Sieg in Kirchheim: Zebras galoppieren Richtung Spitze

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Ferdinand Kotzel hielt seinen Kasten sauber.

Eching – Der Auftritt hatte viel von der Abgeklärtheit einer Spitzenmannschaft: Beim klaren 3:0 (0:0)-Auswärtssieg des TSV Eching in Kirchheim machten nur die eigene Chancenverwertung und der zeitweise kaum noch bespielbare Platz den Echinger „Zebras“ das Leben schwer.

Statistik

Aufstellung:

Kozel 3 – Potenza 3, Edlböck 3, Züfle 3 (81. Bacic), Schindler 2 (62. Deutschmeyer) – Bircan 2, Hoffmann 3, Rödl 3, Enckell 3 (72. Christophersen) – Eichler 2 – Hrgota 3.

Tore: 0:1 Eichler (54.), 0:2/0:3 Hrgota (86./88.).

Schiedsrichter: Dominik Strebel (Moosburg).

Zuschauer: 120.

Die Gäste bestimmten vom Anpfiff weg die Partie gegen den Kirchheimer SC, der sich fast ausschließlich auf die Defensive konzentrierte. Eren Bircan hätte in der zweiten Minute schon das 1:0 machen müssen. Und als Peter Enckell alleine auf das Tor zulief, wurde er zu Unrecht wegen Abseits gestoppt.
Es regnete von der ersten Spielminute an. Und der Niederschlag wurde immer stärker, bis nach gut einer halben Stunde das Wasser auf dem Platz stand. Fußball war nur noch Glückssache, es drohte ein Abbruch. Der Kirchheimer Monsunregen half allerdings insbesondere den Gastgebern, deren fußballerische Defizite damit getilgt waren: Als ein Querpass auf Höhe der Mittellinie in den Fluten hängenblieb, lief Florian de Prato alleine auf das Tor zu, hob den Ball aber genau in die Arme von TSV-Torwart Ferdinand Kozel (42.). Noch bitterer wurde es in der 44. Spielminute, als Christopher Schindler einschussbereit einen Meter vor dem Kasten auf Enckells Traumflanke wartete. Doch der Ball blieb zwei Meter vor ihm liegen. Keine 60 Sekunden später traf Fabijan Hrgota nach einem aus der Mauer abgeprallten Freistoß die Latte.

Nach dem Wechsel hatte sich das Unwetter gelegt

Nach dem Seitenwechsel hatte sich das Unwetter wieder gelegt. Das Grün war wieder wunderbar bespielbar – und Eching dominierte nach Belieben. Das erste Tor gelang Robert Eichler mit einem perfekten Flachschuss aus 20 Metern. In der Folgezeit vergaben die Echinger unglaubliche Konterchancen: So scheiterte Hrgota am Keeper (70.). Und Bircan war schon an ihm vorbei, wurde kurz vor der Torlinie aber noch von einem Verteidiger abgelaufen (75.). Das hätte sich fast gerächt, als Kirchheim aus dem Nichts einen Pfostenschuss hatte (76.). Mit zwei späten Toren von Fabi Hrgota (86./88.) wurde das Resultat dann doch standesgemäß. Wären die Treffer früher gefallen, hätte Eching den KSC abschießen können.

Co-Trainer Romeo Edsperger zeigte sich anschließend auch sehr zufrieden, weil sein Team den Gegner fast die gesamten 90 Minuten dominiert habe. Das bestätigte auch der Kirchheimer Coach Ivica Coric, für den „Eching eine Klasse besser war“. Auch über die vielen vergebenen Großchancen sah Edsperger gerne hinweg. „Denn da kam einiges zusammen. Das hatte auch mit dem Platz zu tun.“ Nach getaner Arbeit am Freitagabend registrierten die Echinger, dass die ganze Liga für sie spielte. Die Topteams Kirchanschöring und Garching verloren, so dass der TSV nun Zweiter mit nur drei Punkten Rückstand auf die Spitze ist.

von Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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