Tabellenführer SV Heimstetten verliert gegen Dachau und rehabilitiert sich gegen Kirchanschöring

Akkurt trifft doppelt: SVH stolpert zurück in die Spur

Orhan Akkurt (l.) traf am Montag doppelt. ARCHIV: BROUCZEK

Heimstetten – Es ist ja nur Fußball und daher verbietet sich jeglicher Vergleich zur Religion. Doch so viel darf man dann doch schreiben: Der Bayernliga-Spitzenreiter SV Heimstetten ist bei seinem Doppel-Einsatz an Ostern erst in eine Mini-Krise geschlittert, ehe er gestern, nein, nicht auferstanden ist, aber sich doch eindrucksvoll zurückgemeldet hat.

Denn nur zwei Tage, nachdem der SVH in Dachau die zweite Niederlage am Stück kassiert hatte, landete der Tabellenführer am Ostermontag einen 3:0-Erfolg beim SV Kirchanschöring.

„Der Sieg war auch in der Höhe verdient“, urteilt Trainer Christoph Schmitt. „Wir haben wieder zu unserem Spiel zurückgefunden, nachdem wir uns in den vergangenen Wochen nicht so präsentiert hatten, wie wir uns das vorstellen – und wie wir noch im Herbst gespielt haben“. Folgerichtig hatte der SVH ausgerechnet im Derby gegen den FC Ismaning die erste Pleite nach 18 Spielen ohne Niederlage kassiert. Und nur eine Woche später zog der Spitzenreiter dann schon wieder den Kürzeren – beim 0:1 am Karsamstag gegen den TSV 1865 Dachau.

In dieser Partie habe seine Elf nur schleppend ins Spiel gefunden, berichtet Schmitt. „Das war ähnlich wie gegen Ismaning.“ Denn erneut gerieten die Heimstettner in Rückstand; Alexander Weiser war es, der nach 18 Minuten das einzige Tor des Tages erzielte. Im zweiten Abschnitt habe sein Team dann druckvoller agiert und sei die bessere Mannschaft gewesen, findet der SVH-Coach. „Es hätte auch Unentschieden ausgehen können. Aber trotzdem warten wir insgesamt nicht zufrieden mit unserer Leistung.“

Anders zwei Tage später in Kirchanschöring. „Da haben wir ganz viele Geschichten gezeigt, die wir in den vergangenen Wochen vermissen haben lassen“, lobt Schmitt. „Das fängt an mit der Laufbereitschaft und setzt sich im Zweikampfverhalten fort.“ Wobei der Tabellenführer vor stolzen 530 Zuschauern zunächst mal eine Schrecksekunde überstehen musste, als ein Schuss der Platzherren nach sechs Minuten nur knapp am Gehäuse von Maximilian Riedmüller vorbeizischte.

Danach jedoch waren die Heimstettner am Drücker und gingen in der 21. Minute durch Altmeister Orhan Akkurt in Führung, der eine Flanke aus dem Halbfeld von Winter-Neuzugang Yannick Günzel zum 1:0 verwertete. Und damit war der Torhunger des 32-jährigen Stürmers noch nicht gestillt. Nur Augenblicke vor dem Halbzeitpfiff schlug Akkurt erneut zu und bescherte seiner Elf eine beruhigende 2:0-Pausenführung.

Um ein Haar hätte der Angreifer im zweiten Durchgang auch noch ein drittes Tor nachgelegt. Doch sein Heber in der 77. Minute klatschte nur an die Latte. Der Abpraller landete jedoch bei Manuel Duhnke, der die Kugel mühelos über die Linie drückte – zum 3:0, zugleich die Vorentscheidung. Im Anschluss hatten Lukas Riglewski, Akkurt und Sebastiano Nappo noch weitere Möglichkeiten, um das Ergebnis deutlicher zu gestalten. Doch obwohl diese Chancen ungenutzt blieben, zog Trainer Schmitt ein rundum positives Fazit. „Wir sind sehr zufrieden, wie das heute gelaufen ist“, lobt der Coach, der offen einräumt, dass die Erleichterung bei seinen Spielern nach dem Sieg groß gewesen sei. „Vor allem, weil wir diesmal auch spielerisch wieder überzeugt haben.“ (ps)

SV Kirchanschöring – SV Heimstetten 0:3 (0:2)

SVH: Riedmüller, Schäffer, Beierkuhnlein, Hintermaier (74. Mömkes), Günzel, Regal (81. Aladdinoglu), Duhnke (84. Date), D. Schmitt, Nappo, Riglewski, Akkurt.

Tore: 0:1 Akkurt (21.), 0:2 Akkurt (45.), 0:3 Duhnke (77.).

Schiedsrichter: Sven Laumer (SV Eintracht Penzendorf).

Zuschauer: 530.

TSV 1865 Dachau – SV Heimstetten 1:0 (1:0)

SVH: Riedmüller, Schäffer, Beierkuhnlein, Hintermaier, Günzel, Regal, Duhnke, D. Schmitt (65. Michalz), Nappo, Riglewski (89. Krause), Akkurt.

Tor: 1:0 Weiser (18.).

Schiedsrichter: Wolfgang Haslberger (TSV St. Wolfgang).

Zuschauer: 150.

Quelle: fussball-vorort.de

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