Handball

HT-Damen verteidigen Vier-Punkte-Vorsprung

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Die Mannschaft war zur Pause schon einige Minuten in der Kabine verschwunden, da berieten sich HT-Coach Oliver Götsch (r.) und sein Co-Trainer Anton Gebert immer noch auf dem Spielfeld. Das intensive Vier-Augen-Gespräch brachte eine spielerische Steigerung, doch keine Verbesserung des Resultats. Nach dem 11:11-Halbzeitstand endete das Spitzenspiel 21:21.

Zwei Serien gingen beim 21:21 (11:11) im Landesliga-Spitzenspiel zwischen den Handballerinnen des SV München Laim und von HT München zu Ende.

VON UMBERTO SAVIGNANO

Taufkirchen/Unterhaching – Zwei Serien gingen beim 21:21 (11:11) im Landesliga-Spitzenspiel zwischen den Handballerinnen des SV München Laim und von HT München zu Ende: „Wir haben unsere weiße Weste verloren, sie haben ihre weiße Heimweste verloren“, sagte Oliver Götsch, Trainer des Tabellenführers aus dem Hachinger Tal, nach dem ersten Punktverlust im 13. Saisonspiel, der aber zugleich einen wertvollen Zähler beim zuhause bis dahin stets siegreichen Zweiten bedeutete. So bleibt der Abstand zwischen den Top-Teams nach Abschluss der Vorrunde bei vier Punkten.

Das Götsch-Team begann nicht mit so breiter Brust, wie es von einem Spitzenreiter mit optimaler Ausbeute zu erwarten sein könnte: In der Anfangsphase schlichen sich einige unnötige Ballverluste ein. Konter hatte der HT-Coach unbedingt vermeiden wollen, doch Laims 11:9-Führung (25.) war vor allem sechs schnellen Gegenstößen zu verdanken. Bis zur Pause kämpfte sich der Tabellenführer aber wieder heran, der bis dahin schönste Angriff brachte durch Kira Sebald den 11:11-Halbzeitstand. „Die Nervosität war am Anfang zu spüren“, räumte Götsch ein, er zollte allerdings auch dem Gegner Respekt: „Es ist schwierig zu verteidigen, weil die Laimerinnen bei den Kontern wirklich abgehen. Aber in der zweiten Halbzeit haben wir es besser gelöst.“

Nach dem Wechsel kam die Spielgemeinschaft aus Taufkirchen und Unterhaching tatsächlich immer besser in Fahrt, holte mit dem 14:16 durch Melanie Johannsens Siebenmeter (47.) erstmals einen Zwei-Tore-Vorsprung heraus.

Laim ließ nicht locker, tastete sich immer wieder heran, doch mit dem 19:21 durch Sebalds schönen Lob (57.) schienen die Gäste drauf und dran, ihre Siegesserie fortzusetzen. Die Gastgeberinnen kämpften aber unverdrossen weiter, erzielten 90 Sekunden vor Schluss den Ausgleich und hatten nach dem HT-Ballverlust 45 Sekunden vor dem Ende sogar die Chance, als Gewinner vom Feld zu gehen. Nachdem sein Team dieses finale Zittern ohne Schaden überstanden hatte, meinte Götsch: „Vom Spielverlauf her war es nach den letzten zehn Minuten vielleicht ein verlorener Punkt. Aber insgesamt war es ein gerechtes Ergebnis. Ich bin zufrieden mit dem Unentschieden. Es war ein gutes Spiel und man hat gesehen, dass Laim richtig stark ist.“

Genau aus diesem Grund hatte der Trainer auch viel Spaß an dem spannenden Handballabend: „Das war die erste Mannschaft, die uns 60 Minuten lang alles abverlangt hat. Für mich war es das schönste Spiel der Saison, weil auch ich als Trainer da mehr gefordert bin.“

Eine echte Herausforderung wartet laut Götsch aber auch am kommenden Samstag (17.30 Uhr) beim Vierten Kissinger SC, obwohl dieser schon neun Punkte hinter seinem Team liegt: „Das wird definitiv eine knifflige Aufgabe, denn Kissing ist eine unangenehme Mannschaft.“

HT München: Gaigl/Michlein; Sebold (3), Stephan (4/1), Menrath, S. Geray (1), Nagel (2), Lachner (2), Johannsen (8/2), Cesinger, Stadler (1), A. Geray, Meyer

Quelle: Merkur.de

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