Spektakuläres Nachbarschafts-Duell

Alles-drin-Derby zwischen Günzlhofen und Aufkirchen: Sieben Tore, eine Rote

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Harte Zweikämpfe waren im Derby zwischen Günzlhofen und Aufkirchen keine Seltenheit.

Wer auf kernigen Fußball steht, lag beim Derby in Günzlhofen auf jeden Fall richtig. Auf dem Platz lag am meisten der FSV Aufkirchen als verdienter 4:3-Sieger richtig. Viel falsch gemacht hatte bei den Gastgebern ausgerechnet einer der Torschützen.

Wo der Knackpunkt der Partie lag, darüber waren sich die beiden Spielertrainer einig. „Das war eine dumme Situation“, kommentierte Admir Hasanovic als unterlegener Trainer die Szene aus der achten Minute. „Das hat uns schon in die Karten gespielt“, so FSV-Coach Florian Brandmair. Gemeint war der Kopfstoß von Adin Hasanovic, zu dem sich der Trainersohn nach acht Minuten hatte hinreißen lassen. Geschehen ganze vier Minuten, als der junge Hasanovic mit seinem Treffer für erste positive Frühlingsgefühle bei den Gastgebern gesorgt hatte.

Der positive Moment des 1:0 war damit schnell verpufft. Denn den Aufkirchner Gästen wurde so auch die Gelegenheit gegebenen, aus ihrer Schlummerphase zu Beginn der Partie in den Wachmodus zu schalten. Und sie belohnten sich nicht nur mit zwei Toren kurz vor und kurz nach der Pause. Sie wussten diese Phase auch wesentlich besser zu nutzen, was zwei weitere Treffer bewiesen.

„Hoffentlich motiviert das die Burschen, doch wieder öfter ins Training zu kommen“, so Brandmaier vom FSV. Die mangelnde Beteiligung an der Vorbereitung unter der Woche habe man schon erkennen können. „Die letzten zehn Minuten haben wir konditionell auf der Rille gespielt“, erklärte Brandmair die Schlussphase aus seiner Sicht. Seiner Ansicht nach hätte man den Erfolg angesichts mancher Konterchance bereits weit früher heimbringen können. „Souverän können wir beim FSV wohl nicht“, brummte Brandmair.

Kollege Hasanovic hätte trotzdem gerne getauscht. sprach aber Klartext. „Wir haen verdient verloren.“ Man habe die Tore zu billig bekommen und in der Offensive zu wenig Druck gemacht, auch wenn man bei zwei Lattentreffern Pech hatte. Wo er im Training ansetzen will, weiß Hasanovic bereits: „Einige sind noch im Vorbereitungsmodus. Da müssen wir ganz schnell raus. Denn nicht nur, dass dem VSST die Aufkirchner gefährlich nahe auf den Pelz gerückt sind. „Wir sind auch endgültig im Abstiegskampf angekommen.“ Der erste direkte Abstiegsplatz ist jetzt für den VSST nur noch vier Punkte entfernt.

Statistik zum Spiel:

Günzlhofen: Fleischer, Alksnis, Mijic, Adin Hasanovcic, Köppel, Admir Hasanovic, Bosnjak, Zeidler, Djordjevic, Mößmer, Gomez (Kügler, Scheb, Yeter) 

Aufkirchen: Olszowka, Dosch, Spies, Müller, Kiser, Wittmann. Brauch, Brandmair, Rothenfußer, Partsch, Albrecht (Haas, Ödingen) 

Tore: 1:0 Adin Hasanovic (4.) 1:1 Müller (41.) 1:2 Albrecht (48.) 1:3 Rothenfußer (55.) 2:3 Gomez (70.) 2:4 Partsch (80.) 3:4 Yeter (90.) 

Schiedsrichter: Heinisch (Haunstetten) 

Gelbe Karten: Djordjevic, Gomez; Albrecht, Brauch, Haas, Olszowka, Wittmann Rot: Adin Hasanovic (8.) Zuschauer: 100

Quelle: Merkur.de

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