Kreisklasse Zugspitze 2 - Gaißacher Offenbarungseid

Alle Spiele der KK2: FC Rottach überrollt Gaißach! TuS II verdrängt Hausham

Hart umkämpftes Stadtderby. Am Ende haben sich Maximilian Geisler (re.) und seine Rot-Weißen gegen Hicham Aqabli (li.) und den SV Bad Tölz durchgesetzt. Foto: HAns Demmel

Für den SC Gaißach setzt es eine 0:6-Klatsche gegen den FC Rottach-Egern. Die TuS Geretsried II verdrängt Hausham von Platz zwei. Alle Spiele: 

TuS Geretsried II – SG Hausham 3:2 (2:0) – Das Fazit ging Salvatore Scolaro leicht von den Lippen. „Wir waren gut“, fasste der TuS II-Trainer zusammen. Über 90 Minuten sei seine zusammengewürfelte Mannschaft „kompakt als Team aufgetreten“, das war der Schlüssel zum Erfolg. Fabio Pech, einer von drei U 19-Spielern in der Startelf, hatte die Gastgeber mit einem Kunstschuss – ein Seitfallzieher von der Strafraumlinie in den Winkel – in Führung gebracht. Knapp zehn Minuten später erhöhte Kapitän Christoph Klein aus der Distanz auf 2:0. „Die erste Halbzeit haben wir verschlafen“, räumte SG-Trainer Stephan Leitner ein. Zudem habe seine Elf auf dem ungewohnten Kunstrasen anfangs Probleme gehabt. Nach Wiederbeginn gestalteten die Gäste das Spiel ausgeglichener und kamen durch ihren Torjäger Kilian Stiglreitmaier, der eine Unachtsamkeit in der Geretsrieder Hintermannschaft bestrafte, auf 1:2 (50.) heran. Roman Rauscheder stellte in der 60. Minute den alten Abstand wieder her und beruhigte so die Anspannung auf der Geretsrieder Trainerbank. „Es wird oft eine wacklige Angelegenheit, wenn man nicht schnell nachlegt“, meinte Scolaro, der trotz eines weiteren Gegentreffers durch Stiglreitmaier eine relativ entspannte Schlussphase erlebte. Zumal Torhüter Eric Nottbusch seinen Lapsus, der den Gästen den 2:3-Anschlusstreffer ermöglichte, wettmachte, als er kurz vor Schluss einen Weitschuss parierte. „Wir haben ihnen keine Räume gelassen“, freute sich der TuS II-Trainer über die tadellose Leistung seiner Elf. „Es wäre alles drin gewesen“, konstatierte Hausham-Coach Leitner, „aber wir haben’s leider verloren.“  rst

Gaißacher Offenbarungseid

FC Rottach-Egern - SC Gaißach 6:0 (4:0) – Die Partie war in gewisser Weise „schon ein Offenbarungseid“, sagt Hannes Schlosser. Obwohl das letzte Punktspiel vor der Winterpause für die Gaißacher so gut wie die letzte Chance war, das rettende Ufer noch zu erreichen, war der Tabellenvorletzte den Gastgebern in jeder Hinsicht unterlegen. „Wo soll ich anfangen?“ fragt der sportliche Leiter rhetorisch und fängt an: „Zu viele Torchancen zugelassen, immer einen Schritt zu spät, zu weit weg vom Gegner, keinen Zugriff, ständig den Ball verloren.“ Eigene Chancen? Mangelware. Und wenn sich dann mal die Gelegenheit bot – so wie bei Florian Hohenreiter, der frei vor dem Tor den Anschlusstreffer vergeigte – „nutzen wir sie nicht“, sagt Schlosser. Der frühe Rückstand nach 90 Sekunden war auch nicht gerade hilfreich fürs Selbstvertrauen. Nach 0:3 und 33 Minuten war die Partie entschieden. Am Ersatz-Keeper, der ehemalige Torwart-Trainer Alfred Erb sprang für den kurzfristig verhinderten David Lang ein, lag’s nicht. Schlosser: Wir sind schon nach dem ersten Gegentreffer auseinandergefallen. Es war keiner mehr bei der Sache.“ nic

