Heimstetten-Knipser verliert gegen Ex-Klub

Akkurt: "Ja, ich bereue den Wechsel"

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Orhan Akkurt war nach der Niederlage gegen seine ehemaligen Kollegen bedient.

SV Heimstetten - Als Favorit hatte man Pullach vor diesem Derby ja gehandelt – wie einseitig die Begegnung ablief, überraschte dann aber doch.

Christoph Dinkelbachs Führungstreffer (25.) war schon zu diesem Zeitpunkt überfällig. Allerdings benötigte Frank Schmöllers Mannschaft dafür tatkräftige Unterstützung der Heimelf. Nach einem haarsträubenden Fehler von Clemens Kubina musste Ex-Löwe Dinkelbach, den Ball aus zwölf Metern nur noch ins leere Tor zu schieben. Noch vor dem Seitenwechsel stellte Chaka Ngu’Ewodo nach einem Freistoß von Andreas Roth per Kopf den Endstand her (36.). Zwar sollte der Platzverweis für Pullachs Innenverteidiger Niklas Mooshofer wegen einer Notbremse an SVH-Torjäger Orhan Akkurt (41.) im zweiten Abschnitt für ein ausgeglicheneres Spiel sorgen. Die Gastgeber aber vergaben ihre raren Möglichkeiten, so dass Schmöller fast schon überschwänglich bilanzierte: „Das war heute schon ein Auftritt im Stile einer Spitzenmannschaft.“

Auf der Gegenseite dagegen schäumte Akkurt, der erst im Sommer aus Pullach nach Heimstetten gekommen war. Trotz seiner bereits 13 Saisontore bekannte er in der ersten Emotion kurz nach dem Abpfiff: „Ja, ich bereue den Wechsel“, sein Team hätte sich „charakterlos“ präsentiert. Auch sein Trainer Borislav Vujanovic, der bis zur Winterpause den beruflich in den USA weilenden Chefcoach Heiko Baumgärtner vertritt, fand deutliche Worte. Nachdem er zunächst über das „Gastgeschenk“ zum 0:1 schimpfte, sah er „den Zeitpunkt gekommen, die Dinge klar zu benennen“. Die Vorstellung seiner Elf werde „personelle Konsequenzen nach sich ziehen“, so der 38-jährige Vujanovic. Beim SVP indes gab Torhüter Michael Hofmann die Zielsetzung vor. In den nächsten drei Partien, so der 42-Jährige, erwarte er „drei Siege, diese Einstellung lebt unser Trainer vor“. Schmöller selbst ging gar noch weiter und sprach davon, dass „bis zur Winterpause noch 15 Punkte zu vergeben sind“. Das klingt nach einer Kampfansage.

Text: Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

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