Absteiger legt klassischen Fehlstart hin

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Nur noch wenige Stammkräfte sind beim SCF übrig geblieben. Jerome Faye (l.) ist eine davon.

SC Fürstenfeldbruck – Tarik Sarisakal hatte schon vor der Partie gewarnt, dass auf den SC Fürstenfeldbruck eine schwierige Saison wartet. Die 1:2-Heimniederlage vor nur 120 Zuschauern gegen Kaufbeuren bestätigte die Befürchtung des neuen Trainers.

Seine Bayernliga-Absteiger knüpften fast nahtlos an die Probleme der Vorsaison an: Vorne wurden beste Möglichkeiten vergeben, hinten reichten zwei dicke Patzer aus, um am Ende mit leeren Händen da zu stehen. Sarisakal: „Im Training haben wir immer wieder gesagt, dass die Mauer bei Freistößen auf den Zehenspitzen stehen soll.“

Was in den Übungseinheiten besprochen wurde, fand aber keine Umsetzung. Beim 1:1-Ausgleich der Kaufbeurer durch einen 17-Meter-Freistoß verkrallten sich die Zehenspitzen nicht nur im Boden. Die Brucker duckten sich sogar noch unterm Ball weg. Und beim zweiten Gegentor versäumte es das Mittelfeld, den Angriff rechtzeitig zu unterbinden. „Da hätte längst ein taktisches Foul kommen müssen“, sagte der Coach. „Das war einfach nicht clever.“ Kaufbeurens Alexander Günter hatte am Ende leichtes Spiel, den bei beiden Gegentoren machtlosen SCF-Keeper Lukas Welzmüller zu überwinden.

Dabei hatte alles so perfekt begonnen. Trotz sommerlicher Hitze gaben die Hausherren mächtig Gas und kamen durch Louis Frank, Tobias Betz und Christian Rodenwald zu richtig guten Möglichkeiten. Sie scheiterten aber allesamt am starken Bernd Grund im Tor der Gäste. Trotzdem konnten die Brucker als erste jubeln, als Rodenwald im Strafraum gefoult wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Jerome Faye eiskalt. „Und dann schaffen wir es nicht, uns ein paar Minuten clever zu verhalten und die Führung in die Kabine mitzunehmen“, ärgerte sich Sarisakal. Denn der Jubel währte nicht lange. Im direkten Gegenzug folgte die verhängnisvolle Duckmäuserei der Mauer. Im weiteren Verlauf hatten die Brucker ihr Pulver dann weitgehend verschossen. Lediglich Rodenwald hatte bei einem Freistoß Pech, als das Leder denkbar knapp am Pfosten vorbei strich. „Fußball ist brutal“, bilanzierte Sarisakal am Ende.

Denn die Gäste hatten sich den Sieg am Ende auch nur verdient, weil sie die beiden Aussetzer gnadenlos ausgenutzt hatten. Recht viel mehr Chancen hat der SCF-Coach von den Gästen nicht gesehen, was auch an Brucks Bestem lag: Louis Frank – der Enkel von Ehrenpräsident Herbert Haja wollte erst vor vier Wochen noch noch zum VSST Günzlhofen in die Kreisliga wechseln – ließ nach anfänglicher Unsicherheit mit fortlaufender Spielzeit immer weniger anbrennen. Aber einer allein ist halt doch zu wenig.

Quelle: fussball-vorort.de

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