Abstiegsplätze rücken für Haching näher

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Das darf doch nicht wahr sein: SpVgg-Präsident Manni Schwabl verzweifelt auf der Bank.

SpVgg Unterhaching - Das Resümee war diesmal einfach: Chancen nicht genutzt, Spiel verloren. Die SpVgg Unterhaching unterlag dem VfB Stuttgart II mit 0:1, kassierte die siebte Pleite in den vergangenen zehn Spielen und nähert sich weiterhin dem Tabellenkeller.

Manfred Schwabl sah man die Enttäuschung nach dem Schlusspfiff deutlich an, dennoch bemühte sich der Präsident um eine nüchterne Analyse: „Wenn man die Chancen nicht macht, verliert man, so ist es im Fußball.“

Dass sich für die junge Mannschaft die Situation damit weiter verschärft hat, wollte er nicht überbewerten: „In der Tabelle wäre es auch eng geblieben, wenn wir einen Punkt geholt hätten. Maßgeblich ist immer noch der Strich, der die Abstiegsplätze abgrenzt. Das war so, als wir viele Spiele gewonnen haben, auch wenn es viele damals nicht hören wollten, und so ist es auch jetzt noch.“

Fünf Punkte haben die Hachinger noch Vorsprung auf die Abstiegsplätze – doch die werden weniger, wenn die SpVgg weiter so fahrlässig mit ihren Torchancen umgeht. Nach einer schwachen ersten Halbzeit hatten die Gastgeber am Samstag nach dem Seitenwechsel etliche Möglichkeiten zur Führung. Die besten: Benjamin Schwarz scheiterte mit einem satten Linksschuss an VfB-Keeper Uphoff (59.), Andreas Voglsammer verpasste frei aus 15 Metern nur um Zentimeter das Tor (62.), schließlich köpfte der Angreifer auch noch nach einem Eckball übers Tor (69.) und fand in Uphoff aus zehn Metern seinen Meister (75.). „Die Chancen müssen wir machen, dann geht das Spiel anders aus“, sagte Voglsammer hinterher, „wir hatten genügend Möglichkeiten, das Spiel für uns zu entscheiden. Da muss ich mich auch selbst an der Nase packen.“

So kam es, wie es im Fußball oft kommt. Zwölf Minuten vor Schluss bekamen die Stuttgarter einen Freistoß an der Strafraumgrenze zugesprochen, und der Ball fand über drei Banden wie beim Billard den Weg ins Tor. Michael Zetterer, der in den Hachinger Kasten zurückgekehrt war, parierte den Schuss von Holzhauser, Lohkemper traf den Pfosten, den Abpraller wuchtete Kiesewetter ins Netz. 0:1 – Spiel entschieden.

„Glücklich für uns“, gab VfB-Coach Jürgen Kramny zu, „es war ein überraschendes Tor, aber das zählt halt auch.“ Dem konnte Haching-Trainer Christian Ziege wenig hinzufügen: „Dieses Tor passt zum Spiel. Ich würde auch gerne mal dasitzen und sagen: Wir haben nicht gut gespielt, aber gewonnen.“ Konnte er diesmal nicht und fand durchaus Kritikpunkte an seiner Elf. „Vor dem Gegentor haben wir uns nicht clever verhalten“, befand Ziege, strich aber vor allem die erste Hälfte heraus: „Da waren wir nicht präsent und sehr behäbig, haben nicht so gespielt, wie wir’s können.“

Vom Papier her sind die kommenden Aufgaben schwieriger zu meistern als das Duell gegen Stuttgart, nachdem auch Präsident Schwabl zugab: „Das war schon ein Gegner, gegen den man zu Hause eigentlich was holen muss.“ Die nächsten Gegner, die Zweitliga-Absteiger Cottbus und Dresden, bezeichnete er als „Brocken, schlagen kann man die aber auch. Wir bleiben ruhig, weil wir wissen, was die Mannschaft kann.“ Toreschießen zählt zu diesen Stärken hoffentlich dann auch wieder.

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Quelle: fussball-vorort.de

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