460 Mückenstiche beim Spiel - Eichenaus Handelshauser in Klinik eingeliefert

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Natürlich wurde ich schon öfter gestochen. Aber bei dieser Masse ist offenbar das Ende der Fahnenstange erreicht - Tobias Handelshauser Spielertrainer beim FC Eichenau

Seit 32 Jahren spielt Tobias Handelshauser Fußball in Eichenau. Bis auf die bei diesem Sport üblichen Verletzungen ist nie etwas passiert. Doch nun verbrachte der mittlerweile 38-Jährige eine Nacht im Krankenhaus, weil er auf dem Platz attackiert wurde – nicht von der gegnerischen Elf, sondern von einem Mückenschwarm.

Eichenau – Als Spielertrainer der Eichenauer Ü32-Senioren hatte sich Handelshauser am Freitagabend auf den Weg zum Punktspiel nach Dießen gemacht. Schon als sie am Ammersee angekommen waren, fielen ihm die vielen Mücken auf. „Wir waren schon froh, als wir nach dem Aufwärmen noch mal in die Kabine durften.“ Und als wenn er nicht nur die spätere 1:3-Niederlage geahnt hätte, sagte er zu seinem Schützlingen: „Heute lassen wir Blut in Dießen.“

Und tatsächlich: Zurück auf dem Platz, gingen die kleinen Plagegeister zum Generalangriff über. Schiedsrichter Hubert Jerouschek (Wielenbach) blieb davon ebenso nicht verschont wie die 22 Fußballer auf dem Feld. Zur Pause (1:0) waren alles schon mit Stichen übersät. Am schlimmsten aber sah Handelshauer aus. Und er spürte es auch in der Kabine: „Ich hatten Schwellungen im Gesicht, meine Lippen fühlten sich pelzig an.“ Trotzdem ging er noch mal zurück auf den Platz. Zehn Minuten bevor Jerouschek abpfeifen sollte, war für den Eichenauer Oldie-Kicker aber Schluss mit lustig. Die Mücken hatten ihn in die Knie gezwungen.

Die Symptome waren so schlimm, dass sich Handelshauser direkt ins Krankenhaus nach Landsberg bringen ließ. „Dort hörten die Ärzte bei 460 Stichen auf zu zählen.“ Was der 38-Jährige außerdem dort erfuhr: Er reagiert allergisch auf Mückenstiche. „Natürlich wurde ich schon öfter gestochen. Aber bei dieser Masse ist offenbar das Ende der Fahnenstange erreicht.“ Die Ärzte behielten ihn sicherheitshalber zur Beobachtung eine Nacht in der Klinik. Am nächsten Morgen waren die Schwellungen abgeklungen und Handelshauser bereits wieder so fit, dass er direkt vom Krankenhaus zum Relegationsspiel der Eichenauer Kreisliga-Elf nach Issing fuhr. Dort stachen die sportlichen Trümpfe, weshalb es mit dem geschafften Nichtabstieg ein doppeltes Happy End für Handelshauser gab.

Quelle: Merkur.de

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