Müller die Mitglieder zusammenrufen. Aufgrund der einmonatigen Ladungsfrist müssen die Einladungen also innerhalb der nächsten zwei Wochen rausgehen.

von ad/lo/dm

Quelle: fussball-vorort.de

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