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A-Klasse 6 kompakt

Ohlstadt II und Eschenlohe stecken unten fest – Uffing II kämpft, aber verliert

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Den verdienten 1:0-Führungstreffer für die SG Oberau  erzielt Dominik Korthals (l.) gegen den Krüner Torhüter Constantin Lutz.

Wenn der Kopf nicht passt – passt gar nichts. Dieses ungeschriebene Gesetz mussten die Eschenloher Fußballer erleben. Wieder endete ihr Spieltag mit einer Niederlage.

Landkreis– Das gilt auch für die Ohlstädter Reserve. Da allerdings greift eher die Regel „von nichts kommt nicht“ – angesichts dürftiger Trainingsbeteiligung. Doch lieferten Landkreis-Vereine auch den Beweis für einen positiven Grundsatz: Wenn’s läuft, dann läuft’s. Beim Heimsieg-König Oberammergau etwa. Oder bei den Kunstrasen-Profis der SG Oberau-Farchant.

SG Oberau/Farchant – SV Krün 3:1 (1:0)

Schiedsrichter: Dragan Dekic (TSV Oberammergau). – Zuschauer: 180. – Tore: 1:0 (30.) D. Korthals, 1:1 (56.) Albrecht, 2:1 (59.) Bader, 3:1 (90.) S. Korthals.

Florian Elgas fuhr die Getränke kistenweise über den Platz. Hinter den Wechselbänken versammelten sich die Anhänger beider Teams in Scharen. Das Duell zwischen der SG Oberau/Farchant und dem SV Krün war wichtig. Es ging um Platz eins und um einen Vorteil im A-Klassen-Titelkampf. Einen Trumpf hat die SG: ihren Kunstrasenplatz. Das Spiel auf dem Untergrund beherrscht sie. Dafür brauche es technisch gute Kicker. „Die haben wir“, betont Trainer Sebastian Schmölzl. Die Liebe zum Kunstrasen hat für viele deutliche Siege gesorgt. Mit dem 3:1 über Krün bleibt die SG daheim ungeschlagen. Und der Untergrund spielte eine Rolle.

In der ersten Halbzeit habe der sein Team vor Probleme gestellt, sagt SVK-Coach Thomas Mürnseer. Krün ließ Lücken im Mittelfeld. Das 1:0 von Dominik Korthals ging in Ordnung – auch wenn die Krüner davor ein Foul an Thomas Albrecht erkannt hatten. Als zweites großes Ärgernis neben dem Schiedsrichter sah Mürnseer die Chancenverwertung. John Keen im SG-Tor hielt herausragend und hatte in einer Szene Glück, dass Albrecht aus einem Meter vorbeizielte. „Bittere Geschichten“, sagt Mürnseer. Die Loisachtaler gewannen, weil sie sich flott von Albrechts Ausgleich erholten. Drei Minuten später schloss Hannes Bader einen Angriff ab. Schmölzl sieht ihn als besten SG-Spieler: „Er hat eine brutale Mischung aus Läuferischem, Kämpferischem und Fußballerischem.“  am

TSV Oberammergau – SV Eschenlohe 5:3 (3:0)

Schiedsrichter: Paul Thiel (TSV Farchant). – Zuschauer: 35. – Tore: 1:0 (4.) Noll, 2:0 (17.) Otto, 3:0 (21.) Noll, 3:1 (48.) Keiditsch, 4:1 (56.) Raddatz, 4:2 (65.) Stahr, 5:2 (79.) Raddatz, 5:3 (89.) Schorer. – Gelb-Rote Karte: Tietz (90., Eschenlohe)

