Verbleib des Trainers weiter fraglich

Ärger bei Wacker: "Wolf schwebt über dem Verein"

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Blick ins Ungewisse: Wacker-Trainer Uwe Wolf sinniert über seine Zukunft.

SV Wacker Burghausen - Ende des vergangenen Jahres beschloss man beim SV Wacker, das Kapitel Profifußball endgültig zu schließen. Trainer Uwe Wolf hat seinen Verbleib dennoch zugesichert. Vorerst.

"Fußball ist so schnelllebig, das kann man jetzt noch nicht sagen", reagiert der gebürtige Pfälzer im Fachmagazin kicker auf Fragen nach seiner sportlichen Zukunft. Der Vertrag des 49-Jährigen läuft am Saisonende aus. Höherklassigen Fußball dürfte es beim SVW mit oder ohne Wolf in naher Zukunft auf keinen Fall geben. Die im Dezember 2016 verkündete Abkehr vom Profi-Fußballlässt die glorreichen Zeiten in der 2. Bundesliga (2002-2007) in weite Ferne rücken.

Auch im aktuellen Spielbetrieb der Regionalliga Bayern läuft es für die Schwarz-Weißen nicht wie gewünscht. Auf Rang sieben hat die Wolf-Elf bereits 25 Punkte Rückstand auf den souveränen Tabellenführer aus Unterhaching. Wenigstens in einem anderen Wettbewerb soll dem Liga-Primus ein Schnippchen geschlagen werden. Denn auch im Landespokal trifft der SV Wacker auf Bigalke & Co. "Da müssen wir auf Biegen und Brechen versuchen zu gewinnen", gibt Wolf die Marschroute vor.

Die bei einem Pokalsieg mögliche Qualifikation für den DFB-Pokal würde gewiss auch Burghausens Oberbürgermeister Hans Steindl zufriedenstellen. Der Wacker-Chefkritiker hat für Wolf und die Fußball-Abteilung allerdings nicht nur lobende Worte übrig. "Ich habe schon im September intern schriftlich mitgeteilt, dass es so nicht weiterlaufen kann, weil man auf ein riesiges Defizit zuläuft", nimmt der Lokalpolitiker Bezug auf die Abkehr vom Profifußball in Burghausen. "Das kann kein Mensch mehr finanzieren", so Steindl weiter. Auch für Übungsleiter Wolf hat der Oberbürgermeister eine klare Ansage parat: "Er schwebt über dem Verein, hat keine Bindung zu den Verantwortlichen und gibt Stellungnahmen ab, die ihm nicht zustehen. Er ist einer der bestbezahlten Trainer der Liga und keiner redet ihm in sportlichen Dingen rein, aber ansonsten hat er schon das zu machen, was der Arbeitgeber vorgibt."

Text: Lukas Schierlinger

Quelle: fussball-vorort.de

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