Absturz: Ismaning steigt in die Landesliga ab

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Tiefe Enttäuschung: Nach der entscheidenden Niederlage gegen Holzkirchen fließen Tränen. foto: gefö

FC Ismaning – Das letzte Wort hatten „Die Toten Hosen“. Nach dem 1:1 zwischen dem FC Ismaning und dem TuS Holzkirchen hallte das Lied „Schönen Gruß, auf Wiedersehen“ durch das Ismaninger Fu...

FC Ismaning – Das letzte Wort hatten „Die Toten Hosen“. Nach dem 1:1 zwischen dem FC Ismaning und dem TuS Holzkirchen hallte das Lied „Schönen Gruß, auf Wiedersehen“ durch das Ismaninger Fußball-Stadion. Es lief nicht zufällig.

Schließlich war der zweite Abstieg des FC hintereinander nach diesem Unentschieden besiegelt. Während die Holzkirchner nun gegen den BCF Wolfratshausen um den Aufstieg in die Bayernliga Süd spielen, beginnen bei den Ismaningern die Planungen für die neue Saison in der Landesliga Südost. Es ist ein Aufbruch ins Neuland.

Kapitän Florian Mayer weiß, wie schmerzlich diese Niederlage für den Klub ist. „Der FC Ismaning hat seit 14 Jahren in der Bayernliga oder höher gespielt, das ist sehr bitter für den Verein“, sagt er. „Die kämpferische Mannschaft hat sich durchgesetzt. Das müssen wir so hinnehmen.“ Mayer trug den Abstieg einen Tag nach seinem 22. Geburtstag gefasst, manche Mitspieler hingegen taten sich schwerer. Es flossen Tränen. So ein Rückschlag ist schwer zu verarbeiten, auch wenn er sich abgezeichnet hat und letztlich verdient war. Denn der TuS agierte in beiden Spielen cleverer.

Das entscheidende Tor für die Holzkirchner machte Lars Doppler, der im Hinspiel den einzigen Treffer markiert hatte. Der Innenverteidiger köpfte kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit einen Eckball von Markus Müller ein (47.). „Das 0:1 war das Todesurteil, wir hätten kein Tor kassieren dürfen“, sagt FC-Kapitän Mayer. Ab diesem Zeitpunkt hätten die Ismaninger drei Tore gebraucht, um den direkten Vergleich für sich zu entscheiden. Sie erzielten allerdings nur einen Treffer. Zunächst traf Sebastiano Nappo die Latte (73.), ehe der eingewechselte Georg Reisberger flach an den Innenpfosten schoss, von dem der Ball ins Tor sprang (83.). Mehr Erfolg hatte der FC nicht mehr. Mittelfeldspieler Manuel Ring kassierte nach einem wiederholtem Foulspiel in der Nachspielzeit zudem die gelb-rote Karte.

„Die Holzkirchner haben erfahrenere Jungs als wir und waren einfach cleverer“, sagt Trainer Xhevat Muriqi. „Das hat den Unterschied gemacht.“ Seiner jungen Mannschaft habe unterdessen etwas mehr Mut gefehlt. „Wir hätten den Ball noch mehr laufen lassen und noch schneller spielen müssen. Das haben wir in der ersten Halbzeit teilweise nicht gemacht.“ Ähnlich formulierte es Holzkirchens Trainer Mike Probst. „Man hat gemerkt, dass die Ismaninger bewusst auch mit mehr Körpereinsatz spielen wollten. Letztlich haben sie sich dadurch ihre eigene Stärke genommen.“ Der 51-Jährige hatte derweil nichts an der taktischen Vorgabe geändert. Früh attackieren, auf ein Auswärtstor spielen, den Gegner gar nicht erst kreativ werden lassen. „Wir hatten auch nichts zu ändern, weil wir im Hinspiel gut gespielt haben. Es gab keinen Grund, auf diesem wunderbaren Rasen etwas anders zu machen.“ Erfolgreich war es allemal.

Der Ismaninger Reiner Leitl, Trainer des BCF Wolfratshausen, hat sich sein Bild vom TuS gemacht. Am Mittwochabend steigt das erste Duell in der entscheidenden zweiten Runde. Die Ismaninger sind dann schon in der „unverdienten Sommerpause“, wie Muriqi die fußballfreie Zeit bezeichnet. Am morgigen Dienstag treffen sich der Trainer und die Spieler, um die Saison in Ruhe abzuhaken. „Dann schalten wir erst einmal ab. Das tut uns allen gut, weil die Rückrunde echt heftig war.“ Immerhin hat der FC nach der Winterpause einiges aufgeholt, wenngleich es letztlich nicht zum Klassenerhalt reichte. Der Rückzug, wie es im eingangs beschriebenen Song unter anderem heißt, folgt nach der (Abstiegs-)Erfahrung im Vorjahr sehr gekonnt. Wiedersehen wird sich der Großteil der Mannschaft laut Muriqi zum Trainingsauftakt Ende Juni. Dann beginnt die Vorbereitung auf die neue Saison in der Landesliga Südost.

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Quelle: fussball-vorort.de

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