„Es hat einfach alles zusammengepasst“

Drei Tore in sechs Minuten - Haching dreht kurioses Spiel

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Stefan Schimmer leitete mit einem Doppelpack die Aufholjagd der Hachinger ein. 

Was für ein Spiel zwischen der SpVgg Unterhaching und den Würzburger Kickers. Mit zwei Treffern in der Nachspielzeit siegte die Schromm-Elf in einer spektakulären Partie. 

Unterhaching– Erst der erfolgreiche Börsengang, dann ein irres Happy-End gegen die Würzburger Kickers – die Spielvereinigung Unterhaching befindet sich in permanenter Feierlaune. Und dies mit Hilfe von „ganz oben“. So lag das Drittliga-Team von Trainer Claus Schromm am Samstag nach 56 Minuten 2:4 in Rückstand. Dann sorgte ein heftiges Gewitter für eine längere Spielunterbrechung. Würzburg verlor den Faden und die Gastgeber legten ein unglaubliches Finale hin – mit drei Toren in sechs Minuten. Dadurch gewannen sie das bayerische Duell gegen die Unterfranken noch 5:4.

„Dieses Spiel hatte wirklich viele Geschichten. Wir lagen nach sieben Minuten mit 0:2 in Rückstand, befanden uns vor der Regenpause mental im Tief, die Mannschaft hat den Glauben aber nie verloren und dann hat uns auch noch der Herrgott geholfen“, sagte Schromm, den der Spielverlauf viele Nerven gekostet hatte. Die ohne sechs verletzte Stammspieler angetretenen Gastgeber legten einen fatalen Start hin, nach acht Minuten lagen sie 0:2 in Rückstand. Dann musste auch noch Max Dombrowka wegen eines eingeklemmten Nerv vom Platz.

In dieser Phase nährte Stefan Schimmer mit zwei Treffern die Hoffnung auf eine Wende, eher der Ex-Hachinger Dominik Widemann die alten Kollegen mit einem Doppelpack schockte. Würzburg hatte einige Kontermöglichkeiten, um die Hachinger endgültig in die Knie zu zwingen. Dann sorgten Blitz, Donner und ein Wolkenbruch für eine 15-minütige Pause.

„Der Regenguss hat uns nicht gut getan. Wir waren nach 88 Minuten noch der Sieger. Was dann kam, das hat wehgetan“, sagte der frustrierte Kickers-Trainer Michael Schiele. In der 88. Minute verkürzte der eingewechselte Christoph Ehlich mit seinem ersten Drittligator auf 3:4. Zwei Minuten später landete ein Freistoß von Alexander Winkler zum 4:4 im Netz. Die Würzburger verloren jeglichen Zugriff, und in der Nachspielzeit erzielte der Neu-Hachinger Moritz Heinrich das 5:4 „Es hat einfach alles zusammengepasst“, sagte das einstige 1860-Talent. „Für uns ist das saugeil, für die Kickers natürlich bitter. Wir hatten in der Schlussphase einfach mehr Kraft.“ Für ihn sei es „überragend“, das Spiel entschieden zu haben: „Da gibt es wenig Schöneres – vor allem nach so einem kuriosen Spiel.“

Der Ex-Löwe hatte mit seinem Tor für einen Freudentaumel im Sportpark gesorgt. Die Gratulationstour von Hachings Präsident Manfred Schwabl nach Schlusspfiff zog sich noch lange hin.

Quelle: Merkur.de

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