In allen Belangen überlegen

- VON PAUL HOPP Peiting/Weilheim - Auf dem Feld klatschten die Weilheimer Spieler gerade Nusmir Velic ab, beglückwünschten ihn kurz vor Schluss zu seinem Hattrick. Derweil stand Gediminas Sugzda mit sauertöpfischem Gesicht, das gut zum Regenwetter passte, am Spielfeldrand. "Warum spielt der da nicht ab?", ereiferte sich der Co-Trainer, durch eine Knieverletzung zum Zuschauen gezwungen, über die Einzelaktion Velics, der bei seinem BEZIRKSLIGA Schuss aus spitzem Winkel zwei freie Mitspieler übersah. Die Weilheimer konnten sich derlei Betrachtungen locker leisten, angesichts ihrer Überlegenheit im Derby gegen die FA Peiting. 5:0 (2:0) gewannen die Gäste.

Am meisten freute sich TSV-Spielertrainer Martin Kindermann. Mit breitem Lächeln im Gesicht klatschte er nach dem Schlusspfiff jeden einzelnen Spieler ab. Aufgrund der mäßigen Ergebnisse in den vergangenen Partien "hatten wir was gutzumachen", so Kindermann. "Unter der Woche wurde auch Tacheles gesprochen." Offensichtlich mit Erfolg: Von Beginn an präsentierten sich die Gäste aggressiver, ballsicherer und individuell stärker. <P>Die erste Möglichkeit hatten allerdings die Peitinger, doch Giuseppe Scolaro, der viel fürs Offensivspiel tat, blockte den Schuss Christoph Schleichs ab (3.). Ein Weitschuss von Weilheims Libero Steffen Thiel läutete danach die den Führungstreffer ein: FAP-Torwart Thomas Eckert, ein steter Unsicherheitsfaktor, ließ den Ball nach vorn abprallen, wo Torsten Wechsler lauerte und aus spitzem Winkel vollendete (13.). In der Folge kontrollierten die Gäste die flotte, gutklassige Partie, hatten bei zwei Möglichkeiten der Peitinger aber gehöriges Glück: Erst schoss Hubert Geisenberger freistehend den schon am Boden liegenden TSV-Torwart Ludwig Spitzer genau an (23.), danach tauchte Thomas Jocher nach einem Stellungsfehler der Weilheimer frei im Strafraum auf, von ihm gelangte der Ball zu Christoph Schleich, der aus fünf Metern ans Außennetz schoss (24.). "Da muss ich mich halt mehr konzentrieren" schimpfte Peitings Coach Walter Andres. Was ihn umso mehr ärgerte: Gleich darauf durfte Davide Carbone nach einem weiten Freistoß Kindermanns relativ ungestört den Ball zum 2:0 ins Tor verlängern (27.). Kurz darauf scheiterte Velic erst am Torwart, danach zielte er ans Außennetz (33.). Noch vor der Pause hatte Christoph Oswald die Chance auf den Anschlusstreffer, aus kurzer Distanz köpfte er drüber (42.). <P>Nach dem Wechsel versuchte Peiting, Druck zu machen, doch außer ein paar Weitschüssen sprang nicht viel heraus. Den Unterschied zwischen beiden Teams an diesem Tag demonstrierte Wechsler: Nach einem langen Pass erkämpfte sich der Stürmer gegen Stephan Schleich den Ball. Danach legte er mustergültig quer zu Velic, der zum 3:0 einschoss (60.). In der Folge blieben die Weilheimer spielbestimmend, das große Aufbäumen der Peitinger blieb aus. "Das dritte Tor ist einfach zu früh gefallen", so Andres. In der Schlussphase blieb die Partie unterhaltsam: Erst köpfte Peitings Geisenberger bei einem Rettungsversuch an den eigenen Pfosten (70.), danach erhielt Stephan Schleich nach einer Tätlichkeit gegen Jörg Helfer Rot (72.). Schließlich ließ Velic die Gäste noch zweimal jubeln (82., 85.). <P></P>

Quelle: Merkur.de

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