2:1-Auswärtssieg bei Dachau 65

Akkurt und Riglewski schießen Heimstetten zum Sieg

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Treffsicher bei der Rückkehr: Lukas Riglewski (r.) traf gegen die alten Kollegen.

SV Heimstetten - Der alte und der neue Torgarant des SV Heimstetten bescheren dem Bayernligisten den nächsten Big Point: Orhan Akkurt und Lukas Riglewski drehen beim TSV 1865 Dachau einen Rückstand in einen 2:1-Sieg.

Exakt 299 Minuten lang wartet Orhan Akkurt in dieser zweiten Hälfte beim TSV 1865 Dachau nun schon auf ein Tor. Andere Spieler würden angesichts dieser Zahl noch nicht mal ins Grübeln kommen – nicht so Akkurt. Schließlich hat der 30-Jährige zuvor 17-mal getroffen, und ohnehin lautet sein Credo, dass er vor jeder Saison aufs Neue predigt: „Als Stürmer musst du zwanzig Tore machen, sonst hilfst du deiner Mannschaft nicht.“

Nun also läuft dieser Orhan Akkurt Gefahr, volle fünf Stunden ohne Treffer zu bleiben – bis Maximilian Hintermaier in jener 56. Minute eine Flanke passgenau zum SVH-Torjäger zirkelt. Aus sieben Metern nimmt Akkurt Maß und köpft die Kugel ins Netz. Sein Tor ist ein nicht ganz unwichtiger Treffer, denn er beschert dem SVH ein 2:1 in Dachau, wodurch der Absteiger weiter im Aufstiegsrennen der Bayernliga Süd mitmischt.

„Wir haben Orhan ein wenig getriezt, weil er so lange nicht getroffen hat“, verrät Trainer Heiko Baumgärtner und lacht. „Und er selbst hat auch schon die Minuten gezählt.“ Dass es nun ein so wichtiges Tor geworden ist, sei umso schöner, freut sich der Coach, der einräumt: „Am Ende hat Dachau noch mal mächtig Druck gemacht und für uns ist es eng geworden.“ Dennoch spricht Baumgärtner von einem verdienten Sieg: „Weil wir als Team den unbedingten Willen hatten, dieses Spiel zu gewinnen.“

Dabei müssen die Gäste im Vorfeld einen Schock verdauen: Die Verletzung von Stürmer Malcom Olwa-Luta hat sich als Knorpelschaden herausgestellt. Er muss operiert werden, und erst danach werde sich zeigen, ob er sechs Wochen oder sechs Monate ausfalle, berichtet Baumgärtner. „Das ist für ihn natürlich extrem bitter.“ Dazu fehlt in Dachau auch Kapitän Dominik Schmitt, der sich am Ellbogen verletzt hat und mehrere Wochen ausfallen wird.

Vielleicht auch wegen dieser Absenzen kommt der SVH nur schleppend in die Partie. In einer ausgeglichenen aber chancenarmen ersten Halbzeit braucht es auf beiden Seiten eine Standardsituation zum Torerfolg. Zunächst vollendet Fabian Lamotte nach einer Freistoßflanke zum 0:1 (16.), ehe 20 Minuten später jener Spieler zuschlägt, der zurzeit eine eingebaute Torgarantie hat: Gegen seinen Ex-Klub schlenzt Lukas Riglewski einen Freistoß ins kurze Eck – sein siebter Treffer in den vergangenen sechs Spielen.

Nach dem Wechsel kommt Heimstetten stärker auf, geht verdient durch Akkurts Kopfball in Führung und hat in der Folge sogar die Chance aufs dritte Tor. Doch weil der SVH seine Möglichkeiten nicht nutzt, wird es in der Schlussviertelstunde noch mal eng. Unter anderem erarbeitet sich Dachau sechs Eckbälle binnen zehn Minuten, von denen jedoch keiner zum Torerfolg führt. Zu allem Überfluss müssen die Platzherren die Partie auch noch zu zehnt beenden: Da Franz Hübl kurz vor dem Schlusspfiff Özgür Sütlü rüde umsenst, sieht der TSV-Kicker die Rote Karte.

Quelle: fussball-vorort.de

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