Pleite gegen Erlbach

Abstiegsangst: Total verunsicherte Pipinsrieder treffen das Tor nicht mehr

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Sorgte als einziger Pipinsrieder Spieler wenigstens ab und zu für Gefahr vor dem Erlbacher Kasten: Manuel Eisgruber, hier im Duell mit SVE-Keeper Harald Kovacs.

Pipinsried – Für den FC Pipinsried wird es langsam richtig eng im Überlebenskampf der Fußball-Bayernliga Süd. Nach der 0:1-Niederlage im Heimspiel gegen den SV Erlbach steckt das Team aus dem Landkreis Dachau mitten drin im dicksten Schlamassel.

FCP-Sprecher Roland Küspert brachte es nach dem Abpfiff auf den Punkt: „Wir brauchen uns nichts vorzumachen. Wenn der Rest der Saison so verläuft wie die ersten Begegnungen in diesem Jahr, dann müssen wir uns in Pipinsried auf die Abstiegsrelegation einstellen.“ Das große Problem des FC Pipinsried ist die Offensive. In den Spielen gegen Schwabmünchen (0:3), Wolfratshausen (0:4) und Erlbach (0:1) konnte die Weiß-Truppe keinen einzigen Treffer erzielen. Auch im Heimspiel gegen Erlbach am Karsamstag kam der FCP nur zu wenigen nennenswerten Torchancen.

In der Anfangsphase war es Manuel Eisgruber, der die Führung zweimal auf dem Fuß hatte – und vergab. In der 14. Minute umspielte „Eisi“ den Erlbacher Schlussmann Harald Kovacs und schloss ab, doch Harald Bonimeier rettete für seinen geschlagenen Torhüter auf der Linie. Und auch in der 19. Minute war es Eisgruber, der von links in den Strafraum eindrang, dann aber einen Haken zu viel machte und so den Ball verlor. Umso bitterer war es für den FCP, dass Johannes Maier nur zwei Minuten später auf der anderen Seite des Platzes erfolgreich war. Sein Schuss sprang FCP-Schlussmann Georgios Blantis an die Füße und von dort aus ins Pipinsrieder Tor. Die Erlbacher, als Tabellenvorletzter nach Pipinsried gereist, hielten sich nicht mit konstruktivem Spielaufbau auf, sie beförderten den Ball meist hoch und weit aus der eigenen Hälfte in Richtung Pipinsrieder Tor.

Den Hausherren fehlte in der Offensive die Durchschlagskraft. Nach dem Ausfall von Serge Yohoua sagte kurzfristig auch Armin Lange ab, und so war Manuel Eisgruber der einzige Pipinsrieder, der Gefahr für das Erlbacher Tor ausstrahlte. Nach dem Wiederanpfiff wollte es Eisgruber wissen, doch der Ball klatschte in der 49. Minute ans Aluminium, Pech für den erfolgreichsten Pipinsrieder Torjäger der aktuellen Serie. In der zweiten Halbzeit ereignete sich ansonsten vor den beiden Toren nicht viel. Ruben Popas indirekter Freistoß war genauso harmlos wie die anderen Standardsituationen, die Popa während des gesamten Spiels ausführte. Nachdem SVE-Keeper Harald Kovacs den Ball zu lange in den Händen gehalten hatte, gab Referee Luka Beretic indirekten Freistoß im Erlbacher Strafraum, doch den aufgelegten Ball schoss Popa am Gästetor vorbei.

Wenig später war die dritte Pipinsrieder Niederlage in Folge ohne eigenes Tor perfekt. FCP-Coach Bernd Weiß analysierte die Partie nach dem Schlusspfiff betont sachlich: „Das ist alles sehr schwierig. Wenn wir das 1:0 machen, dann läuft die Partie vielleicht ganz anders. So macht sich immer mehr Angst unter den Spielern breit – und das ist natürlich nicht hilfreich. Wir haben uns nie wirklich etwas zugetraut und nach den ersten Ballverlusten war es dann komplett vorbei. Das ist nicht zu vergleichen mit den Leistungen meiner Mannschaft im Training. Die Jungs sind in dieser Situation total verunsichert, und deshalb wäre es jetzt genau das Falsche, auf die Spieler draufzuhauen.“

FC Pipinsried – SV Erlbach 0:1 (0:1)

FC Pipinsried: Georgios Blantis, Thomas Berger, Denny Herzig, Ruben Popa, Manuel Eisgruber, Martin Finkenzeller (74. Marko Tomicic), Andreas Götz, Markus Achatz, Robert Hügel (46. Philip Grahammer), Zelimir Tosic, Emre Arik (81. Nickoy Ricter)

SV Erlbach: Harald Kovacs, Harald Bonimeier, Peter Schreiner, Leon Schwarzmeier, Christoph Popp, Johannes Maier (50. Sebastian Leitmeier), Walter Kirschner, Christoph Jäger, Simon Salzinger, Wolfgang Hahn, Thilo Mösmang (69. Franz Holzner)

Schiedsrichter: Luka Beretic

Zuschauer: 200

Tor:

0:1 (21.) – Johannes Maier ist mit einem Schuss aus kurzer Distanz erfolgreich, FCP-Keeper Georgios Blantis macht dabei keine gute Figur.

Quelle: fussball-vorort.de

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