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Absturz Richtung Abstiegszone möglich

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Können mit dem bisherigen Abschneiden ihrer Mannschaft nicht zufrieden sein: Coach Peter Schmidt und sein Co-Trainer Christoph Meißner (v.l.).
Können mit dem bisherigen Abschneiden ihrer Mannschaft nicht zufrieden sein: Coach Peter Schmidt und sein Co-Trainer Christoph Meißner (v.l.). © Andrea Jaksch

Der TSV Gilching-Argelsried steht am Scheideweg. Nach zwei Niederlagen in Folge sind die Landesliga-Fußballer im Heimspiel am heutigen Freitag gegen Überraschungs-Tabellenführer VfL Kaufering (19.30 Uhr) gefordert zu punkten, sonst droht ein Abrutschen Richtung unteres Tabellendrittel.

Gilching – Nach dem guten Saisonstart schien der TSV Gilching-Argelsried auf dem besten Weg zu sein, an die starke Vorsaison anzuknüpfen. Doch mittlerweile befindet sich der Vorjahresdritte passend zum Wetter in mieser Herbststimmung. „Es kann jetzt in alle Richtungen gehen“, warnt Trainer Peter Schmidt. Sogar ein Abrutschen Richtung unteres Tabellendrittel sei möglich. „Man darf die Lage nicht unterschätzen“, sagt Schmidt.

Das Heimspiel am Freitag gegen den überraschenden Tabellenersten VfL Kaufering (19.30 Uhr) wird zur richtungsweisenden Begegnung. Mit einem Dreier könnte der TSV den Rückstand zum Aufsteiger auf fünf Zähler verkürzen. Sollte sich der Negativtrend jedoch fortsetzen, wäre nicht nur der Kontakt ins obere Tabellendrittel abgerissen. „Der Abstand zu den Relegationsplätzen ist derzeit kaum größer als zur Spitze“, mahnt Schmidt.

Für ihn kommt die Misere jedoch nicht aus heiterem Himmel. „Wir befinden uns in einem Prozess“, sagt Schmidt. Zwar habe seine Mannschaft deutlich mehr Ballbesitz als in der vergangenen Saison. Dafür sei sie viel fehleranfälliger. „Wir stehen höher als früher und tun uns bei der Rückzugsbewegung nach Ballverlusten oft noch schwer“, analysiert Schmidt. Schon jetzt haben die Gilchinger gefühlt mehr Kontergegentreffer kassiert als in der kompletten abgelaufenen Runde. „Leider lernen wir auch noch nicht aus den Fehlern. Wir bekommen Tore, die man so einfach nicht bekommen darf“, bedauert Schmidt. Auf der anderen Seite tun sich die TSV-Akteure gegen tief stehende Gegner oft noch sehr schwer. Als wäre das nicht schon schlimm genug, wurden zuletzt selbst beste Möglichkeiten nicht genutzt. Es hakt also hinten wie vorne. „Da immer andere Fehler machen, ist es auch schwer, eine Stammformation zu finden“, stellt Schmidt klar.

Ganz anders ist die Stimmung in Kaufering. Nach dem ersten Landesliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte schwimmt der VfL weiter auf einer Euphoriewelle. Seit dem zweiten Spieltag und dem 1:2 in Hollenbach haben die Oberbayern nicht mehr verloren und agieren besonders effizient. Erst zweimal haben sie mit mehr als einem Tor Differenz gewonnen. „So ganz überraschend kommt der Aufschwung nicht. Sie profitieren auch davon, dass Nachbar Landsberg in der Bayernliga immer wieder gute Spieler abgibt“, urteilt Schmidt.

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