Der Aufsteiger vom Kofel sorgt weiter für Furore. Der fünfte Heimerfolg schiebt den TSV Oberammergau an die Spitze der Heimtabelle, zugleich endgültig in einen gesicherten Bereich des Klassements. Beim SV Eschenlohe ist indessen die Zeit der Momentaufnahmen abgelaufen. Kurz vor Ende der Vorrunde hat sich das Team von Thomas Hesse als Abstiegskandidat manifestiert. Bei einem Mannschaftsabend saßen sie länger beisammen. Hesses Quintessenz daraus: „Die Spieler hinterfragen sich, jeder ist mit sich unzufrieden.“ Drei Jahre Abstiegskampf haben offensichtlich Spuren im Mannschaftsgefüge hinterlassen. Anstatt den spielfreudigen Gastgebern körperlich zu entgegnen, vertrauten die SVE-Kicker auf spielerische Lösungen. Bis zur Pause musste Hesse einen „absolut desolaten Auftritt“ rechtfertigen. Erklärungsansätze: „Keine“. Der Coach wirkt ratlos. „Keiner weiß, warum er seine Leistung nicht auf den Platz bringt.“ Das Heimspiel gegen Tabellennachbar Antdorf am kommenden Wochenende ernennt der Trainer zum „absoluten Charaktertest“. Die TSV-Kicker haben den ihren bereits erfolgreich absolviert. Markus Maier spricht von einer „guten Reaktion“ auf die Niederlage in Grainau. Bis zur Pause schossen Florian Noll und Marvin Otto einen Vorsprung heraus, später traf Michael Raddatz doppelt. Bei den Gegentoren habe man die „Situation etwas unterschätzt“, weiter bemängelte Maier den Umgang mit hohen Bällen nicht. Hesse sieht’s anders. Ein Punkt wäre zwar ob der Leistung der Gäste nicht verdient gewesen. Doch angesichts der Torerfolge hält er den Gegner bei einer „halbwegs normalen Tagesform“ für schlagbar. „Aber wir sind mit Körper und Kopf nicht auf dem Platz.“  or

ASV Habach II – FC Mittenwald 0:6 (0:3)

Schiedsrichter: Alexander Strobel (SpVgg Penzberg-Maxkron). – Zuschauer: 50. – Tore: 0:1 (4.) Bielmeier, 0:2 (27.) Bielmeier, 0:3 (45.) Rönitz, 0:4 (54.) Schug, 0:5 (60.) Bielmeier, 0:6 (77.) Bielmeier.

Diese Pflicht meisterte Mittenwald auch mit reduzierter Stammkraft. Obwohl ein halbes Dutzend Spieler fehlten, geriet Schlusslicht Habach II nicht zum Stolperstein. „Der Sieg war nie gefährdet“, sagt Helmut Schug. Anerkennende Worte für die Gegner fand er dennoch. Der ASV habe zu keiner Zeit aufgesteckt, sein Spiel durchgezogen und läuferisch überzeugt. Ihm fehlen Effektivität und Routine. „Da geht nach vorne nichts zusammen.“ Anders beim FCM. Christof Bielmeier setzte mit vier Treffern neue Maßstäbe. „Er hat die Tore so geschossen, wie ein Mittelstürmer das tun muss“, sagt Schug. In Form von richtigem Stellungsspiel bei Flanken oder durch Abstauber. Dabei hätte der Sieg für den Coach noch höher ausfallen können.  or

SV Uffing II – SF Bichl 1:2 (0:0)

Schiedsrichter: Günter Berendt (TSV Schongau). – Zuschauer: 80. – Tore: 0:1 (50.) Eberl, 0:2 (53.) Eberl, 1:2 (55.) Sperer.

