Aufsteiger verspielt 2:0-Führung gegen Kellerkind MSV Duisburg

Türkgücü erklärt Fehlen von Sararer: Pause für Totopokal gegen Unterhaching

Sercan Sararer fehlte im Kader von Türkgücü München gegen den MSV Duisburg.
+
Sercan Sararer fehlte im Kader von Türkgücü München gegen den MSV Duisburg.

Serdar Dayat war stinksauer. „Zu sehr. Sieht man doch oder?“, raunzte der Trainer von Türkgücü München auf die Frage der MagentaSport-Reporterin, wie verärgert er sei.

Duisburg/München – Fünf Minuten zuvor hatte seine Mannschaft kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer zur 2:3-Niederlage am Samstag beim MSV Duisburg kassiert. Dem Tor war jedoch ein klares Foulspiel an Münchens Yi-Young Park vorausgegangen. „Ich könnte den Ball auch einfach ins leere Tor einschieben. Wenn der Gegner sich so freut, nach so einem Tor, dann bitteschön“, sagte Dayat.

Der Frust des 51-Jährigen war verständlich. Türkgücü hatte wie schon gegen Rostock eine überzeugende erste Halbzeit abgeliefert, dieses Mal sogar zweimal getroffen. Und das ohne Sercan Sararer. Die Münchner wollen die Option auf eine Vertragsverlängerung ziehen, um ihren wichtigsten Spieler ein weiteres Jahr zu binden oder zumindest eine hohe Ablösesumme zu erzielen. Sararer drängt hingegen auf einen Wechsel im Sommer. Von einer Suspendierung des Kapitäns wollte man bei Türkgücü jedoch nichts wissen. „Wir haben ihm eine Pause gegönnt“, sagte Dayat. Geschäftsführer Max Kothny sprach von „Rotation“, da man am Mittwoch (Totopokal gegen Unterhaching) ein „extrem wichtiges Spiel“ habe. 

Maier und Awoudja bringen Türkgücü München zur Halbzeit in Führung

Doch auch ohne Sararer lief es zunächst. Erst verwandelte Lucas Röser nach einem Zuspiel von Sebastian Maier (8.), Leihspieler Maxime Awoudja legte mit einem wuchtigen Kopfball nach (41.) – erneut glänzte Ex-Löwe Maier als Vorbereiter. „Wir müssen konzentriert weiterspielen“, mahnte Co-Trainer Andreas Pummer in der Halbzeit. In der Realität sah es dann so aus: Zwei Minuten nach Wiederanpfiff traf Duisburgs Bouhaddouz zum 1:2, Türkgücü verlor immer mehr den Faden. Stoppelkamp glich per Elfmeter aus (66.). Und auch der eine Punkt war Türkgücü nicht vergönnt. Nach dem Foul an Park traf Ademi in der 88. Minute zum 3:2-Sieg der Duisburger.

„Es ist für mich unerklärlich. Wir haben einen Gegner, der unten drin steht, eigentlich schon am Boden. Wir müssen bisschen mehr Männerfußball spielen“, sagte Maier. Ob Sararer zum Männerfußball am Mittwoch gegen Haching wieder beitragen kann? „Man muss gucken, wie er sich körperlich fühlt. Wir entscheiden es am Dienstag“, sagte Dayat. nms

Quelle: Merkur.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Kommentare