Türkgücü nur noch einen Punkt hinter Aufstiegsplätzen

„Wahnsinn“ - Schmidt adelt Kämpfer Fischer bei Sliskovics Rache-Gala

Gewohnt treffsicher: Sliskovic, Doppeltorschütze für Türkgücü München.
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Gewohnt treffsicher: Sliskovic, Doppeltorschütze für Türkgücü München.

Türkgücü München lauert nach dem Sieg gegen den MSV Duisburg hinter den Aufstiegsplätzen auf Rang fünf. Bei einem Spiel weniger hat der Aufsteiger einen Zähler Rückstand.

  • Türkgücü München hat mit einem 2:1-Sieg am Samstag im Olympiastadion gegen den MSV Duisburg Rang 5 der Tabelle erobert.
  • Mann der Partie war Petar Sliskovic, der beide Treffer gegen seinen Ex-Verein erzielte. 
  • Ein Sonderlob bekommt Dauerläufer Kilian Fischer von Trainer Alexander Schmidt.

München – Der Torgarant lieferte auch am Samstag gegen den MSV Duisburg wieder ab. Drei Minuten waren in der zweiten Halbzeit vergangen, da stand Petar Sliskovic goldrichtig und schob den Ball aus acht Metern zum 1:0 für Türkgücü München ins Tor. Die Vorlage kam – natürlich – von Sercan Sararer.

Türkgücü München: Petar Sliskovic zeigt es dem Ex-Klub MSV Duisburg

„Gerade für den Petar hat es mich besonders gefreut, dass er heute wieder getroffen hat, gerade in einem Spiel, das für ihn wichtig war“, sagte Coach Alexander Schmidt nach 90 Minuten und dem 2:1-Erfolg. Ende August wechselte Sliskovic von Duisburg zu den Münchnern, bei den Zebras erlebte er eine äußerst unglückliche Zeit. Unter dem mittlerweile entlassenen Torsten Lieberknecht wurde der Stürmer meist nur eingewechselt. 

Vielleicht war es auch wichtig für sein Ego“, sagte Schmidt über die Leistung seines Schützlings. Denn „Slisko“ erzielte auch den zweiten Treffer (66.) für München nach Vorbereitung von Ünal Tosun. Der Mann des Spiels schoss seinen Ex-Verein also mit den Saisontoren sieben und acht im Alleingang ab: „Wenn man frei im Kopf ist und der Trainer einem vertraut, zahlt man das auch zurück.“

Türkgücü München: Ünal Tosun kommt immer besser in Fahrt

Schmidt hatte vor der Partie im Olympiastadion eine Steigerung von seiner Mannschaft im „kämpferischen und läuferischen“ Bereich gefordert. In der ersten Halbzeit presste Duisburg jedoch mit einer hohen Intensität, die Gäste kamen etwa durch Arnold BudimbuRené Vollath parierte zweimal stark – und Kapitän Moritz Stoppelkamp zu guten Torchancen: „Wir mussten die ein oder andere brenzlige Situation überstehen“, sagte Schmidt.

Doch in der zweiten Hälfte – bedingt auch durch den frühen Treffer von Sliskovic – agierten die Münchner zunehmend sicherer. Vorne waren die flinken Sararer und Ünal Tosun nahezu an jedem Angriff beteiligt. Der 28-jährige Tosun kommt für Türkgücü immer besser in Fahrt und überzeugte nicht nur aufgrund der Vorlage beim 2:0. Das sieht auch der Trainer so: „Er hat das Herz an der richtigen Stelle und gibt 1000 Prozent für den Verein.“

Türkgücü München über Kilian Fischer: „Läuferisch und kämpferisch Wahnsinn“

Der Liganeuling vergab in der Folge zahlreiche hochkarätige Torchancen, Sliskovic hatte das 3:0 schon auf dem Fuß, vergab jedoch freistehend (71.). Duisburg konnte durch den Elfmetertreffer von Vincent Vermeij (89.) nach einem Foul von Alexander Sorge aber nur noch zum 2:1 verkürzen. 

Schmidt lobte die Mannschaftsleistung und hatte noch ein Extra-Kompliment übrig: „Wenn ich einen Kilian Fischer hernehme, was der heute geleistet hat, läuferisch und kämpferisch, ist das der Wahnsinn.“

(Nico-Marius Schmitz)

Quelle: Merkur.de

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