Der Absteiger blüht nochmals auf

- Hallbergmoos - Warum nicht immer so? Die Hallbergmooser fragten sich das, die Neufahrner auch und unter dem Strich gibt es keine Antwort. Nachdem sich das Thema Klassenerhalt in der Bezirksliga für den VfB Hallbergmoos erledigt hat, blüht dieser auf und zeigt sein bezirksligataugliches Gesicht, das zu lange nicht zu sehen war. Kleiner Lohn für das (zu) späte Erwachen war zumindest ein Sieg für die Geschichte.

Völlig verdient besiegte der Letzte am Freitagabend den Nachbarn FC Neufahrn 1:0. Vor allem für den scheidenden Hallbergmooser Trainer Siggi Busch war dieser Sieg eine Genugtuung, denn der Coach hatte taktisch ein goldenes Händchen bewiesen. Er beorderte Christian Binder in die Manndeckung und der war auch der beste Mann auf dem Platz.

Busch impfte seinen Mannen Kampfgeist ein, wofür sechs gelbe Karten ein deutlicher Beweis sind. Vor allem forderte er das ganze einfache Spiel, mit dem man Neufahrn perfekt im Griff hatte. Und das ganz einfach auch sehr schön und effektiv sein kann, stellten die Hausherren in der 31. Minute unter Beweis, als man drei Zweikämpfe im Strafraum gewann und am Ende Ben Spar aus vier Metern Torwart Patrick Strahounik überwand.

Für den FC Neufahrn ging es natürlich um die goldene Ananas, aber, dass die Mannschaft sich so deutlich würde anmerken lassen, war erschreckend. Das Team zeigte ein spielerische Schwächen, verlor die Mehrzahl der Zweikämpfe und leistete sich Stockfehler, für die man selbst in der A-Klasse ausgewechselt wird. Trainer Alex Ebner war nach dem Spiel das Entsetzen ins Gesicht geschrieben. In 90 Minuten hatte der FCN nur zwei Chancen.

Die erste begünstigte Hallbergs Torwart Stefan Zettl, der einen Calic-Schuss nicht festhielt und knapp vor Tom März an den Ball kam. Szene zwei der Gäste war die Schlussoffensive mit Mann und Maus, bei der eingewechselte Andreas Amler aus kurzer Distanz und spitzem Winkel am Keeper scheiterte. "Bei allem Respekt vor dem VfB, bei einer Mannschaft mit 84 Gegentoren muss mehr als zwei Chancen heraus kommen", sagte Trainer Alex Ebner später.

Und Siggi Busch fragte sich wie viele andere, warum solch konzentrierte Leistungen nicht schon früher möglich waren. Im Trainerleben des Neufahrners Siggi Busch war dieser Derbysieg gegen seinen Heimatverein etwas Unvergessliches für die Ewigkeit.  

Quelle: Merkur.de

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