Wer beendet die Mini-Krise?

Akkurt vs. Niebauer: Das Duell der Goalgetter

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Torjägertreffen: Orhan Akkurt (SVH; links) jagt Dennis Niebauer (VfR, rechts).

Auf diese Begegnung Spiel fiebern die Fußballfans im nordöstlichen Landkreis München schon seit Wochen hin. Alles deutete auf das Bayernliga-Topspiel Erster gegen Zweiter hin, doch nun ist das Aufeinandertreffen des VfR Garching mit dem SV Heimstetten ein etwas anderes Spitzenspiel.

Das Heimstettener Problem sind inklusive Pokal drei Niederlagen mit satten neun Gegentoren. Auf der anderen Seite haben die Garchinger zweimal in Serie verloren und dabei kein Tor geschossen. Klar ist, dass der Verlierer des Krisenderbys ein größeres Problem hat. Das ist den beiden Trainern anzumerken. Heimstettens Coach Heiko Baumgärtner ist gar nicht unglücklich über das Auswärtsspiel, weil er so einen Teil des Drucks weiter schieben kann.

„Ein Punkt in Garching wäre für uns schon ein Schritt in die richtige Richtung“, sagt der Gästetrainer. Die Heimstettener planen keine neue Taktik, werden nun aber gro- ßen Wert auf eine defensivere Ausrichtung legen. Personell kann Baumgärtner in der Abwehr kaum etwas verändern. Das neue Defensivverhalten soll über eine andere Einstellung und mehr Einsatz zu Stande kommen: „Zuletzt haben wir den letzten Schritt nicht mehr gemacht und waren nicht mehr giftig genug.“

Da kommt natürlich entgegen, dass für den Landkreiskracher kein Fußballer besonders motiviert werden muss. Auf der anderen Seite sehnen sich die Garchinger wieder einmal nach einem eigenen Tor. Sie warten seit nunmehr 191 Minuten auf einen Bayernligatreffer. Trainer Daniel Weber kommt da entgegen, dass er auch in vorderster Front endlich Alternativen hat. So könnte Gerrit Arzberger in der Spitze spielen oder auch Sebastian Loibl, dem ursprünglich die Rolle zugedacht war. Er fiel zuletzt aber einige Wochen wegen einer Verletzung aus. Garching gegen Heimstetten ist ein Stück weit aber auch Dennis Niebauer gegen Orhan Akkurt. Garchings Zehner ist mit neun Toren die Nummer eins in der Torschützenliste und direkt dahinter kommt der Heimstettener Strafraumstürmer mit acht Treffern.

„Ich hoffe, dass Orhan Akkurt nach dem Spiel in der Torschützenliste vorne ist“, sagt Heiko Baumgärtner. Auf der anderen Seite haben für Daniel Weber die Treffer seines Kapitäns auch besondere Bedeutung: „Wenn er Tore macht, gewinnt Garching meistens das Spiel. Orhan Akkurt trifft dagegen auch, wenn seine Mannschaft verliert.“ Als Gemeinsamkeit sieht der VfR-Coach aber, dass das Spiel auf die beiden Bayernliga-Ausnahmespieler zugeschnitten ist. Den beiden Trainern bleibt nach den jüngsten Ergebnissen zumindest die Diskussion über eine Art Meisterschaftsendspiel der beiden Absteiger aus der Regionalliga erspart. „Es wird keinen Zweikampf zwischen Garching und Heimstetten in der Bayernliga geben und das ist auch gut so“, sagt Daniel Weber deutlich. Deshalb ist für ihn das Derby auch „ein, Spiel, das für diese Saison wichtig ist wie viele andere auch“.

Ähnlich äußerte sich der Heimstettener Coach Heiko Baumgärtner, der dem Duell vom Samstag auch „nur“ den Stempel eine Spitzenspiels und Prestigederbys aufdrückt. Und dennoch sind dies 90 besonders emotionale und bedeutsame Fußballminuten, zu denen im Garchinger Seestadion viele Zuschauer erwartet werden.

Quelle: fussball-vorort.de

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