A-Klassen Zugspitzen: Viele enge Kisten

SV Prem fertigt TSV Bernbeuren nach Führung in der ersten Minute 4:1 ab

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Taktisch geprägt war die Partie zwischen Ingenried (in Schwarz) und dem TSV Rott/Lech. Hier versucht Alexander Schweiger (links) Frederik Reese zu stoppen.

Knapp ging es in den A-Klassen 7 und 8 am Wochenende zu. Drei Partien endeten unentschieden, drei weitere mit einem Tor Unterschied. Nur dem SV Prem gelang beim 4:1 gegen Bernbeurens Reserve ein deutlicher Sieg.

TSV Schongau 3
SC Böbing 2

Tore: 1:0 (17.) Beer, 2:0 (51.) Riedl, 2:1 (75.) Schweiger, 2:2 (80.) Schwaiger (Elfmeter), 3:2 (90.) Groß. Schiedsrichter: Jan Suchma (TSV Klosterlechfeld). Zuschauer: 80.

„Bis zur 75 Minute habe ich einen entspannten Nachmittag gehabt“, sagt Peter Mahl. Denn da führte der TSV Schongau 2:0 gegen Böbing. Ricardo Beer war nach einer Ecke hochgestiegen und hatte die Gastgeber in Führung geköpft. Nach der Pause stürmte Almahdi Alissa über rechts und bediente Clemens Riedl, der zum 2:0 einschoss. „Wir haben das Spiel beherrscht“, sagt Trainer Mahl. Doch dann kam die 75. Minute, der TSV leistete sich einen Fehler – und Markus Schweiger köpfte zum 1:2-Anschlusstreffer ein. Kurz darauf glich erneut Schweiger per Foulelfmeter aus. „Dann sind uns die hohen Bälle um die Ohren geflogen“, sagt Mahl. Doch Schongau konterte. Dominik Groß startete durch, als Böbing auf Abseits spekulierte. Er hob den Ball über SC-Torwart Andy Adam drüber und schoss Schongau damit zum Sieg. „Verdient“, bestätigt Böbings Trainer Georg Schwaller. Die zweite Halbzeit sei zwar vor allem zum Schluss raus gut gewesen. „Aber die erste war richtig schlecht.“

TSV Finning II 1
SV Apfeldorf 2

Tore: 1:0 (66.) Röntgen (Foulelfmeter), 1:1 (75.) Bader, 1:2 (90.) Staltmeier. Gelb-Rote Karte: Apfeldorf: Strommer (65.). Schiedsrichter: Michael Stahl (TSV Fürstenfeldbruck West). Zuschauer: 45.

Wichtige Punkte hat der SV Apfeldorf beim Tabellenletzten TSV Finning II eingesackt. Doch bevor gejubelt werden konnte, machte es das Team spannend. „Wir waren klar die bessere Mannschaft“, sagt Abteilungsleiter Stefan Schmid. „Aber wir haben unsere Chancen fahrlässig liegen lassen.“ Finning ging so sogar in Führung – durch einen Elfmeter. Michael Strommer passte die Entscheidung des Schiedsrichters gar nicht – er kassierte nicht nur die gelbe Karte für das Foul, sondern konnte dann nach seiner Beschwerde und der darauf folgenden gelb-roten Karte auch gleich duschen gehen. „Aber wir haben nicht aufgegeben, sondern weitergemacht“, sagt Schmid. Markus Bader köpfte eine Viertelstunde vor Schluss zum Ausgleich ein. Und Michael Staltmeier gelang nach einer Flanke von Patrick Kümmerle der Schuss ins Glück – 2:1.

TSV Burggen 1
SV Wessobrunn 1

Tore: 0:1 (22.) Gerg, 1:1 (53.) Dopfer. Schiedsrichter: Yasin Dagistan (FC Füssen). Zuschauer: 80.

Ein gerechtes Unentschieden hat Burggen laut Trainer Norbert Neureuther daheim gegen Wessobrunn erzielt. Sein Team war nach einem Freistoß 0:1 in Rückstand geraten. Acht Minuten nach der Pause fiel der Ausgleich. „Der war hoch verdient“, sagt Neureuther. Stefan Dopfer erzielte den Burggener Treffer nach einer guten Einzelleistung. Sein Schuss wurde unhaltbar abgefälscht.

SV Prem 4
TSV Bernbeuren II 1

Tore: 1:0 (1.) F. Sieber, 2:0 (27.) C. Lory, 3:0 (44.) M. Moser, 4:0 (71.) Lory, 4:1 (87.) Bittner. Schiedsrichter: Max Staltmeier (TSV Rottenbuch).

