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Akribische Arbeit für ein besseres Falke

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Sie führen den FC Falke (v.l.): Florian Mittermüller (27 Jahre, Schriftführer), Jannis Giannantonio-Tillmann (28, 2.Vorsitzender), Wolfgang Kirmaier (28, Vorsitzender), Frederic Speicher (24, 3. Vorsitzender), Florian Niederdorf (29, Jugendleiter).  

Seit nunmehr neun Monaten leitet Wolfgang Kirmaier den FC Falke Markt Schwaben. Tatenlos ist der 28-Jährige mit seinen jungen Vorstandskollegen seitdem nicht gewesen. Im Interview mit der Ebersberger Zeitung spricht er über die älteren Falken, die lustige Weihnachtsfeier und seine neue Präsidentenrolle.

EZ: In der 88-jährigen Geschichte des FC Falke gab es noch nie eine so junge Vorstandschaft. Wie kam das zustande?

Thomas Adomat (Ex-Vorstand, d. Red.) hatte sich bei der Mitgliederversammlung vor zwei Jahren junge Hände und frischen Wind gewünscht. Dann ging es ziemlich schnell von ‚Wir könnten doch mal überlegen’ zu ‚Wir lassen uns aufstellen’. Im März dieses Jahres wurden wir dann einstimmig gewählt. Und erst vor wenigen Tagen haben wir die ersten Monate gemeinsam gefeiert.

EZ: Das muss dann wohl im Rahmen der Weihnachtsfeier gewesen sein. Wie lief das Fest unter neuer Führung?

Die Beteiligung war so groß wie lange nicht mehr. Wir haben diesmal auch die Vorstandschaft der SpVgg Markt Schwabener Au und die A- und B-Jugend eingeladen. Wir wollen die eh schon gute Zusammenarbeit mit der Jugend weiter ausbauen. Ein Highlight war das Trikot-Quiz von Rainer Koch (BFV-Präsident und ehemaliger Falke-Trainer, Anm. d. Red.) und die gespielte Pressekonferenz der Mannschaft. Da habe ich Tränen gelacht.

EZ: Wie sieht es eigentlich mit den älteren Fans des FC Falke aus? Gab es nach der Abmeldung der Landesliga-Mannschaft eine Versöhnung?

Unsere Ehren-Fans sind zahlreich und pünktlich gekommen. Letzteres kann ich über die Spieler leider nicht behaupten (lacht). In den vergangenen Monaten habe ich viel mit den erfahrenen Markt Schwabener Falke-Fans gesprochen. Aus ihrer Kritik haben wir gelernt. Sie wissen aber auch, dass wir erst frisch im Amt sind.

EZ: Haben Sie nach Ihrer Wahl noch Probleme entdeckt, mit denen Sie nicht gerechnet hatten?

Dass man es nicht aufrechterhalten kann Vorstand, Spieler, Kumpel und gleichzeitig der liebe Wolfi zu sein. Man muss eine klare Linie ziehen und professionell auftreten. Sonst verliert man schnell die Zügel.

EZ: Wie groß ist der zeitliche Aufwand als Vorsitzender des FC Falke?

Das alleine wäre tatsächlich leicht zu handhaben. Die Herausforderung liegt bei mir darin, den ehrenamtlichen Vorstand und mein Amt als Jugendtrainer neben dem Beruf so zu koordinieren, dass man am Ende trotzdem noch Zeit für ein Privatleben hat.

EZ: Fällt es da nicht schwer die Motivation hochzuhalten?

Ich denke das ist wie bei einem kleinen Kind. Da gibt es sicher auch schwierige Momente, in denen man sich die Haare rauft. Aber wenn man sieht, wie sich das Kind nach und nach entwickelt, überwiegt die Freude und der Stolz.

EZ: Gab es auch schon Highlights?

Da muss ich nicht lange sinnieren. In den Saisonabschluss haben wir viel Zeit und Energie gesteckt und der ganze Ort hat das toll aufgenommen. Es waren fast alle Sponsoren und Anhänger da, und am Ende waren wir sogar mehr Einlaufkinder als Spieler. Die Tribüne des Markt Schwabener Sportparks mal wieder so voll zu sehen, und dann auch noch auf dem Platz den Klassenerhalt fix zu machen, war ein bemerkenswerter Moment.

EZ: An welchen Sachen arbeitet der Falke-Vorstand im Moment?

Wir rüsten uns gerade neu aus. Unsere Sponsoren haben sich um komplett neue Trainingsanzüge gekümmert. Dazu gibt es einen neuen Trikotsatz in den Vereinsfarben Schwarz-Weiß. Den haben wir der Mannschaft bei der Weihnachtsfeier vorgestellt.

EZ: Wie werden Sie nun eigentlich von den Markt Schwabener Fußballern angesprochen?

Beim FC Falke sagen seit der Wahl viele Präsi. Zu höheren Anlassen auch gerne mal Herr Präsident (lacht). Meine Jugendspieler sind zum Glück bei Wolfi geblieben.

EZ: Wo geht die sportliche Reise des FC Falke in dieser Saison hin?

Die Zweite schafft diesmal hoffentlich den Sprung in die B-Klasse. Die Erste soll den Anschluss an die Aufstiegsplätze halten. Wir arbeiten an einem attraktiver Herrenbereich, der unseren talentierten Jugendspieler gute Bedingungen bietet. Damit „die Falken“ irgendwann wieder gefürchtet sind. Daran arbeiten wir akribisch.

Interview: Johannes Piller

Quelle: Merkur.de

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