Fußball - 3. Liga

Haching mit gnadenloser Effektivität

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Hachinger Jubel in Jena: Ein 3:0-Auswärtssieg muss schließlich gefeiert werden. 

Gnadenlose Effektivität und in der ersten Halbzeit ganz viel Glück: Das waren die Hauptzutaten des Auswärtsspiels beim FC Carl Zeiss Jena. Die SpVgg Unterhaching beendete mit einem 3:0-Erfolg ihre kleine Krise und feierte nach zwei Niederlagen in Folge wieder einen Sieg.

Unterhaching – „Der Spielverlauf war glücklich für uns. Wir können in der ersten Halbzeit in Rückstand geraten, dann wird es hier sehr schwer“, gab SpVgg-Trainer Claus Schromm nach dem Abpfiff zu. Der Tabellenletzte war in der ersten Halbzeit die klar dominierende Mannschaft, scheiterte aber mit besten Möglichkeiten, während die Hachinger lediglich zwei Entlastungsangriffe zu Stande brachten, diese aber jeweils zu Toren nutzten. „Perfektes Ergebnis“, sagte Hachings Co-Trainer Patrick Irmler zur Pause. Als „einen Witz“ empfand das 0:2 nach 45 Minuten Jenas Geschäftsführer Chris Förster.

Mit einer Dreifach-Riesenchance hätten sich die Gastgeber in der 15. Minute für ihren couragierten Auftritt belohnen können. Doch zuerst scheiterte Kircher nach einem feinen Spielzug an Hachings Schlussmann Nico Mantl, dann schlenzte Pagliuca den Ball an die Querlatte, dort landete schließlich auch noch der folgende Flugkopfball von Eckardt. Neun Minuten später musste Mantl per Faustabwehr erneut retten – ehe Unterhaching den ersten vollständigen Angriff eiskalt zum 0:1 nutzte. Einen präzisen Steilpass von Sascha Bigalke nach Felix Schröter perfekt an, mit einem satten Linksschuss aus 15 Metern brachte er die SpVgg in Führung. Die nächste dicke Chance hatte Jena, als Mantl mit einer Fußabwehr gegen Obermair rettete (45.). Die Antwort folgte wieder umgehend auf der Gegenseite: Niclas Stierlin hielt seinen Haarschopf noch in einen Freistoß von Alexander Winkler, Ball im Tor, 0:2.

Eine höchst schmeichelhafte Führung für die Hachinger, die jedoch den bis dahin aktiven und mutigen Hausherren nachhaltig die Energie raubte. Im zweiten Durchgang blieb Jena harmlos. Nach einer Stunde reichte den Gästen wieder eine Standardsituation, um auf 0:3 zu erhöhen.

Wieder zog Winkler den Ball vors Tor, diesmal hielt Verteidiger Paul Grauschopf den Fuß hin. Für ihn und auch Stierlin waren es jeweils die ersten Saisontore. Gabrieles Kopfball, den Mantl hielt (76.), war Jenas einzige Chance im 2. Durchgang. Haching hätte in der Schlussphase durch die eingewechselten Maximilian Krauß (84.) und Florian Dietz (91. und 92.) sogar noch erhöhen können.

„Am Ende ist es ein verdienter Sieg für Unterhaching“, musste FC-Trainer Rico Schmitt schließlich eingestehen, „wenn man beste Chancen nicht nutzt, geht das meistens nach hinten los.“ Torschütze Grauschopf strahlte nicht nur wegen seines Premieren-Treffers im Profifußball übers ganze Gesicht: „Wir können sehr zufrieden sein, das Ergebnis ist top. Das haben wir auch gebraucht nach den zwei Niederlagen und unserer kleinen Misere. Vor allem kämpferisch waren wir brutal da. Das war die Vorgabe und das haben wir gut umgesetzt.“

In der Tat war der Auftritt genau so verordnet worden, spielerische Akzente diesmal gar nicht erst als Haupteigenschaft gefordert. „Die Grundtugenden waren letzte Woche das große Thema“, verriet Co-Trainer Irmler, „und da kann man den Jungs nichts vorwerfen.“ Auch Schromm lobte das Engagement seiner Elf: „Man hat 90 Minuten gesehen, dass sich die Jungs brutal reingeschmissen haben und das Spiel gewinnen wollten.“

Zum Ende des Fußball-Jahres hat die SpVgg nun noch zwei Heimspiele vor der Brust: Den Vorrunden-Abschluss gegen Tabellenführer Duisburg und gegen den wiedererstarkten 1. FC Kaiserslautern, der den Tabellendritten Halle 1:0 bezwang.

Grauschopf und
Stierling schießen
ihre ersten Tore

Quelle: Merkur.de

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