Zaric-Elf zu Gast bei den kleinen Kleeblättlern

1860 Rosenheim mit gutem Gefühl nach Mittelfranken

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Rosenheims Coach Zaric reist mit Zuversicht nach Fürth. F: Riedel

Durch den späten aber nicht unverdienten Ausgleich zum 2:2 Endstand vom letzten Spieltag gegen das Top-Team vom 1. FC Schweinfurt haben die Rosenheimer viel Selbstvertrauen getankt. Deshalb fährt das Team um Kapitän Matze Heiß durchaus optimistisch zur nächsten Auswärtspartie am Samstag nach Fürth. Zugegeben, die bisherige Bilanz auf des Gegners Plätzen – vier zum Teil deutliche Niederlagen und dabei bisher noch kein einziges eigenes erzieltes Tor  – lässt eigentlich die Brust nicht unbedingt auf ein Vielfaches anschwellen, aber der Punktgewinn gegen die „Schnüdel“ hat doch viele kleine Selbstzweifel im Team beseitigt.

„Unsere letzten Spiele waren sehr konstant, die Mentalität meiner Spieler dabei war und ist einfach herausragend. Wir wollen auf unsere zuletzt gezeigten Leistungen aufbauen und nun definitiv auch unser erstes Tor und unsere ersten Zähler auswärts holen“, gibt sich der Coach von 1860 Rosenheim zuversichtlich. Gegen Schweinfurt wäre sogar in der letzten Minute der Siegtreffer noch drin gewesen. Jedoch wurde, wie bereits eine Woche zuvor in Heimstetten, den Innstädtern in der Nachspielzeit eine vermeintliche Abseitsposition vom Schiedsrichter-Trio unterstellt. Beide Male wäre ein 60er Angreifer allein auf das gegnerische Tor zugelaufen, weitere fünf Zähler mehr auf dem Punktekonto (derzeit vier) wären u.U. drin gewesen. Aber hätte, wäre …, das Leben findet halt nicht im Konjunktiv statt. 

Deshalb sind Heiß, Räuber und Co. fest gewillt sowie überzeugt, nun die ersten Punkte außerhalb des Jahnstadions einzufahren. Auch die Statistik des Gegners lässt dieses Vorhaben als durchaus realistisch einstufen. Die Mannen von Trainer Petr Ruman und dessen spielendem Co. Daniel Adlung (Ex-Profi von 1860 München) gingen in den letzten drei Heimbegegnungen jeweils als Verlierer vom Platz. Zudem zogen die Spieler um Kapitän Dominik Sollfrank beim TSV Buchbach vor acht Tagen trotz früher 1:0 Führung noch mit 1:3 Toren den Kürzeren und blieben damit bei neun Zählern auf der Habenseite stehen. Also schweben die Mittelfranken derzeit auch nicht gerade auf einer Erfolgswelle – die Chance für 1860 Rosenheim.

Jedoch hebt der Gäste-Coach warnend seinen Finger und mahnt eindringlich: „die Fürther haben eine brutale Qualität am Ball. Sollten sie ins Rollen kommen, sind sie nur schwer zu stoppen. Wir müssen wieder an unsere Leistungsgrenze kommen und mit Leidenschaft ans Werk gehen, dann können wir auch aus Fürth was mitnehmen“.

Am Unternehmen „Erste-Auswärtszähler“ können neben den bekannten Langzeitverletzten (Eminoglu, Tomic) auch der noch gesperrte Omer Jahic sowie der am Finger verletzte Max Mayerl nicht teilnehmen. Der kurzfristig verpflichtete Torhüter Marius Herzig gehört hingegen ebenso wie der zuletzt krankheitsbedingt fehlende Michael „Mike“ Neumeier, sowie Sturmtank Markus „Siedler“ Einsiedler wieder zum Kader des TSV 1860. Letzterer konnte bereits gegen Schweinfurt kurzfristig und überraschend eingesetzt werden. Quasi vom Flughafen, nach der Rückkehr aus den Flitterwochen, direkt auf den Rasen. Für den Ur-Sechzger also von einem Vergnügen sofort ins nächste …

Die Vorzeichen stehen für die Rosenheimer Truppe also durchaus positiv. Da auch die Angreifer der Rothosen seit letzter Woche wieder ins Schwarze treffen – Neuzugang Andrija Bosnjak sowie Sturmdribbler Danijel Majdancevic beendeten beide ihre Torkrise – spricht eigentlich einem guten Spiel mit erfolgreichem Ausgang für die Gäste vom Inn nichts dagegen. Aber wie erwähnt, verfügt die Fürther Heimelf über klasse Fußballer, die zudem einen sehr gepflegten Ball spielen können. 

Dieser hohen fußballerischen Qualität müssen die Jungs der beiden Trainer Ogi Zaric und Thomas Kasparetti erst noch Herr werden bzw. dagegen halten. Sollte dies der Fall sein, ist aber wirklich alles drin. Es wäre schon nicht ganz unbedeutend, wenn die Mannschaft weitere Zähler einfahren und das Konto von derzeit lediglich fünf Punkten weiter auffüllen könnte. Zudem herrscht ja bekannter weise in Rosenheim auf Grund des Herbstfestes Ausnahmezustand. Während dieser Phase war der TSV in der Vergangenheit schon immer überdurchschnittlich erfolgreich. Hoffentlich kann diese Bilanz auch beim Spiel in Fürth fortgesetzt werden.

Quelle: fussball-vorort.de

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