Kindergarten Hohenpolding

Alles drin für die dritte Kindergartengruppe

Vorfreude auf ein neues Kindergartenjahr, das in den vergangenen Wochen etappenweise begann: Kinderhausleiterin Daniela Röder (l.) mit ihren neuen Kolleginnen Laura Windstoßer und Claudia Hanuschke beim Einzug in die Container. Sie legen besonderen Wert darauf, dass die Übergangslösung von innen nicht als solche wahrgenommen wird.
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Vorfreude auf ein neues Kindergartenjahr, das in den vergangenen Wochen etappenweise begann: Kinderhausleiterin Daniela Röder (l.) mit ihren neuen Kolleginnen Laura Windstoßer und Claudia Hanuschke beim Einzug in die Container. Sie legen besonderen Wert darauf, dass die Übergangslösung von innen nicht als solche wahrgenommen wird.

Erweiterung mit acht Containern: Mit einer Übergangslösung ist der Hohenpoldinger Kindergarten fit für die nächsten Jahre.

Hohenpolding – Dass der Platz für eine dritte Kindergartengruppe in Hohenpolding nicht reichen würde, war seit längerem klar. Als allerdings das geplante Konzept einer Auslagerung unter anderem wegen der Bauverzögerungen am Korbinian-Aigner-Gemeinschaftshaus scheiterte, musste eine Übergangslösung her. Nun stehen acht Container zwischen dem Kinderhaus und der Mehrzweckhalle. Damit ist die Unterbringung für mindestens zwei Jahre gesichert.

Das Grundstück, das Teil des Turnhallenparkplatzes ist, war ohnehin von der Gemeinde gepachtet worden. Darauf musste nur ein frostsicherer Unterbau errichtet und im Zuge dessen die Wasserversorgung über die Mehrzweckhalle und die Abwasserversorgung über den nahe gelegenen Kanal gelegt werden.

Die acht Container, die insgesamt rund 120 Quadratmeter Platz für die altersgemischte Gruppe der Ein- bis Sechsjährigen bieten, konnten aus Deggendorf beschafft werden. Dort warden sie bereits von einem Kindergarten genutzt worden. „Der entscheidende Vorteil, denn wir konnten ein Grundmobiliar und wichtige Einrichtung wie kindgerechte Toiletten und Paniktüren gleich übernehmen“, berichtet Bürgermeister Alfons Beilhack.

Vier der Container bilden einen Gruppenraum, in den weiteren sind der Eingangsbereich, eine Garderobe, die Sanitäranlagen, eine kleine Küche und ein Wickelraum untergebracht. Die Gemeinde mietet den provisorischen Bau für monatlich 1900 Euro brutto von einer Firma – zunächst für zwei Jahre, aber mit der Option auf eine jährliche Verlängerung.

Das Kindergartenpersonal wurde um die Pflegerinnen Claudia Hansuchke und Laura Windstoßer aufgestockt, die entsprechende Sondergenehmigung kam von der katholischen Kirche, Trägerin des Kinderhauses Mariä Heimsuchung.

Auf die Sicherheit der Kinder legt die Gemeinde ein besonderes Augenmerk. Zwar haben die Container die genannten Paniktüren, die als elektrisch gesicherte Fluchtwege dienen. Da die Mitarbeiter des Bauhofs ohnehin mit dem Befestigen einer Böschung und dem Pflastern des Eingangsbereichs befasst waren, entschied man sich, den Ausweichbau zusätzlich mit einem Zaun zu sichern.

Dieser schützt zusätzlich vor den umliegenden Straßen, über den bestehenden Zebrastreifen ist der Zugang zum Spielplatz auf dem Kindergartengelände gegeben. „Um den festen Anbau kommen wir angesichts der zu erwartenden Zahlen aber nicht herum“, blickte Beilhack in die Zukunft. Es wird wohl bei drei Kindergartengruppen und einer großen Nachfrage nach Krippenplätzen bleiben.

Daher ist man bereits im Kontakt mit Planern, erste Entwürfe wurden bereits besprochen. Beilhacks Idee wäre ein Naturkindergarten für Hohenpolding, schwierig dabei sei aber das Personal zu bekommen. Generell wäre es ein ergänzendes Konzept, allein wegen der Krippenplätze ist die bauliche Erweiterung des Kinderhauses aber unumgänglich.

FABIAN HOLZNER

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