Sensationserfolg in Würzburg:

Akkurt-Treffer beschert größten Erfolg der Vereinsgeschichte

Und das ist nur der Anfang: Heimstetten bejubelt vor 1850 Zuschauern die 1:2-Niederlage gegen Würzburg. Foto: Fabian Frühwirt

SV Heimstetten - Die Sensation ist perfekt: Der SV Heimstetten steigt in die Regionalliga auf. Das Team des Trainers Rainer Elfinger unterlag beim Würzburger FV nach 90 packenden Minuten mit 1:2.

Das entscheidende Auswärtstor im finalen Relegationsspiel gelang ausgerechnet dem scheidenden Torjäger Orhan Akkurt.

„Geile Sache, oder?“, brüllte Elfinger nach dem Abpfiff ins Telefon. Wie SVH-Vereinspräsident Ewald Matejka und dessen Sohn und Manager Michael war er da ob der obligatorischen Bierduschen bereits pitschnass. Das machte ihm freilich nichts, zum einen blendete seine Freude über den Aufstieg sämtliche Nebengeräusche aus, zum anderen war Elfinger vermutlich schon vorher nass - er musste nämlich kräftig schwitzen.

Mehr als 70 Minuten hatte seine Elf die Partie fest im Griff als Elfinger das erste Mal das Herz in die Hose rutschte. Tobias Rosenberger erzielte nach feinem Zuspiel von Adrian Istrefi die überraschende Führung für den FV (74.). Der Puls des Trainers reduzierte sich aber kurz darauf schon wieder auf Normaltempo. Verantwortlich zeichnete der agile Memis Ünver, der auf der rechten Seite durchbrach und eine Flanke auf den Kopf von Orhan Akkurt zirkelte. Der Rest war Formsache für den Heimstettner Torjäger: 1:1 - nur noch eine Viertelstunde war zu spielen. Die herrliche Vorarbeit von Ünver kommentierte Ewald Matejka so: „Das war die beste Bananen-Flanke seit Manni Kaltz.“

Nach dem 1:0-Sieg des SV Heimstetten im Hinspiel benötigten die Hausherren nun zwei weitere Treffer für den Aufstieg. Dass es nicht soweit kam, war dem großen Kampf des SVH geschuldet. Elfingers Pumpe musste dennoch nochmals rasen. Ein Missverständnis zwischen Sebastian Paul und Keeper Patrick Lehner ermöglichte Rosenberger sein zweites Tor (85.). Danach blieb Heimstettens Deckung aber stabil und Elfinger sowie die mitgereisten Fans durften schließlich jubeln. „Mega, mega spannend, das war Herzinfarkt verdächtig“, beschrieb der Coach seine emotionale Berg- und Talfahrt.

Laut seiner Analyse habe seine Mannschaft hoch verdient gewonnen. „Wir hatten durchgehend die besseren Chancen. Wir haben die Würzburger zu hohen Bällen in die Spitze gezwungen und die waren leichte Beute für Sebastian Paul und Quirin Löppert, die in der Innenverteidigung eine überragende Partie geboten haben. Und am Boden waren wir ohnehin stärker.“ Den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte feierten Mannschaft und Fans gemeinsam im Sportheim - bis tief in die Nacht hinein.

von Matthias Vogel

Quelle: fussball-vorort.de

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