Auch Regionalliga-Helden müssen gehen

Alljährlicher Umbruch bei Türkgücü München - 20 Abgänge stehen fest

Kaderplaner Roman Plesche hat bei Türkgücü München einen gewaltigen Umbruch eingeleitet.
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Kaderplaner Roman Plesche hat bei Türkgücü München einen gewaltigen Umbruch eingeleitet.

Türkgücü München hat erneut einen großen Umbruch eingeleitet. Bei 20 Spielern steht der Abgang aus München fest, zudem könnte Sercan Sararer folgen.

München - Türkgücü München steht wie bereits im vergangenen Jahr ein großer Umbruch bevor. Die Münchner verkündeten am Montag die Abgänge von 15 Spielern, deren auslaufende Verträge nicht verlängert werden. Dazu kommen die bereits bekannten Wechsel wichtiger Stützen wie Kilian Fischer, der zum 1. FC Nürnberg geht, oder Verteidiger Aaron Berzel. Auch die Abgänge von Stefan Stangl, Furkan Kircicek und Michael Zant stehen bereits fest.

Türkgücü München: Kurze Abschiedsworte für die Abgänge - Regionalliga-Helden Kirsch und Engl müssen gehen

Die Abschiedsworte von Roman Plesche an die Abgänge fallen erwartet kurz aus. „Wir bedanken uns bei jedem einzelnen Spieler, der mit uns diese aufregende und intensive Premierensaison in der 3. Liga bestritten hat. Wir wünschen allen Spielern viel Erfolg und nur das Beste für ihren weiteren Weg.“, wird der Kaderplaner Türkgücüs zitiert.

Mit Benedikt Kirsch und Maximilian Engl verlassen zwei Aufstiegshelden den Klub . Beide standen bereits in der Regionalliga Bayern für Türkgücü München* auf dem Platz. Maßgeblich waren sie am Aufstieg der Münchner in die 3. Liga und dem damit einhergehenden Durchmarsch des Klubs in den Profifußball beteiligt. Roman Plesche spricht beiden Spielern „nochmal gesondert unseren Dank“ aus.

Insgesamt bereis 20 Abgänge bei Türkgücü München - Was wird aus Sercan Sararer?

Neben Kirsch und Engl müssen außerdem Philipp Erhardt, Alexander Laukart und Mounir Bouziane den Verein verlassen. Alle drei kamen erst im Sommer zu Türkgücü München. Desweiteren kehren Yi-young Park (FC St. Pauli), Atakan Akkaynak (Caykur Rizespor), Lucas Röser (1. FC Kaiserslautern), Kilian Jakob (FC Augsburg), Noel Niemann (DSC Arminia Bielefeld*) und Maxime Awoudja (VfB Stuttgart*) nach abgelaufenen Leihen zu ihren Stammvereinen zurück. Auch die Jugend Türkgücüs kommt weiterhin kaum zum Zug. Die Nachwuchsspieler Jordaine Jäger, Kerem Kavuk, Fabijan Podunavac und Amani Mbaraka erhalten keinen neuen Vertrag.

Zu den bereits 20 Abgängen wird voraussichtlich auch noch Sercan Sararer kommen. Am Freitag traf sich der Topscorer mit dem Klub vor dem Arbeitsgericht in München. Bis zum 30. Juni sollen sich beide Parteien außergerichtlich einigen - es geht wohl nur noch um die Ablösesumme. Torjäger Petar Sliskovics Verbleib ist auch unsicher, nach Merkur-Informationen hat er eine Ausstiegsklausel und kann bei einem Betrag von 200.000 bis 300.000 Euro gehen. Neben den zahlreichen Spielerabgängen, kommt es auch auf der Trainerbank zum Umbruch. Nach fast vier Jahren im Verein trennen sich die Wege von Andreas Pummer und Türkgücü München.

Türkgücü München: Welche Spieler stehen im Toto-Pokal auf dem Platz?

Relativ unübersichtlich ist deshalb auch die Personalfrage vor dem Toto-Pokal-Viertelfinale gegen den TSV Abtswind. Die Partie findet bereits am kommenden Sonntag (20. Juni) statt. Ob die geschassten Spieler nach dem feststehenden Vertragsende noch mit der richtigen Einstellung ins Spiel gehen werden, ist mehr als fraglich. Dabei will Präsident Hasan Kivran mit dem Klub unbedingt in den DFB-Pokal*. Die hohe Anzahl an Abgängen deckt die Schwächen der Klub-Strategie, hauptsächlich auf Jahresverträge zu setzen, schonungslos auf. (Vinzent Fischer) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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