Alle warnen vor dem Liga-Schlusslicht

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Ob die Pipinsrieder Fans einen feiernden Serge Yohoua am Karsamstag bejubeln dürfen, steht noch nicht fest. Die Entscheidung, ob der Ivorer vielleicht sogar von Beginn an ran darf, fällt erst kurz vor dem Anpfiff der Partie gegen Haching.

FC Pipinsried - Der FC Pipinsried hat am Karsamstag eine undankbare Aufgabe in der FCP-Arena zu lösen. Um 15 Uhr erwartet die Strobl-Truppe das Bayernliga-Schlusslicht aus Unterhaching im Dachauer Hinterland. FCP-Präsident Konrad Höß ist zuversichtlich, dass trotz des schlechten Wetters unter der Woche angepfiffen wird.

Das Training am stürmischen Dienstag ließ der Bayernligist ausfallen. „Schon allein die Anreise nach Pipinsried wäre für die einzelnen Spieler nicht ohne Gefahr gewesen. So hat jeder seine Hausaufgabe bekommen und wir hatten noch einmal ein paar Tage mehr, um den Kopf frei zu bekommen“, so FCP-Spielertrainer Tobias Strobl.

Bereits im Vorfeld hat der Unterhaching versucht, die Begegnung zu verlegen. „Die hätten mit ihrer A-Jugend eigentlich ebenfalls am Samstag in Memmelsdorf gespielt. Ich hätte das Spiel verlegt“, so FCO-Chef Konrad Höß. Doch in dieser Diskussion hatte Coach Tobias Strobl das letzte Wort: „Wir sind in der aktuellen Zeit nicht in der Position, irgendjemandem Geschenke zu machen. Für uns ist ein Samstagspiel einfach deutlich besser als ein Match unter der Woche, wenn jeder vorher in der Arbeit war.“

So wird nun also wie geplant am heutigen Samstag gekickt.

Die Unterhachinger konnten ihre Partie der A-Junioren auf den Ostermontag verlegen, so werden wohl einige Spieler aus dem Nachwuchskader mit nach Pipinsried fahren. „Das sind sehr gute Spieler, die A-Junioren sind ja fast stärker als die Spieler aus der zweiten Mannschaft“, so Höß. In einem Punkt sind Strobl und Höß einer Meinung: „Gegen den Tabellenletzten kannst du nur verlieren. Das ist in dieser Saison auch schon anderen passiert – und dann bist du die Lachnummer“, erklärt Höß. „Es ist immer schwierig, gegen das Schlusslicht zu spielen. Aber das darf uns in keinster Weise beeinträchtigen“, stellt Strobl klar. Der Pipinsrieder Coach hebt jedoch warnend den Finger: „Jedem der Spieler muss klar sein, 90 bis 95 Prozent reichen in dieser Liga gegen keine Mannschaft; das haben wir zuletzut in Hankofen gesehen. Wir haben sehr viel Qualität in unserer Mannschaft und diese müssen wir jetzt endlich wieder auf den Platz bringen.“

Das Hinspiel konnten die Pipinsrieder klar mit 5:0 für sich entscheiden. „Da haben wir der jungen Unterhachinger Mannschaft den Schneid abgekauft. Dies muss uns nun auch vor den eigenen Fans gelingen. Wenn wir diese spielerisch gute Mannschaft Fahrt aufnehmen lassen, dann wird es schwierig. Da gilt es auch mit Härte dagegenzuhalten“, so der FCP-Übungsleiter.

In der Tabelle steht der FCP mit 59 Punkten aus 26 Spielen bereits vier Zähler hinter dem Spitzenreiter aus Pullach. Zudem sitzt dem FCP der TSV Rain am Lech im Genick, der bei fünf Punkten Rückstand ein Spiel weniger absolviert hat als Pipinsried.

So ist Spielertrainer Tobias Strobl froh, gegen Unterhaching auf fast den kompletten Kader zurückgreifen zu können. Bei FCP-Top-Stürmer Serge Yohoua reichte es am vergangenen Wochenende nicht zu einem Einsatz von Beginn an. Auch an diesem Wochenende ist dies, so Tobias Strobl, eher unwahrscheinlich. Wer diesmal für ihn aufläuft, lässt der Coach noch offen: „Manuel Eisgruber hat am vergangenen Wochenende etwas unglücklich agiert, wobei man sagen muss, dass dies auf die ganze Mannschaft zutraf. Wer für Serge ran darf, kann ich momentan noch nicht sagen.“ Weitere Kandidaten für die Position neben Christian Doll sind Armin Lange und Ruben Popa. Ob es sonst noch Änderungen gibt, will Strobl nicht verraten.

Präsident Höß stellt klar: „Wenn wir gegen Haching verlieren, dann werde ich die Planungen für die Regionalliga wieder etwas nach hinten stellen.“ Höß echauffierte sich über die eine oder andere Auflage: „Da muss man 2500 Plätze für die Fans haben und dann fährt man nach Garching oder Heimstetten und es schauen 200 bis 300 Personen zu. Da klaffen Anspruch und Wirklichkeit zu weit auseinander.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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