Abstiegsderby in Garching mit Zusatzoptionen

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Den Kampf annehmen: VfR-Stürmer Stefan Prunitsch (weißes Trikot) soll sich gegen die Heimstettener Abwehrspieler behaupten.

VfR Garching - Es ist das Endspiel um Platz 15 in der Regionalliga, den der VfR Garching und der SV Heimstetten am Samstag (14 Uhr) ausspielen. Was dieser dann wert ist, entscheidet sich frühestens am Sonntag in der 2. Bundesliga.

Klar ist derzeit nur, dass die beiden Nachbarn aus dem Landkreis München die Teilnahme an der Relegation sicher haben und der etatmäßige Nichtabstiegsplatz 14 nicht mehr erreichbar ist. Rang 15 bedeutet nur dann das Happy End, wenn 1860 oder Fürth absteigen. Sollte ein bayerischer Club die Relegation zur 3. Liga spielen, müssten die Regionalligisten warten und ihre Relegation erst am 3. Juni starten.

„Ich sehe die Chancen nicht so toll an“, sagt der Garchinger Trainer Daniel Weber. Er wolle mit seinem Team durch einen Sieg ein gutes Gefühl mit in die Relegation nehmen. Sein Heimstettener Gegenüber Vitomir Moskovic spricht von „einem Spiel wie in den letzten Wochen auch“. Über den letzten Spieltag der 2. Bundesliga spekuliert er nicht groß: „Wir haben den Plan, am Samstag nach Garching zu fahren und zu gewinnen. Alles andere ist nicht geplant. Ich persönlich glaube, dass keiner der beiden bayerischen Vereine absteigt.“ Daniel Weber sagt: „Wenn wir gewinnen, dann treffen wir uns alle am Sonntag im Sportheim zum Fußballschauen.“

Wegen der nicht beeinflussbaren Faktoren aus der 2. Bundesliga ist VfR Garching gegen SV Heimstetten ein prickelndes Derby mit Zusatzoption. „Im Münchner Norden will ich zeigen, dass ich da bin“, sagt Daniel Weber. Vitomir Moskovic denkt auch an die Gemeinsamkeiten „von den Spielern, die sich kennen, teilweise miteinander studieren oder die gleichen Ausbildungsvereine hatten“.

Der SVH hat in der Tabelle einen Punkt Vorsprung, so dass ein Unentschieden für den 15. Platz reichen würde. Moskovic setzt aber voll auf Sieg und hat gute Argumente: „Wir haben einen Lauf und mehr Qualität.“ Mit neun Punkten hat sein Team zuletzt fünfmal nicht verloren.

Die Garchinger haben ihren großen Tiefpunkt auch überwunden. Zuletzt gab es sieben Zählern in vier Partien. Personell könnte es wieder etwas besser werden, weil Florian Mayer und Dennis Vatany diese Woche wieder trainierten. Ihre Einsätze entscheiden sich aber erst kurzfristig. Erledigt hat sich die Hoffnung, den ehemaligen türkischen Nationalspieler Volkan Yaman einzusetzen. Dieser darf erst nach der Sommerpause für Garching auflaufen. Einsätze in Relegationsspielen wären somit ebenfalls ausgeschlossen.

Für die kommende Saison haben die Garchinger unter der Woche einen neuen Spieler verpflichtet. Vom Landesligisten FC Deisenhofen kommt Alexander Rojek, der auf den offensiven Außenbahnen und auf der Zehn eingesetzt werden kann. Der 18-Jährige kommt aus der Jugend der SpVgg Unterhaching, spielte in Deisenhofen heuer Bayernliga bei den A-Jugendlichen und machte in der Herren-Landesliga-Mannschaft bei drei Einsätzen zwei Tore. Weber sagt: „Das ist ein Zugang mit Perspektive.“

Voraussichtliche Aufstellungen:

VfR Garching: Genkinger, Mayer (Vochatzer), Gürtner, Suck – M. Niebauer, G. Ball – D. Niebauer, Vatany (Hauck), Arzberger – Prunitsch.

SV Heimstetten: Pintar – Paul, Ehret, Hintermaier, De La Motte – Kubina, Schmitt, Seferings, Ünver, Steimel – Majdanevic.

Verschiedene Konstellationen – Welche Fälle theoretisch eintreten können:

Konstellation eins: Wenn aus der 2.Bundesliga kein bayerischer Verein absteigt, spielen Garching und Heimstetten Relegation.

Konstellation zwei: Steigen der TSV 1860 oder Greuther Fürth aus der 2.Bundesliga ab, steigt auch deren Reserve ab. Dann bedeutet Tabellenplatz 15 in der Regionalliga den Klassenerhalt und Tabellenplatz 16 die Relegation.

Konstellation drei: Steigen beide Clubs aus Bayern aus der 2. Bundesliga ab, haben Garching und Heimstetten die Klasse erhalten.

Konstellation vier: In der Relegation spielen die vier Mannschaften (Garching, Heimstetten, Amberg, Pipinsried) nur dann zwei Regionalligaplätze aus, wenn die Würzburger Kickers in die 3. Liga aufsteigen und die SpVgg Unterhaching nicht absteigt. Haching könnte mit Abstiegsplatz 18 drin bleiben, wenn Zweitliga-Absteiger Aalen keine Lizenz für die 3. Liga erhält. Wenn Würzburg den Aufstieg verpasst oder Unterhaching absteigt, spielen die vier Teams der Relegation nur einen Platz in der Regionalliga aus.

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Quelle: fussball-vorort.de

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