SV Bad Tölz - SC Rot-Weiß Bad Tölz 1:2 (1:0), – Auch wenn die Platzierung der beiden Tölzer Stadtrivalen Rot-Weiß eindeutig in die Favoritenrolle hievte, tat sich der Tabellenzweite gegen die abstiegsbedrohten Gastgeber schwer. Zunächst sah es sogar längere Zeit danach aus, als könnten die Gelbschwarzen für eine Überraschung sorgen. Das Team von SV- Coach Daniel Heidemann wirkte vom Anpfiff weg etwas willensstärker, richtig gefährliche Torszenen sprangen jedoch nicht heraus. Trotzdem gingen die Platzherren auf dem Kunstrasen im Sportpark Flinthöhe mit 1:0 in Führung. Arjan Kelmendi (33.) zirkelte eine Ecke flach auf den kurzen Pfosten. Und durch ein Wirrwarr von Abwehr- und Angreiferbeinen fand die Kugel unerreichbar für RW-Keeper Sigi Bahner den Weg in die Maschen. Eventuell war sogar ein Abwehrspieler der Gäste zuletzt am Ball. „Das war ein Wachrüttler für uns“, meint RW- Coach Tarkan Demir. Im Gegenzug beinahe der Ausgleich, doch SV-Torhüter Jan Scheffel konnte einen Weitschuss von Thankgod Asoegwu gerade noch mit den Fingerspitzen an die Latte lenken. Von da an kamen die Rot-Weißen besser ins Spiel, Chancen zum Ausgleich gab es bis zum Seitenwechsel aber noch nicht. Nach Wiederbeginn war das Derby zunächst offen. Die 200 Zuschauer (mehr waren nicht zugelassen) sahen eine Partie auf Augenhöhe. Dann wehrte Scheffel mit beiden Fäusten einen Freistoß ab. Auch der Nachschuss konnte geblockt werden, doch im dritten Anlauf bugsierte Sebastian Wagner das Spielgerät zum 1:1-Ausgleich über die Linie. Im Anschluss gerieten die Hausherren für kurze Zeit durcheinander, fingen sich jedoch wieder, und ein Unentschieden war greifbar nahe. Aber die Rot-Weißen wollten mehr, hatten die Kraft in der Schlussphase, Druck aufzubauen und erzielten durch Marinus Estner (88.) schließlich den Siegtreffer. Heidemann: „Schade, meine Mannschaft hat gut gespielt und hätte einen Punkt sicherlich verdient gehabt.“ RW-Coach Tarkan Demir: „Ein spannendes Derby, der SV hat es uns wirklich sehr schwer gemacht. Ich glaube, die bessere Kondition hat den Sieg aber dann doch noch ermöglicht.“  dh

Olympic Geretsried - TSV Weyarn 2:2 (1:0) – Mit einer Punkteteilung, die keinem der beiden etwas nutzt, gehen die Kontrahenten in die Punktspiel-Winterpause. Dabei sahen die Gastgeber in der 90. Minute wie die sicheren Sieger aus. Spielertrainer Tasso Fytanidis hatte die Hausherren per Freistoß (30.) mit 1:0 in Führung gebracht. Mit dem Ergebnis ging es in die Pause. Zurück auf dem Platz glich TSV-Torjäger Christian Wacker ebenfalls per Freistoß aus. Als Alexander Kutzmutz (84.) nach einem Freistoß von Jaser Saiti per Kopf die erneute Führung für Olympic erzielte, schien sich der Wunsch von Coach Fytanidis, mit drei Zählern das Punktspieljahr zu beenden, zu erfüllen. Doch die letzte Aktion machte die Hoffnung zunichte. Weyarn bringt einen Ball in den Strafraum, die Gastgeber klären die Situation – und können nicht glauben, dass der mit einiger Verzögerung ertönte Pfiff des Unparteiischen nicht den Schlusspfiff bedeutet, sondern Elfmeter für Weyarn. Pascal Klumpp verwandelte zum 2:2. Und Fytanidis ärgerte sich maßlos. „Das Unentschieden hat Weyarn verdient. Aber auf diese Weise ist es sehr, sehr ärgerlich.“ rst

Quelle: Merkur.de

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