Mit einer starken ersten Halbzeit hat sich der SV Prem drei Punkte gegen den TSV Bernbeuren II geholt. Das Team ging kurz nach Anpfiff schon in Führung. Da lief Franz Sieber in einen missglückten Rückpass zum Torwart und vollendete sicher. Christian Lory und Matthias Moser erhöhten auf 3:0.

Nach der Pause gelang Lory das 4:0 für Prem. Florian Bittner erzielte kurz vor Schluss den Anschlusstreffer. Damit war allerdings nichts mehr zu holen. „Die zweite Halbzeit war ausgeglichen“, sagt Prems Sprecher Stefan Sieber. Aufgrund der ersten Hälfte sei der Sieg „aber insgesamt verdient“.

TSV Ingenried 0
TSV Rott/Lech 0

Tore: keine. Schiedsrichter: Walter Bretthauser (Sportfreunde Windach). Zuschauer: 60.

Kaum Torszenen und keine Treffer waren beim Aufeinandertreffen von Ingenried und Rott zu sehen. „Das Spiel war sehr taktisch geprägt“, sagt Rotts Sprecher Jörg Grelics. „Für uns ist der Punkt gut. Wir sind ersatzgeschwächt angetreten.“ Auch Ingenried war mit dem 0:0 zufrieden. „Das ist leistungsgerecht“, sagt TSV-Vorsitzender Florian Wagner. „Es war ein intensives Spiel mit hohem Tempo, aber wenig Chancen.“

TSV Altenstadt II 0
TSV Steingaden 0

Tore: keine. Schiedsrichter: Tobias Sommer (SV Fuchstal). Zuschauer: 45.

Es gibt viele Gründe, weshalb ein Fußballspiel unterbrochen wird. Aber jener beim Duell zwischen Altenstadt II und Steingaden dürfte wohl einmalig gewesen sein: Ein Zahn wurde gesucht. Den hatte sich Matthias Weindl kurz nach der Pause beim Zusammenstoß mit dem Schiedsrichter ausgeschlagen. Zuschauer und beide Teams grasten die Stelle ab. Ohne Erfolg. Auch sportlich wurde Steingaden beim 0:0 in Altenstadt nicht belohnt.

Die erste Halbzeit verlief unspektakulär, auf beiden Seiten waren keine schönen Gelegenheiten zu sehen. Es tröpfelte so dahin.

Nach der Pause erarbeiteten sich die Gäste Chancen. Tobias Hindelang zielte aus 16 Metern daneben (46.). Den Freistoß von Philipp Freisl hielt Altenstadts Keeper Max Gast locker (54.). Andreas Neumeiers Versuch kratzte Stephan Peschke von der Linie (58.). Bei Fabian Weinzierl rollte der Ball vom Innenpfosten wieder raus (65.). Und Neumeiers nächster Schuss landete auf dem Netz (66.). So musste Steingaden sogar noch um den Punkt zittern, als Altenstadt beim Kopfball von Michael Zwick (85.) und Schuss von Mustafa Kopov (87.) zu Chancen kam.

„Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen“, sagt Steingadens Trainer Daniel Hindelang. „Wir haben viele Verletzte.“ Für Altenstadt sei das 0:0 „glücklich“. Klaus Traxel war damit jedenfalls zufrieden. „Unser Ziel war es, einen Punkt zu holen“, sagt der Trainer des TSV Altenstadt II. „Als zweite Mannschaft haben wir uns nicht schlecht verkauft.“

TSV Finning 2
SV Reichling 1

Tore: 0:1 (48.) Reinhardt, 1:1 (62.) Degle (Elfmeter), 2:1 (90.+4) Degle (Elfmeter). Gelb - Rote Karte: Reichling: Seelau (83.) Schiedsrichter: Önder Kücük (TSV Fürstenfeldbruck West). Zuschauer: 55.

Es war ein bitterer Sonntag für den SV Reichling. Die Mannschaft hatte gut begonnen und führte sogar beim Tabellenersten TSV Finning. Joshua Reinhardt war das 1:0 mit einem Schuss aus 20 Metern gelungen. Doch dann geriet das Spiel für den SV außer Kontrolle. Mit zwei Foulelfmeter drehte Finning die Partie. „Beim ersten war’s eine Schwalbe“, moniert SV-Abteilungsleiter Florian Graf. „Beim zweiten war vorher ein Handspiel vom Gegenspieler. Schon dass hätte abgepfiffen werden müssen.“ Obendrein kassierte Jonathan Seelau auch noch Gelb-Rot, weil er den Ball aus Ärger wegschlug.

Text: kma

Quelle: Merkur.de

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