Noch nie war ein Tor so wichtig

Akkurt: Der Retter des SV Heimstetten

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Die Negativ-Serie ist beendet: Der SV Heimstetten setzt sich mit glücklichem 4:3 gegen Rosenheim durch

Dass der Fußballer Orhan Akkurt durchaus ein Talent fürs Toreschießen hat, ist bekannt. In der vergangenen Saison hat der Stürmer 32-mal für den SV Pullach getroffen; und auch in dieser Spielzeit hatte Akkurt vor dem Bayernliga-Auftritt seines SV Heimstetten beim TSV 1860 Rosenheim schon elf Treffern auf seinem Konto. Man darf also annehmen, dass die Platzherren um die Qualitäten des Angreifers mit der Rückennummer 9 gewusst haben – zumal er ihnen zu Beginn der zweiten Hälfte bereits ein Tor eingeschenkt hat.

Dennoch lässt Rosenheims Hintermannschaft Orhan Akkurt in der 92. Minute ziehen, sodass dieser seinen Kopf an eine Ecke bringen kann, die Lukas Riglewski beim Stand von 3:3 hineingezirkelt hat. Einen Augenblick später liegt die Kugel im Tor – und wiederum einen Augenblick später ist Akkurt inmitten einer Traube aus jubelnden Heimstettnern nicht mehr zu sehen. Denn mit seinem Treffer in der Nachspielzeit beschert der 30-jährige Torjäger dem krisengebeutelten SVH einen nicht mehr für möglich gehaltenen 4:3-Erfolg in Rosenheim. „Ein geiler Sieg“, jubelt Trainer Heiko Baumgärtner nach dem Schlusspfiff. „Nach Orhans Tor sind alle ausgeflippt – und das völlig zu Recht. Dieser Sieg war für die Moral extrem wichtig.“ Dabei sieht es anfangs so aus, als wollten die Heimstettner nach den knappen Niederlagen in Pipinsried (2:3) und Sonthofen (0:1) diesmal für klare Verhältnisse sorgen – jedoch im negativen Sinne. Schon nach acht Minuten liegt der Regionalliga- Absteiger durch einen Doppelpack von Rosenheims Josip Tomic mit 0:2 hinten. „In unserer momentanen Situation habe ich da schon kurz gedacht: Wie wird das heute nur enden?“, räumt Baumgärtner ein. Dabei kann seine Elf noch von Glück reden, dass erneut Tomic und der Ex- Heimstettner Danijel Majdancevic vor der Pause zwei weitere dicke Möglichkeiten auslassen. In der Halbzeit sei er dann laut geworden, verrät der SVH-Trainer – „um die Jungs aufzuwecken“.

Und tatsächlich: Schon fünf Minuten nach Wiederanpfiff steht es plötzlich 2:2, weil die beiden torgefährlichsten Heimstettner in diesen Wochen wieder mal zugeschlagen haben: Erst Akkurt (12. Saisontor) und dann Sebastiano Nappo (7. Saisontor). Doch die Freude über den Ausgleich ist kaum verklungen, da liegen die Platzherren schon wieder in Führung. Nachdem Fabian Lüders und Sebastian Paul einen Rosenheimer in die Zange genommen haben, zeigt Majdancevic vom Elfmeterpunkt keine Nerven und trifft zum 2:3. Wenig später hätte der 26-Jährige seine Ex-Kollegen endgültig abservieren können, doch sein Schuss aus 15 Metern landet am Pfosten (69.).

Und so bekommt Heimstetten noch mal die Chance zum Comeback: Erst zirkelt Nappo einen Freistoß zum 3:3 ins Netz, und dann köpft Akkurt Sekunden vor dem Schlusspfiff eine Riglewski- Ecke rein. „Diesmal hatten wir endlich das Quäntchen Glück, das uns in den vergangenen Wochen gefehlt hat“, mein Baumgärtner. „Ich hoffe, dass dieser Sieg die Verkrampftheit bei uns etwas lösen kann.“

Quelle: fussball-vorort.de

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