Lattenkracher sorgt für Schrecksekunde

Tor in der 89.: Riglewski schon wieder Matchwinner

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Enge Partie: Heimstetten (Özgür Sütlü; links) ergattert mit Glück drei Punkte gegen Kirchanschöring.

Der SV Heimstetten wursteltsich zum dritten Sieg in Serie. Gegen Kirchanschöring gewinnt der Bayernligist etwas glücklich aber nicht unverdient mit 2:1 – mehrerer Rückschläge zum Trotz.

In der 92. Minute segelt die Kugel noch mal in die Hälfte des SV Heimstetten. Dort lässt Manuel Jung vom SV Kirchanschöring den Ball von der Brust abtropfen, vollführt eine halbe Drehung und zieht volley aus 22 Metern ab. „Aus meiner Position sah’s erst so aus, als würde der Ball drüber gehen“, wird SVH-Interimstrainer Borislav Vujanovic später sagen. Doch dann verliert der Gewaltschuss an Hö- he, und auch Torwart Marijan Krasnic streckt sich vergeblich. Beim Stand von 2:1 für Heimstetten könnte dies der Last-Minute-Ausgleich sein – und die letzte spektakuläre Wendung in einer rasanten Partie.

Doch Jungs Volleykracher verfehlt das Ziel um Zentimeter, klatscht an die Latte – und nur Sekunden später pfeift der Schiedsrichter ab. „Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn das Spiel am Ende Unentschieden ausgeht“, gesteht Vujanovic. „Diesmal hatten wir sicher etwas Glück. Aber das haben wir uns auch erarbeitet.“ Dabei ist die Ausgangslage alles andere als gut: In Sebastiano Nappo und Orhan Akkurt fehlen jene zwei Spieler verletzt, die bis dato 24 der 35 Heimstettner Tore erzielt haben. Dazu müssen die Gastgeber auf Memis Ünver verzichten, der auf einer Hochzeit weilt. Und als wäre das nicht genug, humpelt nach 21 Minuten auch noch Neuzugang Volkan Yaman vom Feld, weil er einen Schlag auf den Oberschenkel bekommen hat. Kurz zuvor hätte der SVH freilich schon in Führung gehen müssen. Denn nach einer feinen Kombination mit Manuel Duhnke steht Özgür Sütlü frei vor dem Tor, schießt aber den Keeper an.

In der Folge plätschert die Partie vor sich hin, ehe die Platzherren nach dem Seitenwechsel mit mehr Schwung zu Werke gehen. Der Lohn: Nach knapp einer Stunde setzt Daniel Steimel einen herrlichen Duhnke-Pass zielgenau ins Kreuzeck – Saisontor Nummer drei für den nimmermü- den Rackerer. Nun hat Heimstetten eigentlich alle Trümpfe in der Hand, „doch leider haben wir dann komplett den Faden verloren und waren verunsichert“, moniert Vujanovic. So kommt Kirchanschöring erst zum 1:1-Ausgleich und hat danach sogar die Chance aufs Führungstor. Doch einen Schuss von Manuel Omelanowsky lenkt Krasnic soeben noch über die Latte. Der Keeper hat diesmal außerplanmä- ßig den Vorzug vor Markus Aigner erhalten.

Eigentlich hatte das Trainerteam beide Torhüter im steten Wechsel aufstellen wollen. „Doch im Moment hat Marijan einfach die Nase vorne“, sagt Borislav Vujanovic. Dank Krasnic’ Parade bleibt es beim 1:1 – bis zur 89. Minute. Da schickt der eingewechselte Ali Kartal den flinken Lukas Riglewski in die Gasse, und der zirkelt das Leder aus acht Metern ins kurze Eck zum umjubelten 2:1. Eine Schrecksekunde samt Lattentreffer später ist das Spiel vorbei, und der dritte Heimstettner Sieg in Folge besiegelt.

SV Heimstetten – SV Kirchanschöring 2:1 (1:1)

SVH: Krasnic, Paul, Müller, Kubina, Yaman (22. Sträußl), Steimel, Steppan, Riglewski, D. Schmitt (79. Kartal), Sütlü, Duhnke (90. Lüders).

Tore: 1:0 Steimel (57.), 1:1 Schmidhuber (79.), 2:1 Riglewski (89.).

Schiedsrichter: Jochen Gschwendtner (SSV Wurmannsquick)

Zuschauer: 210.

Quelle: fussball-vorort.de

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