Die geforderte Reaktion – sie kam. Nachdem sich der SV Uffing II zuletzt beim 0:8 in Söchering blamiert hatte, zeigte die Kreisliga-Reserve im Heimspiel gegen Bichl ihr anderes Gesicht. Das kämpferische, das leidenschaftliche. „Jeder hat alles reingehauen“, betont Florian Neuner. Dass es am Ende nicht zu einem Punkt reichte, sondern die Gäste mit einem 2:1-Sieg nach Hause fuhren, ist für den SVU-Trainer „nicht das gerechte Ergebnis“. Nach einer torlosen ersten Halbzeit schafften es seine Schützlinge kurz nach Wiederbeginn mehrere Male nicht, einen Ball ordentlich zu klären. Irgendwann war er dann drin – „komplett unnötig“. Als wenig später das 0:2 fiel, befürchtete Neuner, dass sein Team auseinanderfällt. Tat es aber nicht. Im Gegenteil. Tobias Sperer verwertete ein starkes Zuspiel von Philipp Destek zum 1:2. Hoffnung keimte auf. Erneut Sperer und Franz Matschl hatten den Ausgleich auf dem Fuß. Am Ende aber blieb es bei der knappen Niederlage. „Macht nix“, sagt Neuner. „Hauptsache, wir haben endlich mal wieder deutlich besser gespielt.“  nutz

ASV Antdorf II – SC Eibsee Grainau 0:3 (0:2)

Schiedsrichter: David Becker (TSV Weilheim). – Zuschauer: 70. – Tore: 0:1 (5.) Scheck, 0:2 (45.) Walton, 0:3 (77.) Masur.

Sich selbst zu loben – das macht man nicht. Da druckst auch Andreas Zinn herum. Darum übernehmen das die Mitspieler für ihn. „Super gehalten“, ruft einer im Auto. Dann sagt der Spielertrainer schon auch: „So ganz unwichtig war das nicht.“ Im Gegenteil. Hält der Torwart den Elfmeter der Antdorfer nicht, steht’s 1:1. „Wer weiß, wie die Sache dann ausgeht.“ So hatte sie ein glückliches Ende. 3:0 für Grainau. „Sehr zufrieden“ ist Zinn. Vor allem mit der ersten Halbzeit. „Immer voll auf der Höhe“ war die Mannschaft, „wollte den Sieg unbedingt“. In der zweiten Hälfte habe sie es sich ein wenig schwer gemacht. Zudem kamen die Schimpferei und Flucherei zurück – irgendwie eine Grainauer Krankheit. Schon im Training nahm das überhand, im Spiel brauchte es „mal ein klares Wort“ des Trainers. Danach fing sich die Elf wieder. Das Positive: Nicht Gegner oder Schiedsrichter werden angemeckert. Das bleibt intern. Und: Es zeugt von Ehrgeiz. Der wurde am Sonntag belohnt.  kat

SG Ohlstadt/G’aschau – SV Söchering 0:1 (0:1)

Schiedsrichter: Stephan Thiel (TSV Farchant). – Zuschauer: 40. – Tor: 0:1 (11.) Nebl.

Nichts war’s mit dem erhofften Befreiungsschlag aus dem Tabellenkeller. Ohlstadts Reserve bleibt in Abstiegsgefahr. Dafür gibt es eine Reihe von Gründen. „Man merkt die Trainingsbeteiligung“ , sagt Tobias Fischbach. Nett formuliert angesichts beträchtlicher Fehlzeiten einiger Spiele. „Fußball ist bei einigen nicht das Wichtigste“, bekräftigt Co-Trainer Michael Neumeier. Für morgigen Dienstag ist im Zuge der Mannschaftssitzung eine ausführliche Aussprache anberaumt. Schon jetzt nennt Fischbach die Probleme beim Namen. Das Personal wechsle ständig. Allein der frühe Gegentreffer dokumentierte die Baustelle. Tobias Nebl durfte den Ball am rechten Sechzehnereck annehmen und in der Folge mangels Gegenwehr locker einschießen. „Einfach naiv“, sagt Fischbach. „Wir bräuchten Charaktere, die das Spiel in die Hand nehmen.“ So blieb es bei zwei Chancen durch Michael Reißl und einem Sahnetag von Torhüter Sera Glaßner, der mit starken Paraden eine vorzeitige Entscheidung zugunsten der Gäste verhinderte.  or

Quelle: Merkur.de

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